Zunehmende Automatisierung gefährdet mehr als
18 Mio. Arbeitsplätze
in Deutschland

05.05.2015 | Frankfurt am Main – In den kommenden Jahren kann es durch die zunehmende Automatisierung zu gravierenden Veränderungen auf dem deutschen Arbeitsmarkt kommen. Roboter werden zukünftig verstärkt den Menschen als Arbeitskraft ersetzen oder sich einen Arbeitsplatz mit ihm teilen. 18,3 Millionen Arbeitsplätze in Deutschland sind innerhalb der nächsten zehn bis 20 Jahren durch die „Robotisierung“ bedroht. Dies sind die Ergebnisse einer volkswirtschaftlichen Analyse der ING-DiBa. "Dieser gravierende Wandel wird gewaltige Spuren auf dem Arbeitsmarkt hinterlassen und ein hohes Maß an Flexibilität und Anpassungsfähigkeit von den Arbeitnehmern erfordern", erläutert Carsten Brzeski, Chefvolkswirt der ING-DiBa.

Weiterhin gute Aussichten für Führungskräfte und Akademiker

Doch nicht alle Arbeitsplätze sind gleich gefährdet. Führungskräfte, sowie Akademiker in wissenschaftlichen und kreativen Berufen unterliegen der geringsten Wahrscheinlichkeit einer Automatisierung. Berufe, die eine Spezialisierung oder Expertenwissen erfordern, sind ebenfalls kaum betroffen. Dagegen werden administrative Tätigkeiten mit hoher Wahrscheinlichkeit einer Automatisierung unterliegen.

Laut Analyse sind folgende fünf Berufe am meisten betroffen:

  • Büro- und Sekretariatskräfte (1,9 Millionen Arbeitsplätze)
  • Hilfskräfte für Post- und Zustelldienste sowie Lagerwirtschaft (1,5 Millionen Arbeitsplätze)
  • Verkäufer (1,2 Millionen Arbeitsplätze)
  • Hilfskräfte in der Reinigung (1,1 Millionen Arbeitsplätze)
  • Gastronomieservicekräfte (661.570 Arbeitsplätze).

Alleine durch den Einsatz von Drohnen, durch automatisierte Abläufe in Lagerhallen und im Transport könnten demnach bis zu 1,5 Millionen Arbeitsplätze ersetzt werden. Insgesamt machen alleine die fünf genannten Berufe 6,3 Millionen gefährdete Arbeitsstellen aus.

Nicht nur Risiken sondern auch Chancen durch zunehmende Automatisierung

Die genannten Entwicklungen bedeuten laut ING-DiBa Chefvolkswirt Carsten Brzeski aber nicht nur Risiken, sondern auch Chancen: "Bei jedem technologischen Fortschritt gibt es Gewinner und Verlierer. Auch jetzt werden durch die zunehmende Automatisierung wieder neue, andere Arbeitsplätze entstehen. Die deutsche Wirtschaft sollte diese Herausforderung angehen."

Die komplette Analyse kann unter folgendem Link abgerufen werden: https://www.ing-diba.de/ueber-uns/presse/publikationen

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