Spitze bleiben!

Ein Ausblick auf die Weltwirtschaft und die Finanzmärkte in 2018 | 22.12.2017

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© Jordan Siemens – gettyimages.com

Jeder Sportler weiß, wie schwierig es ist, an die Spitze zu gelangen. Noch schwieriger ist es allerdings, oben zu bleiben. Spitze bleiben! Dieses Motto gilt 2018 für die Weltwirtschaft und sicherlich auch die Finanzmärkte.

Das Jahr 2017 war eine positive Überraschung. Fürchteten nach Brexit und Trump anfangs viele noch Nexit und Frexit, so hat das schlichte Wegfallen der größten politischen Risiken zusammen mit niedrigen Zinsen und einem schwachen Euro die Eurozone zur großen positiven Überraschung des Jahres gemacht. Aber auch in anderen Regionen lief die Wirtschaft gut. In den USA hofft man eigentlich schon das ganze Jahr über, dass Präsident Trump irgendwann einmal mit wirklichen Wachstumsmaßnahmen kommt, während sich die Schwellenländer weiter stabilisierten und China den Übergang vom exportorientierten Modell hin zu einer mehr inländisch-orientierten Wirtschaft besser als erwartet schafft. Und so erlebte die Weltwirtschaft ihr stärkstes Jahr seit 2010.

Auf den ersten Blick spricht wenig dagegen, dass 2018 nicht auch sehr positiv wird. Die Eurozone läuft gerade erst so richtig warm und die Rahmenbedingungen, wie niedrige Zinsen und ein schwacher Euro, bleiben positiv. In den USA ist Präsident Trump gerade drauf und dran, wenigstens etwas von seinen Steuerplänen umzusetzen und die gestiegenen Rohstoffpreise sollten einigen Schwellenländern einen weiteren Schub geben.

Heißt es für 2018 also einfach nur "Party on"? Nicht so schnell. Denn die Weltwirtschaft kann im Laufe des kommenden Jahres auch einige Rückschläge erleiden. So ist es zum Beispiel überhaupt nicht sicher, dass Trumps großartige Steuererleichterungen auch wirklich die US-Konjunktur begeistern. Es wäre nicht das erste Mal, dass Wirtschaftsakteure einer schlecht finanzierten Steuerreform skeptisch gegenüber stehen. Denn niedrige Steuern heute sind häufig höhere Steuern morgen. Die italienischen Wahlen könnten die politischen Risiken schneller als erwartet nach Europa zurückbringen, Brexit gibt es ja auch noch und Unentschlossenheit bei weiteren Reformen der Währungsunion könnte die aktuelle Eu(ro)phorie genauso schnell wieder ersticken wie sie gekommen ist.

Und dann sind da natürlich noch die Zentralbanken. Vor allem in den USA und der Eurozone nimmt die Gefahr einer zu starken geldpolitischen Reaktion auf starkes Wirtschaftswachstum und steigender Inflation auf dem Rücken höherer Ölpreise zu. Es wäre nicht das erste Mal, dass Überreaktionen von Notenbanken den nächsten Abschwung einläuten.

Soweit sollte es allerdings nicht kommen. Vor allem die Zentralbanken sind sich ihrer Aufgabe sehr gut bewusst. Und so wird das Jahr 2018 wohl eher das Jahr des Übergangs. Das Jahr, in dem sich das Wachstum auf hohem Niveau stabilisiert. Aber auch das Jahr, in dem die Notenbanken vorsichtig ein neues Gleichgewicht suchen. Eine Begleiterscheinung dieser Phase des Übergangs ist höhere Volatilität. Am Ende dieser Phase sollte ein Gleichgewicht stehen, bei dem die Volkswirtschaften etwas weniger abhängig von der Politik des extrem billigen Geldes sind.

Wie bei Spitzensportlern nimmt auch bei der Weltwirtschaft bei großen Erfolgen die Erwartungshaltung zu. Die Voraussetzungen für ein weiteres starkes Jahr sind 2018 gegeben. Leistungsschwankungen sind dabei allerdings nicht auszuschließen.

Dieser Artikel erschien ursprünglich im Blog unseres Chefvolkswirts Carsten Brzeski.


Ihre Meinung

Kommentare (14)


Kommentare

Stoffe

13.04.2018

Die Ing-Diba ist eine der Besten Banken. Zinsen 0,1 auf Tagesgeld sollte nicht mehr viel schlechter werden. Die Gebühren etwas hoch im Trading 2018, ist noch erträglich, das darf allerdings nicht mehr schlechter werden. Passt.


Axel

29.01.2018

Ich fürchte, die Bank wird mal mit dem Handy Banking auf die Nase fallen, weil es gehackt wird. Ist nur eine Frage der Zeit. Ich halte davon gar nichts und mache es auch nicht.


Gog

20.01.2018

Sachlich ausgewogen, leider mit Fehlern in Zeichensetzung und Grammatik


Birgit

19.01.2018

ING-DiBA sollte zukünftig ein Konto für Gewerbe anbieten.
Privat bin ich sehr zufrieden mit der Bank!


Wuffi

19.01.2018

Für mich die beste Bank auf dem Markt. Webseite in Struktur, Logik und Einfachheit perfekt. Mobile Banking super einfach. An dem, was zu anderen Banken noch fehlt, wird bereits gearbeitet. Rundum Telefonservice. Und all das für 0,- Euro.


pitfoe

18.01.2018

war schon viel besser


Hans S.

18.01.2018

Als aktiver Wertpapier Anleger und Trader kann ich keine Sekunde in die Zukunft der Börsenkurse schauen. Ich kann nur Prognosen für die Zukunft erstellen, die je weiter der zeitliche Horizont ist, auch ungenauer werden. Wirtschaftliche Prognosen stützen sich auf das erwartete wirtschaftliche, und politische Umfeld. Jede neue Nachricht kann die Prognose verändern oder kippen.
Meine persönliche Prognose ist, dass die Aktienmärkte ab Februar weiter steigen werden. Im Mai wird es eine Delle nach unten geben, aber bis August werden die Kurse weiter steigen. Die höchsten Kurse werden wir aber erst zum Jahresende erreichen.
Bitcoins werden zum Jahresende sicherlich keine 20 K$ mehr kosten. Unternehmen, die sich mit der Technik der Crypowärhung, elektronischen Gesundheitsdaten, optoelektronischen Qualitätskontrolle oder Chipkarten zur Identitätsprüfung befassen, werden überdurchschnittlich an Wert zulegen.
In meinem Depot habe ich deshalb Papiere von Adobe, Amadeus IT, Compogroup, Nvidia, Viscom und Wirecard. Ob ich richtig liege, wird das laufende Jahr zeigen. Alle Positionen sind mit Stoppkursen abgesichert, um vor negativen Überraschungen geschützt zu sein.
Ich bin aber nur Kunde der Ing-DiBa und vertrete nur meine eigene Meinung.


Kurz und Bündig

18.01.2018

JA Barbara, ich schließe mich Dir an.
Kommt mir irgendwie aus der Politik bekannt vor.


Barbara

17.01.2018

Ich schließe mich dem Jochen an. Viel geredet und nichts gesagt. Erfahren hat man nichts, also schade um die Zeit des Lesens.


C . B. P.

17.01.2018

Ich bin auf jeden Fall zufrieden. 365 Tage Service. Wo gibt es das sonst schon umsonst.


Jochen

07.01.2018

Da hat er sich ja prima um eine Einschätzung für 2018 herumgemogelt. Immer nach der Devise "Prognosen sind schwierig, vor allem wenn sie die Zukunft betreffen".


Karl-Heinz

30.12.2017

Faire und leistungsstarke Bank mit zeitgemäßer Kundenorientierung. Ausgezeichnete Wertpapierplattform


M

30.12.2017

Habe alles, was eine Bank von den Kunden möchte.Ein Girokonto,Festgeld,Sparbrief und ein Depot. Bin damit sehr zufrieden und seit 1999 bei dieser Bank.Alles gute fürs nächste Jahr . Frau M.


Karin

29.12.2017

Bin sehr angetan von der Bank!!!!!!!!!!!!!!!!!!!