Darum geht es

Mit einem Freistellungsauftrag (Sparer-Pauschbetrag) beauftragen Sie Ihre Bank, anfallende Kapitalerträge vom automatischen Steuerabzug freizustellen. Ohne diesen Auftrag führt die Bank 25% Kapitalertragsteuer sowie 5,5% Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer an das Finanzamt ab.


So einfach geht's

Freistellungsauftrag online einrichten

Am einfachsten und schnellsten können Sie den Freistellungsauftrag direkt im Internetbanking einrichten, ändern oder löschen.

  • Einloggen, Auftrag ergänzen, fertig
  • Ihr Auftrag ist schon mit Ihren Daten vorausgefüllt
  • Kein Postversand, keine Portokosten
  • Ihren Freistellungsauftrag immer im Blick

Keine Zugangsdaten zum Internetbanking? Einfach hier anfordern.


Wichtig ab 2016

Hinweis zur steuerlichen Identifikationsnummer

Freistellungsaufträge ohne steuerliche Identifikationsnummer haben wir zum Jahresende 2015 beendet. So sieht es das Steuerrecht vor.

Für 2016 können Sie uns einen neuen Freistellungsauftrag mit Identifikationsnummer erteilen. Wo Sie Ihre Nummer finden, lesen Sie hier.


Fragen + Antworten

Aktuellen Freistellungsauftrag einsehen

Am einfachsten und schnellsten können Sie den Freistellungsauftrag direkt im Internetbanking einsehen.

Per Telebanking:
Rufen Sie uns an unter 069 / 34 22 24. Geben Sie bitte zur Legitimation Ihre aktuelle Telebanking PIN auf dem Ziffernblock Ihres Telefons ein und Ihre Zugangsnummer (Depotnummer oder die letzten 10 Stellen Ihrer IBAN). Oder sprechen Sie beide Nummern.

Aktuellen Freistellungsauftrag einrichten, ändern oder löschen

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Formular Freistellungsauftrag

Bitte beachten Sie:

  • Ändern Sie Ihren Freistellungsauftrag, muss der neue Auftrag mindestens über die Höhe des aktuell ausgeschöpften Freistellungsbetrags lauten.
  • Löschen Sie Ihren Freistellungsauftrag, aber haben Sie bereits Zinserträge in diesem Jahr erwirtschaftet, wird der Freistellungsauftrag zunächst bis zur Höhe des aktuell ausgeschöpften Sparerpauschbetrags reduziert und diese Änderung bis zum Jahresende befristet. Zum Jahresende löschen wir Ihren Freistellungsauftrag dann endgültig
  • Löschen Sie alle Konten / Depots bei uns, müssen Sie zusätzlich einen separaten Auftrag zur Löschung Ihres Freistellungsauftrags stellen.
  • Sofern ein Freistellungsauftrag im laufenden Jahr noch nicht ausgenutzt wurde, kann er auch zum 1. Januar des laufenden Jahres schriftlich widerrufen werden.
Bereits verbrauchten Sparer-Pauschbetrag erfahren

Wenn Sie in diesem Jahr bereits Kapitalertragsgutschriften erhalten haben, können Sie die Höhe des dadurch bereits verbrauchten Sparer-Pauschbetrag direkt im Internetbanking einsehen.

Hinweis:
Bei vielen Sparprodukten (z.B. Extra-Konto) erhalten Sie die jährlichen Kapitalertragsgutschriften zum 31.12. Erst wenn Ihre Zinsen an diesem Tag gutgeschrieben werden, wird auch Ihr Sparer-Pauschbetrag verbraucht. Da Sie jedoch Ihren Freistellungsauftrag bereits im Jahr der Kapitalertragsgutschriften stellen müssen, ist es erforderlich, die Höhe Ihres Freistellungsbedarfs im Vorhinein selbst auszurechnen und demgemäß einzurichten. Die ING-DiBa kann Ihnen keine Empfehlung für Ihre Freistellung geben.

Gesetzliche Höchstgrenze des Freistellungsauftrags

Die gesetzliche Höchstgrenze ist:

  • 801 Euro Freistellungsauftrag einer Einzelperson
  • 1.602 Euro gemeinschaftlicher Freistellungsauftrag eines Ehepaares / einge­tragener Lebenspartner
Eigenen Freistellungsbedarf ausrechnen

Der optimale Sparer-Pauschbetrag kann erst am Tag der Zinszahlung selbst ermittelt werden. Daher können Sie nur einen ungefähren Wert angeben.

Als Faustformel gilt (für eine taggenaue Berechnung):

[Steuern] Formel Freistellungsauftrag

Sie können selbstverständlich auch jeden anderen Betrag bis zur gesetz­lichen Höchst­grenze freistellen.

Die ING-DiBa kann Ihnen keine Empfehlung für Ihre Freistellung geben.

Freistellungsauftrag und Kapitalertragsteuer: Was ist das?

Für Ihre Kapitalerträge – also Zinszahlungen, Kurserträge und Dividendenzahlungen – führen wir automatisch Steuern ans Finanzamt ab: 25% Kapitalertragsteuer, darauf noch einmal 5,5% Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer. Sie können uns aber einen Freistellungsauftrag erteilen. Dann stellen wir Ihre Kapitalerträge vom automatischen Steuerabzug frei. Die Höhe Ihres Freistellungsauftrages legen Sie bitte selbst fest, im Rahmen der gesetzlichen Höchstgrenzen. Sie können den für Sie geltenden Höchstbetrag auf mehrere Kreditinstitute verteilen.

Laufzeit und Fristen des Freistellungsauftrags

Der Freistellungsauftrag ist grundsätzlich ab dem 01.01. des Jahres gültig, für welches Sie ihn einreichen. Sie können die Freistellung unbefristet beauftragen oder bis zum 31.12. eines Jahres befristen. Bitte reichen Sie Ihren Freistellungsauftrag frühzeitig bei uns ein – schon vor der Gutschrift des Kapitalertrags. Wenn Sie alle Konten und Depots bei uns löschen, müssen Sie uns bitte einen separaten Auftrag zur Löschung Ihres Freistellungsauftrags erteilen.

Bitte beachten Sie, dass der Freistellungsauftrag unter folgenden Umständen ungültig wird:

  • Trennung oder Scheidung:
    Auch wenn Sie alleiniger Vertragsinhaber sind, müssen Sie bei einem vorliegenden Gemeinschaftsauftrag einen neuen Freistellungsauftrag einrichten. Dabei entscheiden Sie, ob im Jahr der Trennung die gemeinschaftliche Freistellung oder die getrennte gewählt wird.
  • Todesfall:
    Einzel- und Gemeinschaftskonten, die auf den Namen eines Verstorbenen lauten (Nachlasskonten), können wir nicht freistellen. Wenn Sie als hinterbliebener Ehepartner oder eingetragener Lebenspartner einen gemeinsamen Freistellungsauftrag mit dem Verstorbenen eingereicht haben, gilt: Bis zum Ende des Todesjahres können Sie den gemeinsamen Sparer-Pauschbetrag (bis maximal 1602 Euro) noch für alle Konten nutzen, die allein auf Sie lauten. Möchten Sie einen gemeinsam mit dem Verstorbenen erteilten Freistellungsauftrag ändern? Dann tragen Sie bitte auf dem Formular statt der Unterschrift des Verstorbenen seinen Namen, Vornamen und Todestag ein.
  • Umzug ins Ausland:
    Wenn Sie Ihren Wohnsitz ins Ausland verlegen und damit nicht mehr der uneingeschränkten deutschen Einkommensteuerpflicht unterliegen, wird der Freistellungsauftrag ebenfalls ungültig.
Steuerliche Identifikationsnummer

Was ist das?

  • Die steuerliche Identifikationsnummer (IdNr oder auch TIN) wurde im Jahr 2008 eingeführt und besteht aus 11 Ziffern.
  • Sie ist personenbezogen und bleibt ein Leben lang unverändert gültig.

Wozu wird sie benötigt?

  • Die Einführung ermöglicht den Finanzbehörden einen schnelleren und genaueren Datenabgleich rund um das Besteuerungsverfahren.

Wo finde ich die steuerliche Identifikationsnummer?

  • Die steuerliche Identifikationsnummer wurde allen in Deutschland gemeldeten Bürgern in einem persönlichen Anschreiben des Bundeszentralamts für Steuern mitgeteilt.
  • Sie finden die steuerliche Identifikationsnummer auch in Ihrem letzten Einkommenssteuerbescheid.
  • Sollte Ihnen die steuerliche Identifikationsnummer nicht mehr vorliegen, können Sie diese beim Bundeszentralamt für Steuern erneut anfordern.

Wie kann ich der ING-DiBa meine Nummer mitteilen?

  • Am einfachsten teilen Sie uns Ihre steuerliche Identifikationsnummer im Internetbanking mit: Loggen Sie sich ein und klicken Sie auf Service > Steuern > Steuerliche Identifikationsnummer.
  • Oder Sie schicken uns Ihre Identifikationsnummer mit der Post. Denken Sie dabei bitte an Ihre Unterschrift. Und bei Gemeinschaftskonten an beide Unterschriften.
  • Oder Sie erteilen uns einen neuen Freistellungsauftrag bzw. aktualisieren einen bestehenden – auch damit können Sie uns Ihre Identifikationsnummer oder die Ihres Partners mitteilen.
Fristen zur Einreichung des Freistellungsauftrags

Reichen Sie uns Ihren Freistellungsauftrag bitte frühzeitig vor Kapitalertragsgutschrift ein. Die Kapitalertragsteuer wird jeweils zum Ende des Jahres (z.B. Extra-Konto), zum Ende der Laufzeit (z.B. Festgeld) oder jährlich zum Anlagedatum bzw. nach einer Dividendenzahlung berechnet. Ein unterjährig neu beantragter oder erhöhter Freistellungsauftrag kann für bereits realisierte Erträge angewandt werden. Dies kann unter Umständen im Rahmen der nachträglichen Verlustrechnung zu einer Erstattung bereits abgeführter Kapitalertragsteuern führen.

Tipp: Richten Sie Ihren Freistellungsauftrag gleich bequem im Internetbanking ein!

Mitteilungen an die Finanzverwaltung

Jedes Jahr melden wir die Höhe der im vorhergehenden Jahr tatsächlich freigestellten Kapitalerträge unserer Kundinnen und Kunden bis zum 01.03. an das Bundeszentralamt für Steuern. Dazu sind wir gesetzlich verpflichtet. Diese Meldung umfasst:

  • Name, Anschrift und Geburtsdatum des Kunden (bei gemeinschaftlichen Freistellungsaufträgen oder Nichtveranlagungsbescheinigungen auch für den Ehepartner oder eingetragenen Lebenspartner)
  • Wenn wir sie kennen, die Steuerliche Identifikationsnummer
  • Die Höhe der tatsächlich durch Freistellungsaufträge oder Nichtveranlagungsbescheinigungen freigestellten Kapitalerträge

Weitere Informationen erhalten Sie beim Bundeszentralamt für Steuern.

Nichtveranlagungsbescheinigung

Anstelle eines Freistellungsauftrags können Sie eine Nichtveranlagungsbescheinigung vorlegen. In diesem Fall benötigen Sie keinen zusätzlichen Freistellungsauftrag.

Die Nichtveranlagungsbescheinigung können natürliche Personen beantragen, die voraussichtlich nicht zu Einkommensteuer veranlagt werden, weil zum Beispiel nur geringe Einkünfte erzielt werden. Die Nichtveranlagungsbescheinigung wird bei Ihrem Finanzamt beantragt und gilt für maximal drei Jahre.

Auf Wunsch stellt Ihr Finanzamt Ihnen auch mehrere Bescheinigungen aus. Bitte beantragen Sie Ihre Nichtveranlagungsbescheinigung dort frühzeitig – und schicken Sie sie uns schon vor der Gutschrift Ihrer Kapitalerträge.

Wichtig: Ihre Nichtveranlagungsbescheinigung brauchen wir im Original oder als beglaubigte Kopie (beglaubigt durch eine amtliche Stelle oder ein anderes Kredit­institut). Die eingereichte Nichtveranlagungsbescheinigung archivieren wir bei uns.

Mehrere Freistellungsbeträge einrichten

Sie können Ihren Sparer-Pauschbetrag auf verschiedene Kreditinstitute aufteilen. Pro Kreditinstitut können Sie jeweils einen Freistellungsauftrag erteilen, der für alle dort angelegten Konten und Depots gilt. Generell ist die Summe aller erteilten Freistellungsaufträge auf den gesetzlichen Höchstbetrag begrenzt.

Freistellungsauftrag für Minderjährige einrichten

Für Ihre minderjährigen Kinder gibt es einen eigenen Sparer-Pauschbetrag. Sie können uns also für jedes Kind einen Freistellungsauftrag bis zur gesetzlichen Höchstgrenze erteilen. Das geht ganz einfach im Internetbanking.

Keine Zugangsdaten zum Internetbanking? Einfach hier anfordern.

Wichtig: Füllen Sie den Freistellungsauftrag bitte vollständig aus. Dazu brauchen Sie auch die steuerliche Identifikationsnummer Ihres Kindes. Diese Nummer haben Sie vom Bundeszentralamt für Steuern bekommen.

Reihenfolge, in der der Freistellungsauftrag verbraucht wird

Die Reihenfolge in der der Freistellungsauftrag verbraucht wird, kann nicht beeinflusst werden. Bei Ausschüttung werden die angefallenen Zinsen, Dividenden und Kursgewinne der zeitlichen Reihenfolge nach automatisch mit dem eingereichten Sparer-Pauschbetrag verrechnet. Dabei ist es unerheblich, ob es sich um Einzel- oder Gemeinschaftskonten handelt.

Voraussetzungen für den / die Auftragssteller

Bitte beachten Sie folgende Voraussetzungen für Ihren Freistellungsauftrag:

  • Wohnsitz:
    Einen Freistellungsauftrag können Sie erteilen, wenn Sie Ihren steuerlichen Wohnsitz in Deutschland haben.
  • Unterschriften bei Ehepaaren / eingetragenen Lebenspartnern:
    Erteilen Sie einen Einzel-Freistellungsauftrag, ist nur Ihre Unterschrift erforderlich – auch, wenn Sie verheiratet / verpartnert sind. Wenn Ehepaare / eingetragene Lebenspartnerschaften einen gemeinschaftlichen Freistellungsauftrag erteilen, muss dieser von beiden Ehepartnern / eingetragenen Lebenspartnern unterschrieben werden.
  • Gemeinschaftskonten:
    Gemeinschaftskonten von nicht miteinander verheirateten / verpartnerten Kontoinhabern können nicht freigestellt werden.
  • Minderjährige:
    Für Konten Minderjähriger ist ein separater Freistellungsauftrag erforderlich.
Ehegatten-/Lebenspartnerübergreifende Verlustverrechnung

Die Banken sind gesetzlich verpflichtet, eine sogenannte ehegatten-/lebenspartnerübergreifende Verlustverrechnung durchzuführen. Diese erfolgt einmal jährlich für den zugrundeliegenden Abrechnungszeitraum. Voraussetzung für die ehegatten-/lebenspartnerübergreifende Verlustverrechnung ist ein gemeinschaftlicher Freistellungsauftrag des Ehepaares/der eingetragenen Lebenspartner. Dabei ist es unerheblich, wann der Freistellungsauftrag eingerichtet wird.

Haben Ehepaare/Lebenspartnerschaften ihren gemeinschaftlichen Sparer-Pauschbetrag bereits bei anderen Kreditinstituten ausgeschöpft oder soll explizit nur die ehegatten-/lebenspartnerübergreifende Verlustverrechnung durchgeführt werden, so kann ein gemeinschaftlicher Freistellungsauftrag über 0,00 Euro gestellt werden.

Wenn Ehepaare/Lebenspartner keine ehegatten-/lebenspartnerübergreifende Verlustverrechnung möchten, kann jeder Ehepartner/Lebenspartner einen Einzel-Freistellungsauftrag stellen. Hierbei ist der Höchstbetrag für Einzel-Freistellungs­aufträge zu beachten und zu berücksichtigen, dass nur die Kapitalerträge der Einzelkonten des jeweiligen Partners beim Sparer-Pauschbetrag angerechnet werden.

Konten von der Freistellung ausschließen

Es ist nicht möglich, ein Konto oder Depot von der Freistellung auszuschließen.


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