Basiswissen Kryptowährung

Neun wichtige Fakten für Einsteiger | 10.10.2018

Bitcoins als Kryptowährung

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Sie haben vom Hype um Kryptowährungen gehört, wissen aber nicht, was digitales Geld ist und wo Sie es bekommen? Wir erklären Ihnen die neun wichtigsten Fakten.

1. Kryptowährungen sind digitales Geld

Kryptowährungen sind fast wie echtes Geld, nur eben digital. Futuristisch klingende Namen, wie Bitcoin, Ethereum und Litecoin sind wie Dollar, Pfund oder Euro nichts anderes als verschiedene Zahlungsmittel mit unterschiedlichen monetären Werten.

2. Kaufen, verkaufen, investieren – alles geht

Viele denken, dass Kryptowährungen nur zum Spekulieren da sind. Man kann mit Kryptowährungen aber auch ganz einfach online einkaufen oder einen Kaffee bezahlen. Klar, viele Unternehmen akzeptieren digitale Währungen zurzeit noch nicht. Aber je mehr Menschen digitales Geld nutzen, desto mehr Unternehmen werden wohl künftig diese Bezahlmöglichkeit anbieten. Einzelne Geschäfte tun das bereits.

3. Kryptowährungen sind grenzenlos

Geld in der „echten Welt“ ist an Grenzen gebunden. In der Regel können Sie nur mit der jeweiligen Landeswährung im Laden bezahlen. Digitales Geld können Sie weltweit überall da einsetzen, wo es akzeptiert wird – und das ganz ohne Wechselkurse.

4. Banken haben keinen Einfluss

Kryptowährungen funktionieren vollkommen unabhängig von Banken. Es gibt keine zentrale Institution oder Regierung, die das digitale Geld kontrolliert oder verwaltet.

5. Die Blockchain weiß alles

In der sogenannten Blockchain sind alle Transaktionen öffentlich gespeichert und für jeden einsehbar. Die Blockchain ist wie ein digitaler Kontoauszug, der aber nicht an einem zentralen Ort gespeichert ist, sondern auf den vielen Computern der Nutzer. Sobald eine Transaktion durchgeführt wurde, wird die Buchhaltung auf sämtlichen Rechnern automatisch aktualisiert. Eine Überweisung kann daher nicht mehr rückgängig gemacht werden. Geld schicken Sie „Peer-to-Peer“ direkt an den Empfänger ohne eine Zwischenstation (zum Beispiel eine Bank).

6. Wo kaufen Sie digitale Währungen?

Digitales Geld können Sie bei einer Online-Handelsplattform für Kryptowährungen kaufen. Checken Sie vorher, ob der Anbieter auch die Coins Ihrer Wahl anbietet. Achtung, es gibt viele unseriöse Anbieter.

Sie können auch einen der wenigen Bitcoin-Geldautomaten verwenden. Dort tauschen Sie Bargeld in Bitcoins, wenn Sie sich vorher eine Bitcoin-Wallet-App aufs Smartphone geladen haben.

7. Auch Bruchteile sind drin

Sie müssen übrigens nicht gleich einen ganzen Bitcoin im Wert von aktuell über 5.500 Euro kaufen (Stand Oktober 2018). Fast jeder beliebige Bruchteil wird angeboten.

8. Wie entstehen Kryptowährungen?

Einige Kryptowährungen entstehen durch Mining. Das ist ein komplexer Prozess, der eine Vielzahl von Computeralgorithmen verwendet. Das Hauptziel ist es, ein kryptologisches Puzzle zu lösen, das es ermöglicht, einen Block zu „bauen“, der der Blockchain hinzugefügt werden kann. Derjenige, der das erreicht, erhält eine bestimmte Menge an neu erstelltem digitalem Geld.

Das heißt aber nicht, dass unbegrenzt Kryptowährungen produziert werden können. Bei Bitcoins zum Beispiel ist die Maximalmenge auf 21 Millionen Coins begrenzt.

9. Sind Kryptowährungen die Zukunft?

In einer globalen Welt steigt auch der Bedarf nach einer globalen Währung. Kryptowährungen könnten eine Lösung sein, da sie weltweit von jedem verwendet werden können. Allerdings haben Kryptowährungen sicher noch einen langen Weg vor sich, bevor sie zur populären Zahlungsmethode werden.

Derzeit schwankt der Preis von Bitcoins und anderen sogenannten „Altcoins“ stark. Viele Marktteilnehmer haben nach dem starken Kursanstieg Angst vor Verlusten. Einige vermuten sogar, dass wir uns gerade in einer Krypto-Blase befinden oder dass zumindest eine Blase auf uns zukommt. Wenn das stimmt, wären Kryptowährungen teurer, als es ihrem tatsächlichen Wert entspricht. Deshalb sollten Sie bei Investitionen vorsichtig sein und den Markt genau beobachten.

Bill Gates jedenfalls meint: „Die Zukunft des Geldes ist eine digitale Währung.“

Autor: ING-DiBa 



Ihre Meinung

Kommentare (17)


Kommentare

Herold

17.10.2018

Kryptowährungen kann man in der Pfeife rauchen. Die älteren kommen nicht mal mit Computer / Smartphone zurecht bzw. es liegt an den Augen etc.
Wie sollen die eine digitale Währung aufheben können.

Außerdem wollen viele etwas in der Hand haben, nur was man in der Hand hat, versteht man.
Kryptowährungen oder nur alles digital ist nicht haltbar.

Und wie möchte die Oma dem Engel eine Kryptowährung in die Hand drücken?
Schon mal die leuchtenden Augen von Kindern und Teenagern gesehen wenn sie ein paar Cent, Euros oder Scheine bekommen?
Sich unabhängig von irgendjemanden etwas kaufen können?

Außerdem sollten sich alle Korrupten überlegen wie sie einem Kryptowährung in die Hand drücken wollen *lachweg*.

Nein, nein...in dem Falle sollte man nicht jedem Trend folgen.


Anonym

16.10.2018

@Alexis: Danke für den Hinweis. Was spricht dagegen in Hundertern oder Fünfzigern zu zahlen? Und: Noch weniger Geschäfte akzeptieren Kryptowährungen.


Markus

16.10.2018

So viele unqualifizierte Kommentare habe ich selten gelesen! Es gibt sicherlich viele Shitcoins aber eben nicht alles. VW, Bosch etc. würde z.B. nicht in IOTA investieren wenn es nicht in Zukunft wichtig wäre. Banken würden nicht mit Ripple's XRP arbeiten wenn es nicht sinnvoll wäre. An Bitcoin glaube ich auch nicht, aber es gibt durchaus ein oder zwei die sich durchsetzen können und werden. Das Argument mit dem Stromverbrauch ist quatsch, das ist nur bei Coins die gemined werden müssen relevant. ABER Strom gibt es auf der Welt im Überfluss (darum verstehe ich den teuren Strompreis nicht).


Jonas

15.10.2018

@Babbax
So fanatische Kryptoanhänger wie du sind Träumer.
Papiergeld und Münzen gibt es schon seit Jahrtausenden, wenn eine andere Zahlungsart "Die Beste" wäre, dann gäbe es längst kein Papiergeld und Münzgeld mehr.
Also was sagt uns das? GENAU: Papier- und Münzgeld sind für den Welthandel unverzichtbar.

Der Otto, Harrison, Bertram und die ganzen anderen haben recht - ausgenommen die Krypotfanatiker - haben absolut recht und das sagen auch sehr viele Experten.
Zu hoher Stromverbrauch, begrenzte Menge usw.


Alexis

15.10.2018

@Anonym
Viele Geschäfte akzeptieren keine 200€ und 500€ Scheine.


Otto

12.10.2018

Kryptowährungen sind zunächst nur eine Spielerei amerikanischer und asiatischer Millenials, die sich ausprobieren wollen. Neben dem exorbitanten Stromverbrauch durch das Mining gibt es noch weitere Probleme, bspw. die begrenzt erzeugbare Menge von Bitcoins erzeugt einen deflationäre Idee und verhindert damit eine sinnvolle Verwendung. Die mangelnde Regulierung lässt die "Währung" wie wild hin und her springen. Die überwiegende Mehrzahl der Bitcoins gehört zu wenigen Geldbörsen. Die Mining-Macht liegt in China und könnte von dort staatlich kontrolliert werden, sobald gewünscht. Eine realistische Skalierung des Netzwerks auf Tausende von Zahlungen pro Sekunde steht in den Sternen, das sogenannte Lightning Network funktioniert noch nicht und auch in der Theorie nur mit einer Hub-Organisation a la bisherige Banken ... da sind noch so viele Fragen offen, wer investiert darf sich nicht wundern wenn auf einmal alles investierte "Fiat" Geld (also das richtige Geld) weg ist.


Babbax

12.10.2018

Cryptos sind unaufhaltbar und das beste Zahlungsmittel .
Wer einmal mit Bitcoin bezahlt hat, will nix anderes mehr .
Schönes Wochenende!


Anonym

12.10.2018

Ich sehe die größten Probleme in der Werthaltigkeit solcher "Währungen". Heute hat der Staat das Geldmonopol und garantiert den Wert einer Währung. Ob eine solche Garantie etwas wert ist, sei mal dahingestellt. Tatsache aber ist, daß es sich bei Kryptowährungen um privat erstelltes "Geld" handelt, für dessen Wert keine vertrauensvolle Instanz einsteht und hinter dem erst recht keine Wertschöpfung steht. Geht der Anbieter pleite oder hat einfach keine Lust mehr, ist es vorbei. Was in einem solchen Fall mit dem Wert des Vermögens passiert, kann sich jeder selbst ausmalen. So oder so ist niemand verpflichtet, digitales Geld anzunehmen. Insbesondere bei Banknoten schreibt das Bundesbankgesetz hingegen vor, sie sind uneingeschränkt gültiges Zahlungsmittel. Will ich mit Banknoten zahlen, muß der Verkäufer oder Dienstleister diese also annehmen.


Harrison

12.10.2018

Wenn schon Warren Buffet keine Kryptowährungen hat, warum sollte man darin anlegen?
Kann ja nichts sein....


Bertram

12.10.2018

Kryptowährungen sind des Vermögenden bzw. des Sparers Tod.


Sparschwein e.V.

11.10.2018

Unser Club hat sich für Bitcoin etc. interessiert, wir hatten eine Weile angelegt und nur Buchverlust erlitten, darauf hin haben wir den Kryptosch*** komplett aus unseren Anlageentscheidungen geworfen und in Aktien investiert.

Seit dem haben wir ein Vermögens Plus von 145% erwirtschaftet und laufende Dividenden- / Ertragszahlungen.

Nie wieder Krypotsch***


@Sally

11.10.2018

War wohl am Anfang dabei wo Kryptos noch so 20 Euro Wert waren und nicht als Bitcoin kurz mal so 12.000 bis 20.000 Euro Wert war und auf 6.500 Euro zurück gefallen ist.

Und Sally sagt, ein wenig mehr Ahnung...würde eher sagen massiv Glück. Bis sie sich demnächst die Pfoten verkohlt.

Es geht auch um den Energieverbrauch bei der Erstellung der Kryptos.
Wo soll der ganze Strom her kommen wenn wir jetzt auf Elektroautos spinnen und Kernkraftwerke, Kohlekraftwerke etc. abgeschalten werden?

Immer mehr Strom verbrauchen, aber keiner denkt nach woher der Strom überhaupt kommen soll.
Klar, bei Engpass wieder vom Ausland kaufen, das Atomkraftwerke hat und so unsicher ist, dass sie demnächst die halbe bis ganze Welt verstrahlen bzw. in die Luft jagen.


Sally

11.10.2018

Meine Freunde und ich haben ein wenig mehr Ahnung als Harry und seine Freunde und wir haben uns mit den Kryptowährungen nicht die Finger verbrannt, sondern könnten uns für jeden Finger einen schönen Ring kaufen. Wir können nur raten, Hände weg vom Müll, aber, wenn man in Kryptowährungen investieren will, sollte man sich damit ausführlich beschäftigen und nicht auf irgendwelche Möchtegern-Experten hören.


Harry

11.10.2018

Meine Freunde und ich haben uns sauber die Finger mit den Kryptos verbrannt.
Wir können nur raten, Hände weg von dem Müll.


Markus

10.10.2018

Wollen wir das? -> QUELLE N-TV

15:33 Uhr
Milliarden-Beutezug: Hacker fliegen auf Krypto-Coins

In den ersten neun Monaten dieses Jahres haben Hacker laut einer Studie zufolge Bitcoin und andere Kryptowährungen im Volumen von einer knappen Milliarde Dollar erbeutet. Dies sei in Plus von fast 250 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, teilte die Cybersicher-heitsfirma CipherTrace mit.

Die zunehmende Popularität der rund 2000 Internet-Währungen zieht die Hacker an. Der spektakulärste Fall war der Angriff auf die japa-nische Handelsplattform Coincheck im Januar. Damals erbeuteten Kriminelle Coins der Cyber-Devise Nem im Volumen von 534 Millionen Dollar.

Auch die Zahl kleinerer Diebstähle im Volumen zwischen 20 und 60 Millionen Dollar nehme zu, so CipherTrace. Die Dunkelziffer sei aller-dings hoch, da zahlreiche Krytowährungsdiebstähle gar nicht öffentlich gemacht würden.

Digitale Devisen werden laut Studie auch zunehmend zur Geldwäsche genutzt. Diese Geschäfte laufen demnach vor allem über Börsen in Staaten mit unzureichenden Gesetzen. Allein über die größten Handelsplattformen in diesen Ländern sollen seit 2009 rund 2,5 Milliarden Dollar gewaschen worden sein.


Frank

10.10.2018

Der einzig wichtigste Fakt zu Kryptowährung ist HÄNDE WEG VON DEM SCH****

Alles was programmiert werden kann oder digital ist macht Probleme, kann man hacken, zu leicht verschieben usw.

Siehe Sicherheitslücken Microsoft, WhatsApp, Facebook, etc. etc. etc.

@ Moudi
Steuern sind immer individuell -> FRAG DEINEN STEUERBERATER ODER DAS FINANZAMT!!!!


Moudi

10.10.2018

Sehr interessanter Artikel.
Nächstes mal bitte die Steuern ansprechen, die man bei erzieltem Gewinn Zahlen müsste etc.