Cashback

So gibt es bares Geld zurück | 30.07.2018

Geld zurück durch Cashback

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Cashback-Aktionen und -Portale locken mit satten Rückzahlungen und Rabatten – doch lohnt sich das wirklich? Unsere Antwort: Ja! Wir erklären, wie Cashback funktioniert und wie viel Sie wirklich sparen können.

Cashback bedeutet wörtlich übersetzt so viel wie „Bargeld zurück“. Bei Cashback-Portalen werden also nicht wie bei anderen Bonusprogrammen Punkte gesammelt, sondern der Rabatt landet kurz nach dem Shoppen direkt wieder auf dem Konto. Die Stiftung Warentest hat für die „Finanztest“ (06/2018) ermittelt, dass so mehr gespart werden kann als mit Kunden- oder Rabattkarten.

Wie funktionieren Cashback-Portale?

Cashback-Portale wie etwa Shoop, Getmore oder Aklamio kooperieren mit Onlineshops, von denen sie für die Vermittlung eines Einkaufs Provision bekommen. Einen Teil dieser Provision geben sie an die Kunden weiter. Dazu müssen sich Kunden kostenlos bei dem jeweiligen Portal anmelden und darüber einkaufen. Der Preisnachlass wird dann nach Angabe der Kontonummer ausbezahlt. „Wichtig ist es, dass Einkäufe direkt über das Cashback-Portal durchgeführt werden“, so die Verbraucherzentrale Niedersachsen. „Man kann nicht im Nachhinein etwas einreichen.“

Rabatte: So viel lässt sich wirklich sparen

Das Sparpotenzial hängt sowohl vom Cashback-Portal als auch von der Branche und dem Partnershop ab. Die Spanne reicht laut „Finanztest“ von weniger als 1% bis zu 10%. Vergleichsweise gering war der Rabatt im Elektronikhandel, mehr konnten die Tester bei Reisen oder bei Kleidung ermitteln.
 
Tipp: Oft können Neukunden mehr als Bestandskunden sparen.

Wo ist der Haken?

Die Cashback-Portale kooperieren nicht immer mit den günstigsten Anbietern. So kann beispielsweise ein TV-Gerät über ein Cashback-Portal mit 5% Rabatt gekauft werden, aber auf einer anderen Webseite 10% günstiger sein. Die Experten der Verbraucherzentrale Niedersachsen bestätigen, dass der Preisvergleich am meisten bringt. „Bei Rabattaktionen wie dem Black Friday oder bei Gutschein-Aktionen lässt sich gegebenenfalls mehr sparen.“
 
Zudem werden die Cashback-Rabatte immer auf den Nettowarenwert, also den Preis abzüglich der Mehrwertsteuer, angerechnet. Die „Finanztest“ empfiehlt, jede Prozentangabe durch 1,19 zu teilen. Das ergibt den „echten“ Rabatt.

Cashback-Aktionen großer Händler und Webseiten

Neben den Cashback-Portalen kommt es auch bei einzelnen Händlern immer wieder zu Cashback-Aktionen. So haben beispielsweise Elektronik- oder Haushaltswaren-Anbieter wie Samsung, Canon, Philips und andere Firmen Aktionsgeräte im Angebot. Beim Kauf gibt es direkt einen Abzug an der Kasse oder nach dem Kauf und einer Online-Registrierung eine Rückzahlung. Je höher der Einkaufspreis, desto höher die Rückzahlung – das können bis zu 500 Euro sein.

Kassenzettel scannen – Geld zurück

Auch bei Lebensmitteln und Drogerieprodukten lässt sich durch Cashback- bzw. Geld-zurück-Aktionen Geld sparen. Online oder über bestimmte Apps wie sparwelt.de oder schnaeppchenfuchs.com lässt sich herausfinden, welche Aktionsprodukte gerade im Handel sind. Wer clever einkauft, den Kassenzettel einscannt, hochlädt und an den Aktionen teilnimmt, kann so einen Teil der Einkaufskosten zurückerstattet bekommen.

Was passiert mit den Daten?

Damit Cashback-Portale die Rabatte auszahlen können, brauchen sie Kunden- und Bankdaten. „Hier ist unbedingt auf die Verschlüsselung der Webseiten zu achten“, so die Verbraucherzentrale Niedersachsen. „Diese erkennt man anhand des grünen Schlosses in der URL-Leiste des Browsers.“ Ansonsten sind die Verbraucherschützer zufrieden: „Es gibt Cashback-Portale, die sehr transparent über das Verfahren und die Datenverarbeitung informieren.“ Am Ende nützt aber der sicherste Server des Cashback-Portals nichts, wenn der Verbraucher selbst nicht aufpasst. Sensibilität für Pishing-Mails, regelmäßige Updates bei Firewalls, Browsern und anderen Programmen ist laut Verbraucherschützern der beste Schutz.

Autor: ING-DiBa


Ihre Meinung

Kommentare (9)


Kommentare

Siegerland

16.08.2018

Abend,
Cashback ist ein guter Weg um kostenlos neue Produkte kennen zu lernen oder um sich als Studi wirklich kostenlos einzudecken. Ja, kostenlos, denn über Sparwelt oder Scondoo kann man sich was Lebensmittel und Drogerie angeht zum Teil wirklich gut damit eindecken. Und auch wenn man sich nur auf die 100% Cashback Produkte konzentriert, kommt einiges zusammen. Wir haben seit Mai 2017 so 650€ im Haushalt gespart. Ja, man gibt Daten an die Unternehmen und muss jedes Produkt gesondert melden (Kassenbon aufbewahren, einsenden, hochladen, Aktionsprodukte suchen, Sticker einschicken oder Codes eingeben), aber wirklich kostenlos ist in dieser Welt eben nichts und man muss es als Hobby sehen.


Tobias

16.08.2018

"Zudem werden die Cashback-Rabatte immer auf den Nettowarenwert, also den Preis abzüglich der Mehrwertsteuer, angerechnet. Die „Finanztest“ empfiehlt, jede Prozentangabe durch 1,19 zu teilen. Das ergibt den „echten“ Rabatt. "

Da war ein echter Matheprofi am Werk - es ist vollkommen egal, ob man erst den Rabatt abzieht oder anderstrum, da es eine Multiplikation ist und diese sich kommutativ (vertauschbar) verhält.

Preis * (1-Rabatt) * 1,19 == Preis * 1,19 * (1-Rabatt)

Das einzige was sich zusätzlich ändert ist der Nettowert und der Mehrwersteuerbetrag - interessiert aber nur Gewerbetreibende.


Almenschorsch

07.08.2018

Ich find das mit dem Cashback eigentlich ne tolle Sache. Vor allem bei Hotelbuchungen bei einer bestimmten Hotelkette kriegt man ordentlich Geld zurück da die regelmäßig erhöhtes Cashback anbieten. Die einen verwenden Payback und so Zeugs und ich eben Cashback bei Shoop wo man bares Geld rauskriegt. Und meine Daten gebe ich bei jedem Onlineeinkauf preis.


Dieter Eric

03.08.2018

Diese Spar- und Geizmentalität ist mir ein Greuel. Viel wichtiger finde ich bei einem Kauf den Service, die Beratung und die Erreichbarkeit bzw. regionale Nähe des Geschäfts. Wenn diese Punkte stimmen, bezahle ich gerne etwas mehr!!!


Ralfi

03.08.2018

Danke für die Info. Bislang habe ich über Shoop schon 400,-Euro an Cashback erhalten ( z.B. durch Aktionen von Banken, Brokern etc ). Man sollte nur sein Ausgabeverhalten im Griff haben und nicht unnötige Käufe tätigen.


ING-DiBa

31.07.2018

Hallo Herr Frey, in dem Artikel haben wir uns auf einige Beispiele beschränkt, nicht alle am Markt vorhandenen Portale sind hier aufgeführt. Interessierte Leser können sich auch gern mit den Testergebnissen der Stiftung Warentest vertiefend mit dem Thema beschäftigen. Viele Grüße, Ihr Social Media Team


Dominik Frey

30.07.2018

Cashbackworld über 80.000 partnerunternehmen


Dominik Frey

30.07.2018

Tschuldigung wenn ich das jetzt so sagen muss aber hier werden "cashback portale" angeboten die gerade mal 2000 Partnerunternehmen haben. Bsp shoop aber einer der größten cashback anbieter wie zb. Cashbackworld hier gar nicht aufgeführt werden

Mfg Dominik Frey


Harald

30.07.2018

Cashback ist nur Kundenbindung mit gleichzeitigem Abgriff von Kundendaten und Kunden verhalten.

Genau so wie das nur noch Bargeldlos bezahlen, das bringt den Banken und auch den Handelskonzernen / Firmen sehr viele Informationen kostenlos.

Also Bargeldlos zahlen ist mit Vorsicht zu genießen...aber die faulen und die, die nicht mehr rechnen können tun sich natürlich leichter.

Cashback kommt man mit Prämien mit Zuzahlung öfte rteuer weg, als wenn man das Produkt wo günstiger kauft.