Nachrüstung für Diesel- und alte Autos

Was geht, was nicht und was ist überhaupt sinnvoll? | 01.10.2018

Auto nachrüsten

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Knapp 64 Millionen Fahrzeuge waren zu Beginn 2018 in Deutschland zugelassen, die Auswahl an Produkten zur Nachrüstung ist vielfältig. Beim Aufrüsten gilt es einiges zu beachten – ein besonderer Fall sind vom Diesel-Skandal betroffene Fahrzeuge.

Je älter das Auto, desto mehr mögliche Nachrüstung

Es liegt mehr im persönlichen Empfinden als an der Jahreszahl, ab wann ein Auto „alt“ ist. Manche Fahrer brauchen alle zwei Jahre ein neues Modell, andere zählen Fünfjahreswagen noch zur Kategorie „neu“. Geht es um Nachrüstung, gilt eine Grundregel: „Je neuer das Auto, umso schwieriger wird es. Gerade bezüglich Assistenzsystemen. Die Software läuft über einen Daten-BUS, da kommt man nur schwerlich hinein“, erklärt Vincenzo Lucà vom TÜV Süd. Bei Autos aus den 90er Jahren sei das oftmals einfacher: „Nach dem Plug and Play-Prinzip lassen sich hier einfache elektrische Systeme, wie z. B. Lautsprecher und Mikro, anschließen.“

Assistenzsysteme

Einparkhilfen und Regensensoren gehören zu den einfacheren und günstigeren Assistenzsystemen, die sich unkompliziert nachrüsten lassen – das aber bitte in einer Fachwerkstatt. Prinzipiell ist es ratsam, auf Herstellerprodukte zurückzugreifen, die auf das entsprechende Modell zugeschnitten sind. Technische High Class-Varianten wie die Übertragung des Handyinhaltes auf das Display des Bordcomputers lassen sich nur in neuere Fahrzeuge integrieren. Systeme wie Apple Car Play oder Android Auto könnten z.B. bei einigen VW-Modellen von 2016 noch nachgerüstet werden, sagen ADAC-Experten. Bei älteren Autos sollten technische Voraussetzung und Kompatibilität in einem Fachbetrieb geprüft werden, dann können hier ggf. auch alternative Systeme nachgerüstet werden.

Alarmanlagen

Der wichtigste Grund für den Einbau einer Alarmanlage ist der Diebstahlschutz. Statistisch betrachtet ist die Anzahl gestohlener Autos in den vergangenen 20 Jahren gesunken, was aber eben auch mit dem serienmäßigen Einbau von Alarmanlagen zusammenhängt. Gerade Besitzer älterer Wagen hängen an diesen oft besonders, die Erstattung der Versicherung reicht bei Diebstahl meistens nicht für einen neuen. Alarmanlagen beruhen auf einem nicht sichtbar eingebauten Elektronikbaustein, der je nach Einstellung der Sensoren auf Erschütterung, eingeschlagene Scheiben etc. reagiert. Der Alarm läuft dann über eine integrierte Sirene oder die Autohupe. Die Elektronik kann auf Wunsch sogar Fahrzeughalter oder ein Alarmcenter per SMS informieren, dann fallen allerdings regelmäßige Gebühren an. Je nach Alter und Grundausstattung des Autos bieten sich verschiedene Modelle auch zum Eigenanbau an, die bei 150 Euro anfangen. Bei hochwertigeren Fahrzeugen, bei denen die Alarmanlage in die Bordelektronik integriert werden muss, ist der Einbau bedeutend teurer, weil er in einer Werkstatt vorgenommen werden muss.

Dicke Luft um den Diesel

Seit drei Jahren ist der Diesel-Skandal eines der beherrschenden Nachrichten-Themen, viel getan hat sich bei der Lösung des Problems um manipulierte Abgaswerte allerdings noch nicht. Verschärft hat sich die Diskussion, seit das Bundesverwaltungsgericht Anfang des Jahres Fahrverbote für zulässig erklärte. Betroffen davon sind hauptsächlich Großstädte, in denen die Stickoxidbelastung, verursacht hauptsächlich von Dieselfahrzeugen, zu hoch ist. „Wer uneingeschränkt in Städten fahren will, sollte sich heute besser kein Dieselfahrzeug mit Euro-Norm 5 oder gar niedriger mehr kaufen“, sagt Anja Smetanin vom Auto Club Europa (ACE). Doch was tun die, die bereits einen haben? Hier gilt es zu unterscheiden: Halter von Fahrzeugen, deren Abgaswerte manipuliert wurden, müssen nach schriftlicher Aufforderung des Herstellers ein Software-Update vornehmen lassen. Das ist Auflage des Kraftfahrtbundesamtes, andernfalls droht die Stilllegung des Fahrzeugs. Der Hersteller trägt in diesem Fall die Kosten für das Update, das Abgasreinigung wieder nach gesetzlichen Vorgaben reguliert. Es gibt auch Hersteller, die das Software-Update als Service anbieten. Die übrigen Halter können es vornehmen lassen, müssen dann aber selbst zahlen. Nur: „Das Software-Update mindert zwar die Emissionen, aber nicht stark genug, um damit vor Fahrverboten gefeit zu sein. In die Stuttgarter Innenstadt dürften Sie zum Beispiel dennoch nicht“, erklärt Smetanin. Die Minderungsrate liegt nach einem Software-Update bei 20% bis 30%.

Diesel-Umrüstung mit SCR-Kat

Der SCR-Kat ist ein Katalysator, der gezielt nur die Stickoxide in den Abgasen eines Fahrzeugs reduziert – und das je nach Randbedingungen zwischen 50% und 95%. SCR steht dabei für „selektive katalytische Reduktion“. Dieselmodelle, die bereits über diese Technologie verfügen, erfüllen die Abgasnorm Euro 6. Dieselmodelle mit Euro-Norm 5 können nachgerüstet werden, was allerdings mit hohen Kosten verbunden ist, die je nach Modell noch variieren. Im Nationalen Forum Diesel, in dem Experten die Dieselproblematik verhandeln, schwanken die Angaben je nach politischem Lager und Nähe zur Autoindustrie zwischen 1.500 und 8.000 Euro pro Fahrzeug. „So lange zwischen Bundesumwelt- und Bundesverkehrsministerium nicht geklärt ist, was die Umrüstung tatsächlich kostet und wer sie vor allem bezahlt, kann der Verbraucher herzlich wenig tun“, stellt die Expertin vom ACE fest. Bisher weigern sich die Hersteller, die Kosten – auch nur zum Teil – zu tragen. „Wir empfehlen eine solche Umrüstung. Elementar ist allerdings, dass danach die Höherstufung auf die Euro-6d-Norm vom Hersteller bestätigt und in den Fahrzeugpapieren vermerkt wird. Leider ist die Politik auch hier im Verzug, da es für die sogenannte Umschlüsselung in den Fahrzeugpapieren einer rechtlichen Regelung bedarf.“ Selbst wenn Kontostand und ökologisches Gewissen hoch im Plus stehen, macht eine Umrüstung auf eigene Initiative daher (noch) keinen Sinn.
 
Fahrzeuge mit einer Euro-Norm unter 5 sind von Nachrüstungen aller Voraussicht nach ausgenommen und an die Diesel-Fahrverbote gebunden. Bis die Situation hinreichend geklärt ist, wird offenbar mindestens noch ebenso viel heiße Luft wie Feinstaub in die Luft geblasen.

Autor: ING-DiBa 


Ihre Meinung

Kommentare (26)


Kommentare

RRK

13.10.2018

Der Dieselskandal ist ein Skandal im doppelten Sinne:
1. Der Betrug der Automobilindustrie an den Kunden und
2. Der Betrug am Kunden durch die Lobbyisten in der Regierung, die keinerlei nachvollziehbare Entscheidung triff.
Als Demokrat ging ich bislang davon aus, dass der, der Unrecht tut, bestraft wird.
Bislang sind es die Kunden (Dieselautobesitzer) die als die schwarzen Schafe behandelt werden: Fahrverbote, Preisverfall seines Autos, dass erst ein wenige Jahre alt ist und durch erhöhte Kosten für einen Dieselmotor erworben wurde.
In den USA wurden die Verbraucher/Kunden entschädigt. Solange dies hier in Deutschland nicht geschieht, wird die Politikverdrossenheit in diesem Land weiter zunehmen. Hier werden die Politiker durch die Autolobby am Nasenring durch die Arena gezogen. Wie soll man in diesem Land seinen Kindern noch erklären, was Recht und Gesetz ist, wenn nur der Normalbürger für Unrecht vor dem Kadi steht.
Armes Land!


Ben Kalmbach

11.10.2018

Da spart man sich sein Werkzeug zusammen um hauptsächlich seinem Recht auf Arbeit nachzukommen, leistet sich den Luxus eines grüne Punktes & dann soll man 60.000 km später seine Muli gegen ein E-Auto ersetzen. Obwohl schon beschlossen ist das die Kraftwerke abgeschaltet werden!?!?
Also mein Angebot lautet, bietet mir einen Ethanol-Motor mit gleichen wirtschaftlichen, monetäre Eigenschaften... Oder einen fliegenden Teppich.

Weil ein E-Auto kommt für ich erst in Frage, wenn Politik und Verwaltung mit Beispiel vorangehen.

keine Mobilität = keine Erwerbsmöglichkeit = keine Lohnsteuer und für mich kein Mampf...

Sicher findet sich eine realisierbare win-win Situation. Dazu müssen aber alle ihren Teil dazu beitragen.

Wir schaffen das... Aber jetzt muss ich weiter schaffa!!

Lg: B.K


Hans

09.10.2018

@ Günter Heilmann
Da gebe ich dir voll recht.

Aber auch die Autobauer bzw. die Firmen in denen massiv Kapital steckt, die Global Player - die Riesen....alle von denen Betrügen und Lügen und das kommt nach und nach ans Licht.

Ich fordere Spaltungen und wieder kleinere Firmen, die auch sozialer sind.

Statt die großen Einkaufsparadiese (mit Marken) etc. lieber wieder was wie Tante Emma. Dann muss man halt Getränke beim Getränkemarkt kaufen, Kleinigkeiten bei Tante Emma und Obst beim Obsthändler / Obst Stand. Die Menschen früher konnten damit auch leben und kamen damit klar.

Wer sagt der hat dafür keine Zeit, der soll weniger an den Konsolen zocken, weniger auf sein Smartphone glotzen und nicht ständig in Facebook - WhatsApp - Instagram etc. Stunden verbringen.
- Mütter (Väter) vernachlässigen ihre Kinder.
- Gesundes essen (kochen) und Haushalt werden kaum gemacht.
- usw.
- usw.

Es ist schon pervers was Amazon, Google, Apple für eine Marktmacht haben.
Die sollten nur 10% davon in Projekte investieren in den armen Ländern, dann kommen die auch nicht alle nach Amerika und Europa.
Aber kein Geld rüber geben, bekommen sowieso nur wieder Diktatoren und die falschen.
Sie sollten drüben Dörfer mit Schule, Polizei, Spielplätze usw. bauen. Wasserversorgung, Anbau (Getreide, Baumwolle, etc.), Tiere usw.
Aber darauf achten das alles gemischt ist, keine Monokulturen.


Günter Heilmann

08.10.2018

Politiker kann man nicht mehr ernst nehmen!


Betriebswirt

08.10.2018

Da auf die reinen Herstellungskosten eines Autos nur 25 Prozent eines Autopreises entfallen (sogenannte Stückkosten) ist schon klar, dass selbst bei einem Preisnachlass von 6000 Euro noch genug vom Kaufpreis eines Autos übrigbleibt um einen Großteil der Allgemeinkosten (Verwaltung , Marketing , Verwaltung etc ) zu decken. Da dürfte sogar noch ein Gewinnanteil drin sein. Daher ist schon klar, warum die Autoindustrie eine Umtauschprämie will. Von einer Nachrüstung wird nicht ein Auto mehr verkauft und damit auch kein Anteil des Kaufpreises für die Allgemeinkosten erwirtschaftet. Also ist die Umtauschprämie wieder nur eine Marketingmaßnahme der Autoindustrie. Die Umtauschprämie hatten wir ja schon mal und da wurden viele gute Autos auf den Schrott gepackt. Umwelttechnisch ist die Umtauschprämie auch unsinnig, da der Verbrauch an Rohstoffrecourcen für ein Neufahrzeug weit höher ist als bei der Nachrüstung von Altfahrzeugen (auch bei Diesel 4).


Michael Meyr

07.10.2018

Ich habe kein Auto und auch nicht, vor mir eines zu kaufen. Und mit jeder neuen Diesel-Schlagzeile bin ich froh über diese Entscheidung.


Rudolf Baaske

07.10.2018

Betrifft: Co2 ( Kohlendioxidausstoß ) und NO2 ( Stickstoffoxidausstoß ) bei Autoverbrennungsmotoren!
Nach neuester Technik von MAN gibt es schon für Neue LkW und Busse fast gar keinen Schadstoffausstoß!
Warum? Wird das nicht auch bei allen Pkw-Herstellern so gemacht?
bzw. gibt es immer noch kein vernünftiges Nachrüstprogramm der Autoindustrie? Das Notfalls über die Kfz.-Steuer begünstigt wird?
Die Regierung einen vernünftigen Vorschlag unterbreitet wo alle mit leben können zum Vorteil für alle und unserer Gesundheit für die Zukunft?
Gruß von
Rudolf Baaske


Karl-Heinz Ziemssen

07.10.2018

Ganz gleich, ob nun der Diesel oder der Benziner auf den Prüfstand der Öko-Aktivisten gestellt wird, im Ergebnis bleibt alles fragwürdig.
Tatsächlich wurden den Regierungen Untersuchungsergebnisse ver-kauft, die wissenschaftlich im höchsten Maße strittig sind.
Typisch darüber hinaus die Reationen der lieben US-Amerikaner, denen letztlich jedes Mittel wie gerufen kam, um die deutsche Automobil-industrie zu sabotieren. Die horrenden Strafen der US-Gerichte machen auch da wieder deutlich, daß man es nicht zulassen will, daß die ameri-kanischen Autohersteller Einbussen hinnehmen müssen.
Man sollte also darüber nacjdenken, wohin uns die Akteure treiben. Mit Öko-Schutz hatten die Amis noch nie etwas am Hut !!


Martin

07.10.2018

Einfach abwarten und Diesel behalten! Sollte ein Fahrverbot erlassen werden und Ihr müsst dann gerade (als Pendler) in diese Zone , dann fahrt Öffi vom P&R - das hilft der Umwelt wirklich.
Alle Kommentatoren, die Hier VW-Bashing betreiben sei gesagt, dass alle ("a-l-l-e") anderen Hersteller ebenfalls den Sinn der EU-Abgasgesetzgebung verletzt haben (Stichwort "Thermofenster" ua andere Tricks zu Prüfstandserkennung) Schuld daran ist ein CSU Verkehrsminister gewesen, der dem Druck der Lobbyisten (VDA) nachgegeben hat bei der Gesetzesformulierung.


BHF

05.10.2018

Ich kann das so nicht stehen lassen. Warum sollen die Händler immer für alles büßen? Warum wird immer der Händler mit dem Hersteller gleichgesetzt? Die Abgasmanipulationen kommen vom Hersteller. Der (eigenständige) Händler verkauft das Produkt und muss die Herstellerfehler immer vor Kunde ausbaden. Beim Leihwagen legt er drauf. Zusätzlich Zeit und Arbeitskraft muss investiert werden, um für den Kunden die bestmögliche Lösung zu finden. Der Ruf steht ja auch auf dem Spiel. Das heisst aber noch lange nicht das der Händler damit einen Euro verdient hat. Und überhaupt find ich es nicht richtig, dass immer bei der Feinstaubproblematik und Umweltschutz auf die Automobilindustrie rumgehakt wird. Deutschland profitiert von diesem wichtigen Industriezweig und beschäftigt 1000de Mitarbeitern auch viele Unternehmen und Subunternehmen leben davon. Auch wurde 2008 mit der Umweltprämie bereits viel investiert (vom Bund wie auch vom Hersteller). Wir müssen alles etwas tun - aber Bitte auch auf alle Umweltsünder schauen!!!


Christine von L.

05.10.2018

Ich finde die augenblickliche Diskussion scheinheilig. OK. Ich wohne auch nicht in Stuttgart, sondern auf dem Land. Ich fahre einen Diesel und das wird auch so bleiben, weil wegen der Strecken sowohl Benzin (zu viel Verbrauch) als auch Stromer (zu teuer) keine Alternativen sind. Ich fühle mich deswegen auch nicht als Dreckschleuder. Denn mein Diesel verbraucht im Schnitt nicht mehr als 4,9 oder 5 Liter(Fahrzeug von 2010) Wir haben letztens mal einen Toyota Hybrid-Fahrer gefagt, was der verbraucht - 4-5 Liter. Wenn ich im Gespräch mit einem Fahrzeugverkäufer danach fragen würde, würde mir ganz sicher auch eine niedrigerer Wert genannt. Die Hybrid-Inspektionen in der Garantie-Zeit setzten dem ganzen preislich die Krone auf. Aber zurück zur Scheinheiligkeit: Ich denke nicht allzuweit zurück, da hat die Politik den Bio-Diesel und Bio-Benzin gehypt. Wir wurden geradzu genötigt das Zeug zu tanken. Jetzt ist Strom das große Ding. Wo keiner bisher richtig weiß, wo der ganze Strom herkommen soll, wenn auf einmal alle Stromer fahren würden. Die Nachhaltigkeit was Herstellung/Entsorgung von Batterien betrifft denkt auch keiner wirklich zu Ende. Was mich wirklich nervt. Ist das niemand der Herren Politiker sich die Mühe zu machen scheint, Leute zu fragen, die was davon verstehen. Das kommt mir vor wie eine Ideologie. Ich persönlich denke das brennstoffzellenbetriebene Fahrzeuge viel mehr Zukunft haben. Brennstoffzellenfahrzeuge sind Transportmittel, bei denen elektrische Energie aus den Energieträgern Wasserstoff oder Methanol durch eine Brennstoffzelle erzeugt und direkt mit dem Elektroantrieb in Bewegung umgewandelt oder zeitweise in einer Traktionsbatterie zwischengespeichert wird. Das vorgeschlagene Konzept nutzt Methanol als flüssiges, klimaneutrales Speichermedium für solare Energie. Den Hype überlassen wir aber den anderen, weil bei uns kein POLITIKER den Arsch in der Hose hat: Lasst es uns anders machen. Und noch eins das "Problem" Diesel haben ja wohl dann auch die Häuslebauer mit Öl-Heizung. Oh Schreck. Heizöl ist auch nicht anderes wie Diesel. Das System ist auch das gleiche.
Viertaktverfahren beim Dieselmotor schematisch dargestellt
Dieselmotoren sind Hubkolbenmotoren, die chemische Energie in Wärme- und Bewegungsenergie umwandeln.
Dieselmotoren saugen beim Ansaugtakt immer eine volle Zylinderfüllung Luft an. Diese Luft wird beim Verdichtungstakt stark komprimiert und dadurch auf etwa 700-900Grad erhitzt erhitzt (Kompressionswärme). Kurz vor dem oberen Totpunkt des Kolbens beginnt die Einspritzung des Kraftstoffs, der dabei in die heiße Luft im Brennraum feinst verteilt und zerstäubt wird. Die hohe Temperatur reicht aus, um den Kraftstoff von der Oberfläche beginnend zu verdampfen. Hier ist der Punkt unter Druck entstehen Stickoxide die bei normaler Verbrennung nicht entstehen. Deswegen Hinzuführung von Ad Blue(Harnstoff)-der wird direkt in den Abgasstrang eingespritzt und setzt dort Ammoniak frei. Dieser reagiert (im SCR-Kat)mit den Stickoxiden und wandelt sie in Stickstoff und Wasserdampf um. „AdBlue® " als System senkt also den Ausstoß von Stickoxiden. Ich halte es ja gern mit der Logik. Im Moment sehe ich Folgendes: Alle hauen alle auf die Hersteller ein, die sich technisch bemüht haben, das Problem der Stickoxide in den Griff zu bekommen. Die anderen Hersteller halten einfach die Klappe und feixen sich eins und warten, dass wir unsere so erfolgreiche Automobilwirtschaft selbst demontieren. Strom können viele. Ich bin der Meinung, dass nach Otto- und Diesel-Motor der Brennstoffzellenantrieb das große Ding ist. Die Einsatzmöglichkeiten sind auch viel breiter. Wir sollten nicht einem Trend hinterlaufen, sondern ihn setzen also eine ernsthafte Alternative bieten. "Vorsprung durch Technik"eben!!


Hannes

05.10.2018

Laut den Politikern, kann man die die Händler nicht zwingen kostenlos umzurüsten, ich sage es geht doch - zwei Fälle sind möglich!!!!

1) Nie wieder einen Diesel.

2) Oder wenn ihr Diesel Liebhaber seit, dann sagt dem Händler er soll kostenlos nachrüsten oder ihr kauft nur noch bei der Konkurrenz.

In beiden Fällen verlieren die Händler Geld und Geldverlust ist schmerzhaft, dazu auch Marktanteile und somit werden sie zum handeln gezwungen.

Es geht bei Waren und Dienstleistungen ja nur um Geld oder Marktanteile.
Mitarbeiter und Kunden bleiben immer auf der Strecke, so oder so.....


SH

05.10.2018

Mein Euro5 Diesel ist jetzt über 9 Jahre alt und wird verkauft, allerdings mit einigen tausend Euro Verlust. Inzwischen habe ich einen Nissan Leaf Elektro. Ich stimme denen zu die nie wieder ein Auto vom größten Hersteller kaufen werden - ich auch nicht.


Louise

03.10.2018

Seit 5 Jahren fahre ich einen gebrauchten Diesel Euro 3. Allein die Differenz in den Spritpreisen ist die überhöhte KFZ-Steuer nicht mehr wert (mehr als 100%). Nun darf bzw. kann ich mir aussuchen, wo ich hinfahren kann. Erst neulich stand ich vor dem Dilemma, in einer fremden Stadt mit Euro-Zone, wie dort hineinkomme.
Ich werde mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch niemehr einen deutschen Wagen - dem größten Betrüger hierzulande war ich über 40 Jahre treu - nun ist aber Schluss mit lustig.
Die Diesel bis Euro 3 werden wohl nach und nach aus dem Verkehr verschwinden - ich werde mir wohl oder übel die letzten übrigen Taler zusammensparen, um mir auch weiterhin einen Diesel der "saubereren" Sorte zulegen - aber ein deutsches Modell wird es sicherlich niemals mehr sein.

Abgesehen davon profitiert mal wieder die Autoindustrie - siehe den Betrug mit der Abwrackprämie 2009, um der Autoindustrie unter die Räder zugreifen, weil der Absatzmarkt eingebrochen war. Und nun das gleiche Malheur wieder, um die ach so arme Insustrie vor dem Ruin zu bewahren - VW mit Milliarden-Gewinnen und die anderen nicht viel weniger. Und dann verdient ja der Staat über die Märchensteuer auch wieder kräftig mit.

Geh mich wech mit der Betrügerbande


Marita

03.10.2018

Wenn Wechsel"prämie", will ich damit ein Auto eines anderen Herstellers kaufen. Von der Betrugsfirma VW mit ihren überteuerten Fahrzeugen habe ich ein für alle Mal die Nase voll, da werde ich sie doch nicht noch belohnen, indem ich ihnen noch einmal ein Auto abkaufe. Für wie masochistisch halten die mich denn?
Im übrigen zeigen es wieder mal die Franzosen, diesmal mit Opel im Schlepptau, wie man sparsame und saubere Euro 6d-Temp-Diesel auf die Straße bringt. Das hat VW wieder mal über Jahre verpennt, wie damals mit den Rußpartikelfiltern. Hauptsache die große Fresse, von wegen: "Volkswagen-Das Auto".


Brummifahrer

02.10.2018

Was haben wir eigentlich noch für eine ,,Regierung '' ? Zuerst lösen Sie den Fall Maasen , als seien Sie bekift oder besoffen in die Verhandlungen gegangen . Jetzt brauchen Sie die ganze Nacht um wieder so einen faulen Kompromiß , der weder die Umweltbelastung mindert , noch dem Dieselfahrer nur andeutend was nützt , auszuhandeln . Ich fahre auch eine X1 18d und ich werde einen Sch.---drek an Umrüstung tuhn und mich von diesen Statisen verarschen lassen !


K-H

02.10.2018

Hier geht es nicht um Benziner oder Hybrid erst ist der Diesel dran dann kommen die Benziner! Auf alle fälle ist die AUTOINTUSTRIE KEIN SAUBERMANN WENNS UM UMWELT GEHT, den geht es nur darum wie kann ich alle verarschen und wir unsere Mille! Leute kauft keine deutschen Autos, die verarschen weiter wir bezahlen und unsere Regierung macht noch mit! Jeder Mittelständige wäre bei denen in den Knast gegangen


Renke

02.10.2018

Das Problem ist mein alter Diesel Baujahr Nov. 1988. Der alte VW Bulli soll Oldtimer werden aber man weiß ja nicht ob man dann überall fahren darf. Nachrüsten ist bei denen nicht.


Chris

02.10.2018

Der Diesel wird schlecht gemacht und der Benziner wird einem nahezu extrem verbilligt angeboten und das, obwohl der Benziner mindestens genauso eine Dreckschleuder ist, wie der Diesel !


Uwe

02.10.2018

Die Deutsche Autoindustrie hat die Kunden vorsätzlich betrogen und sich mit ihren überteuerten Autos bereichert ,nun sollen sie das auch bezahlen. Das die Politiker sich von den Ganoven so sehr einlullen läßt, kann ich nicht verstehen. Nur gut das ich kein Deutsches Auto fahre.


Karlos

02.10.2018

Was lernt man daraus?
Am besten nur Benziner bzw. Hybrid und nur TOYOTA.


Dietmar

01.10.2018

Zur Nachrüstung bin ich nur bereit, wenn VW die vollen Kosten übernimmt und Garantie auf die eingebauten und auf die Altteile im Auto gibt. Nach Softwareumstellung wurde schon 2 x das Abgasrückführungsventil erneuert. Das erste Mal hat VW gezahlt, beim 2. Mal musste die Werkstatt Garantie leisten.


Frank

01.10.2018

Eigentlich kommt nur eine Nachrüstung für Dieselfahrer in Betracht. Bei einer Neuwagenprämie steigert die Autoindustrie bei der momentaren Flaute ihren Pkw-Absatz und spart die z. Zt. üblichen hohen Rabatte. Schlechtes Geschäft für den Käufer.


Walter

01.10.2018

Bis zu 10.000 Euro Neuwagenprämie nur für Dieselfahrer ausgewählter Städte widerspricht deutschem und internationalen Recht.
Wenn Umsteigeprämien gezahlt werden, dann für alle.
Ansonsten gehört das Thema vor den europäischen Gerichtshof.


Hermann

01.10.2018

Ich fahre keine Stadt welche mich nicht rein lässt. So gesehen ist es mir als überzeugter Dieselfahrer (mehr als 20 Jahre) egal was die unfähige Politik beschließt.
Ausserdem, was soll das Ganze Hin- und Her mit den deutschen Herstellern? Bin fast sicher dass die ausländischen Diesel auch nicht besser sind als die deutschen. Allerdings werden diese Autos nicht von den Umrüstaktionen behelligt. Das widerspricht grundsätzlich dem Gleichheitsgrundsatz.


Frank

01.10.2018

Ich fahre nur Benziner sprich Hyprid.
Aber trotzdem bin ich der Meinung, nachdem die Dieselfahrzeuge in der Anschaffung schon teuer als Benziner sind, dass die Autoindustrie nachzurüsten hat.
Es ist ein Unding, dass der Käufer, der die teure (überteuerte Markenware) abgenommen hat, dann auch noch damit bestraft wird etwas auf eigene Kosten nach zu bessern.