Carsten Brzeskis Blog

Der Chefvolkswirt der ING äußert sich kurz und prägnant zu aktuellen volkswirtschaftlichen Entwicklungen und Ereignissen. Die konjunkturellen Entwicklungen in Deutschland und Europa, Entscheidungen der Zentralbanken sowie Trends an den internationalen Finanzmärkten bilden dabei die Schwerpunkte seiner Kommentare.

Carsten Brzeski, Chefvolkswirt der ING

Seit März 2013 ist Carsten Brzeski Chefvolkswirt der ING. Er ist seit Anfang 2008 Mitglied des Research Teams der ING Bank und anerkannter Experte für wirtschaftliche und politische Entwicklungen in Deutschland und Europa, einschließlich der Geldpolitik der EZB.

 

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Chart of the Week

Diese Woche findet mit der CEBIT in Hannover wieder eine der wichtigsten Messen für Informationstechnik statt. Ob künstliche Intelligenz, Drohnen, fliegende Taxis oder der digitale Workspace – seit Montag können wieder neueste Entwicklungen und Trends im Digitalisierungsbereich bestaunt werden. Und die schreiten schnell und unablässig voran.

Die Roboter kommen (doch nicht?)

Vor gut drei Jahren veröffentlichten wir unsere Studie „Die Roboter kommen“. Seitdem tobt in Deutschland eine nahezu religiöse Debatte über die möglichen Folgen von Automatisierung und Digitalisierung für den Arbeitsmarkt. Es ist wichtig, in dieser Diskussion einen kühlen Kopf zu bewahren, denn in der Wirtschaftswissenschaft gibt es kein „richtig“ oder „falsch“. Lassen wir daher die Fakten sprechen. Und die zeigen, dass trotz Wirtschaftsboom und Rekord-Beschäftigung Automatisierung und Digitalisierung schon erste Spuren hinterlassen.

Chart of the Week

In weniger als einer Woche ist es soweit: Die Begegnung zwischen Gastgeber Russland und Saudi-Arabien wird am kommenden Donnerstag die 21. Fußball-Weltmeisterschaft eröffnen. Die einen werden nur alle zwei Jahre zu den internationalen Turnieren zum Fan, für die anderen sind die Spiele ihres Vereins das höchste der Gefühle und die Nationalmannschaft nur ein Lückenfüller. Aber auch wenn so mancher Fußballfreund bereits angekündigt hat, sich dem TV-Event zu verweigern – in den kommenden Wochen dürften wieder fast überall in deutschen Wohnzimmern und Eckkneipen die Fernsehgeräte heißlaufen.

Italienischer Warnschuss

Die Finanzmärkte haben sich erst einmal wieder beruhigt. Die populistische Regierung, deren Antritt erst Grund für Panik war, deren kurzfristiges Ende noch mehr Grund für Panik war, ist jetzt doch wieder am Zug und die Finanzmärkte freuen sich plötzlich. Logik geht anders. Kurzfristig war und ist die Angst vor einem Italexit oder noch besser Quitaly überzogen und selbst unberechtigt.

Aktuelles über die Märkte im Juni

Carsten Brzeski berichtet im Rahmen seiner monatlichen YouTube-Beiträge unter dem Motto "Neues über die Märkte, Neues aus der Wirtschaft" über aktuelle volkswirtschaftliche Ereignisse und Entwicklungen, Entscheidungen der EZB sowie Trends an den internationalen Finanzmärkten.

Chart of the Week

So lange wie zuletzt in Deutschland hat die italienische Regierungsbildung dann doch nicht gedauert. Nachdem Staatspräsident Sergio Mattarella zuletzt verstärkten Druck auf die Parteien im Parlament ausgeübt hatte, fanden sich nach mehreren erfolglosen Konsultationsrunden die rechtsgerichtete „Lega“ und die Protestbewegung „5 Sterne“ zu einer Allianz zusammen, die ausländischen Beobachtern zunächst merkwürdig erscheinen mag.

Chart of the Week

Eine stockende Öl-Produktion in Venezuela, eine gestiegene Nachfrage und nicht zuletzt die Aufkündigung des Iran-Deals seitens Trump letzte Woche haben die Ölpreise seit Mitte 2017 wieder nach und nach ansteigen lassen. Erstmals seit dreieinhalb Jahren ist der Preis für die Ölsorte Brent diese Woche wieder über das Niveau von 80 Dollar pro Barrel Öl geklettert.

Chart of the Week

Vermutlich denken auch Sie am kommenden Sonntag an Ihre Mutter und machen ihr vielleicht auch mit Blumen oder anderen Geschenken eine Freude. Aber wussten Sie, dass dieser Tag ursprünglich einen politischen Hintergrund hat?

Chart of the Week

Nicht nur Finanzminister Olaf Scholz hat diese Woche seinen Haushaltsentwurf für die kommenden Jahre vorgestellt. Auch die EU-Kommission hat einen ersten Budget-Entwurf für die Periode 2021 bis 2027 präsentiert. Es ist der erste langfristige Haushalt der EU ohne Großbritannien. Während der eine Haushaltsentwurf recht ambitionslos daherkommt, aber ohne größere Probleme verabschiedet werden sollte, ist der andere durchaus ambitioniert, aber wird es schwer über die 27-er Hürde schaffen.

Magie oder Illusion

Magische Zahlen oder Grenzen erfreuen sich an den Finanzmärkten immer wieder einer großen Beliebtheit. Die 12.000-Grenze beim DAX, die Nullgrenze beim Leitzins oder Parität von Euro und US-Dollar. Jede dieser Grenzen versetzt Finanzmärkte in Spannung. Werden sie erreicht oder nicht? Dabei sind all diese magischen Grenzen eigentlich komplett arbiträr und mit keinem einzigen Automatismus verbunden. Man könnte diese magischen Grenzen daher eigentlich ziemlich schnell ins Reich der Fabeln verbannen, wären Finanzmärkte rational. Sind sie aber nicht.