Carsten Brzeskis Blog

Carsten Brzeski, Chefvolkswirt der ING-DiBa

Der Chefvolkswirt der ING-DiBa äußert sich kurz und prägnant zu aktuellen volkswirtschaftlichen Entwicklungen und Ereignissen. Die konjunkturellen Entwicklungen in Deutschland und Europa, Entscheidungen der Zentralbanken sowie Trends an den internationalen Finanzmärkten bilden dabei die Schwerpunkte seiner Kommentare.

Über Carsten Brzeski

Seit März 2013 ist Carsten Brzeski Chefvolkswirt der ING-DiBa. Er ist seit Anfang 2008 Mitglied des Research Teams der ING Bank und anerkannter Experte für wirtschaftliche und politische Entwicklungen in Deutschland und Europa, einschließlich der Geldpolitik der EZB.

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Archiv


Chart of the Week

24.03.2017

Niedrige Zinsen sollen sowohl die Kreditvergabe erleichtern als auch die Attraktivität des Sparens verringern – gleichzeitig sollen so die Alternativen „Konsum“ und „Investition“ relativ zum Sparen attraktiver werden. Beides soll der wirtschaftlichen Belebung und somit den Preisen auf die Sprünge helfen. In einer Umfrage der ING-DiBa in 13 europäischen Ländern sowie Australien und den USA zeigte sich, dass diese Rechnung auch zumindest teilweise aufgeht.

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Chart of the Week

17.03.2017

Seitdem sie in den 1950er Jahren durch Filme wie „Gefahr im Weltall“ Eingang in die Popkultur fanden, hat sich an der Wahrnehmung von Robotern einiges geändert. Im weitesten Sinne androide (menschenähnliche) Roboter wie C-3PO aus „Star Wars“ oder Data aus „Star Trek“ bleiben fast ausschließlich der Science Fiction vorbehalten. Maschinelle Arbeit hingegen ist aus der industrialisierten Gesellschaft nicht mehr wegzudenken und wird den Arbeitsmarkt weiterhin grundlegend verändern.

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Chart of the Week

10.03.2017

Bei der gestrigen Pressekonferenz präsentierte sich EZB-Präsident Mario Draghi etwas aggressiver als es das Pressestatement vermuten ließ. Zwar wurde weiterhin die Fortführung der lockeren Geldpolitik betont, das jüngste Anziehen der Inflationsraten als vorübergehend eingestuft und am QE-Programm nichts geändert. Aber die Risiken, welche die Konjunkturaussichten der Eurozone betreffen, seien weniger ausgeprägt und die Notwendigkeit, geldpolitische Maßnahmen zu ergreifen, ebenso. Auch die Märkte pflichten dem mit Blick auf die bevorstehende Wahl nächste Woche in den Niederlanden bei.

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Verkannter Riese

06.03.2017

Die Spannung nimmt zu und die Angst an den Finanzmärkten geht wieder um. Risikoprämien auf Staatsanleihen steigen und Investoren fangen wieder einmal an, auf ein Auseinanderbrechen der Eurozone zu spekulieren. Wenn Populisten in den Niederlanden und in Frankreich das Ruder übernehmen, sind die letzten Stunden des Euros gezählt. So jedenfalls die Argumentation der Finanzmärkte. Natürlich scheint nach Trump und Brexit jedes noch so absurde Szenario auf einmal möglich. Wahrscheinlicher wird es dadurch aber trotzdem nicht. Im Gegenteil.

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Chart of the Week

03.03.2017

Ende 2016 wurden im Rahmen einer Umfrage der ING-DiBa fast 15.000 Verbraucher in 13 europäischen Ländern sowie Australien und den USA zu ihrem Sparverhalten und dem Einfluss niedriger Zinsen befragt. Speziell im deutschsprachigen Raum wird dem Sparen als solchem offenbar ein Wert jenseits funktionaler Aspekte zugemessen. Gut denkbar, dass hier die klassische Vorstellung von Sparen als Tugend ihren Niederschlag findet – und sich viele Deutsche und Österreicher in Zeiten niedriger Zinsen für ihr tugendhaftes Verhalten nicht ausreichend belohnt fühlen.

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