Cloud Computing

Das sollten Sie beim Speichern von Daten in der Wolke beachten | 29.03.2017

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Das sogenannte Cloud Computing hat in den letzten Jahren stetig zugenommen. Daten in der Cloud abzulegen ist praktisch und mit vielen Vorteilen verbunden, birgt aber auch Risiken. Wir erklären, worauf Sie achten sollten.

Cloud Computing

Eine Cloud ist ein Online-Dienst, mit dem Sie Daten auf entfernten Servern speichern – so können Sie jederzeit über das Internet auf diese zugreifen. Die "Cloud" (die Wolke) ist ein Sinnbild für viele vernetzte Rechner. Mit Cloud Computing sparen Sie Speicherplatz auf Ihrem eigenen PC, indem Sie einfach auf die Rechenleistung eines Cloud-Anbieters zurückgreifen. So können Sie auf Ihre Daten zugreifen – jederzeit und überall. Was Sie dafür brauchen? Lediglich eine Internetverbindung und ein Smartphone, ein Tablet oder einen PC.

Wo speichern Sie Ihre Daten?

Vorteile

  • Verfügbarkeit, Flexibilität und Zeitersparnis
    Ein Hauptargument für die Nutzung der Cloud: Ihre in der Cloud gespeicherten Daten sind für Sie jederzeit abrufbar. Das ermöglicht es Ihnen, z.B. von unterwegs Fotos zu betrachten oder sie mit Freunden zu teilen. Selbst Software lässt sich mittlerweile in Clouds nutzen. So können mehrere Personen parallel und ortsunabhängig an einer Datei arbeiten.
  • Speicherplatz, Benutzerfreundlichkeit und Kostenersparnis
    Auch um genügend Rechenleistung oder Speicherplatz brauchen Sie sich nicht zu kümmern – das erledigt der Cloud-Anbieter für Sie. Meist sind jedoch nur Basisdienste und ein begrenztes Speichervolumen kostenfrei.
    Ein weiteres Plus: Durch Cloud-Dienste sparen Sie sich mitunter den Kauf und die Aktualisierung von Hard- und Software, die Sie für eine Bearbeitung auf Ihrem Rechner benötigen würden.

Eigentlich ist der Cloud-Anbieter auch für die Sicherheit der in der Cloud gespeicherten Daten verantwortlich und übernimmt Software-Updates und die Aktualisierung des Virenschutzes der Cloud. Doch trotzdem sollten Sie als Nutzer einige wichtige Hinweise beachten.

Wichtige Hinweise

Auch Clouds bergen Sicherheitslücken – insbesondere dann, wenn die Daten, die Sie in der Cloud abspeichern, auf Servern im Ausland gespeichert werden und nicht den deutschen Datenschutzbestimmungen unterliegen. Daher sollten Sie einige Tipps beachten:

  • Sicherlich die wichtigste Vorsichtsmaßnahme: Beachten Sie den Server-Standort Ihres Cloud-Anbieters. Entscheiden Sie sich nach Möglichkeit für einen deutschen Cloud-Anbieter, der an das deutsche Datenschutzgesetz gebunden ist.
  • Auch wenn Sie Ihre Daten nicht auf fremden Servern speichern wollen – auf die Vorteile einer Cloud müssen Sie nicht verzichten. Es gibt mittlerweile die Möglichkeit, mit relativ geringem Aufwand eine sogenannte "Private Cloud" (NAS) einzurichten. So können Sie fast alle Vorteile herkömmlicher Clouds genießen, behalten aber die Kontrolle über Ihre Daten. Voraussetzung ist allerdings eine gute Internetverbindung.
  • Wenn Ihre eigenen Endgeräte nicht geschützt sind, hilft Ihnen leider auch der beste Virenschutz des Cloud-Anbieters wenig. Daher ist es wichtig, dass Sie sich vor Schadsoftware auf Ihren Geräten schützen, denn diese kann dann auch auf Ihre Cloud zugreifen.
  • Der Zugriff auf Cloud-Dienste ist meist nur über Benutzername und Passwort geschützt. Achten Sie auf ein möglichst sicheres Passwort und geben Sie niemandem Ihre Zugangsdaten.
  • Öffentliche, ungesicherte WLAN–Hotspots können ein Risiko darstellen. Vermeiden Sie es daher, sich über solche unsicheren Netze in der Cloud anzumelden.
  • Speichern Sie Ihre Zugangsdaten niemals in Apps auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem Handy. Sollten Sie dieses einmal verlieren oder sollte es in falsche Hände geraten, reicht ein einfacher Aufruf der App, um auf Ihre Daten zuzugreifen.
  • Achten Sie bei der Wahl eines Anbieters darauf, dass die Datenübertragung verschlüsselt erfolgt. Sonst könnten Dritte Ihre Daten über einen sogenannten "Man-in-the-Middle-Angriff" abgreifen. Um sicherzugehen, können Sie die Daten auch selbst verschlüsseln und dann in der Cloud ablegen.
  • Und nicht zuletzt: Kündigen Sie Cloud-Dienste, die Sie nicht mehr nutzen. Wenn Sie häufiger kostenfreie Dienste ausprobieren oder ausprobiert haben, achten Sie darauf, Dienste, die Sie nicht mehr nutzen, zu kündigen.

Sind Sie neugierig geworden? Weitere hilfreiche Informationen hierzu finden Sie beispielsweise beim Bundesamt für Sicherheit und Informationstechnik.

Autor: Nina Repp

Artikel aktualisiert am: 29.03.2017



Ihre Meinung

Kommentare (16)


Kommentare

Mani

23.10.2016

Ich nutze die Cloud gerne, da ich überall auf die Daten zugreifen kann. Ich achte jedoch darauf, dass dort keine persönlichen Infos abgelegt werden.


Ludwig

20.10.2016

Zu Alex:
Ich denke es geht nicht um eine Differenzierung von SSD und Festplatte im Allgemeinen sondern um eine externe Festplatte neben
dem PC.


Peter

18.10.2016

Ich benutze die Cloud nicht - diese Riesenserver sind doch für Hacker die Nr. 1 ihres Begehrens trotz Sicherheitsmaßnahmen. Außerdem:
1. Länger ausfallen werden diese Server auch bei Strom-Havarien.
2. Welches Vertrauen habe ich eigentlich in den Cloud-Betreiber ?


Udo

18.10.2016

Hallo, die Information sind sicher für den Anfänger wichtig. Wenn ich mit der Cloud so um gehe wie ich immer mit Daten um gehe, nämlich sicher und verschlüsseln kann ich mit Sicherheit alle Deutschen kostenlosen Anbieter nutzen. Die Ausführungen von Alex kann ich nur unterstützen.


Jörg

17.10.2016

Wer seine Daten in der Cloud speichert, sollte diese auch dort verschlüsselt ablegen. Ich empfehle daher dringend sich mit Verschlüsselungstools wie "Boxcryptor" etc. zu beschäftigen. Die Einrichtung ist nicht schwer und man schläft wieder ruhiger!


Alex

12.10.2016

Ja, ganz informativ, aber nicht wrklich revolutionär. Was ich komisch finde, sind die Alternativen der Umfrage: Was ist denn der Unterschied zwischen einem internen Speicher und einer Festplatte? In dem gegebenen Kontext ist es wenig sinnvoll SSD und Festplatte zu differenzieren und der Arbeitsspeicher kann ja nicht gemeint sein.
Außerdem fehlt die Alternative "in der Cloud und auf der Festplatte", denn das ist schon aus technischen Gründen sicher eine häufige Variante. Außerdem ist eine Datensicherung in der Cloud möglich.


W. Schröder

12.10.2016

M.E. sollte verstärkt auf die Verschlüsselungsmöglichkeiten (gpg usw) hingewiesen werden, da das Verschlüsseln von Daten (wenn es gut gemacht wird) in vielen weiteren Bereichen große Sicherheitsvorteile bietet. Die "Trägheit", Bequemlichkeit und auch Gleichgültigkeit der Mehrheit in dieser Frage ist von den staatlichen "Überwachern" gerne gesehen; aber wer es wirklich will KANN seine Daten fast(!) zu 100% schützen.


Klaus

12.10.2016

Alles nicht neu. Aber mittlerweile auch kein Schutz da es zu viele Passworte gibt, die man sich schwer alle merken kann. Hier würde ein "besonderes Passwort.", das unabhängig gespeichert werden kann und sicher ist ,helfen


Jörg

12.10.2016

Danke für diese verständliche Warnungen. Man liest doch so manches was man sich unbedingt einprägen sollte. Ich bin gern und seit langem, Kunde der Ing-Diba.


GreenHouse

12.10.2016

Das Speichern von Daten in der Cloud macht nur Sinn, wenn die Daten
- nicht jederzeit verfügbar sein müssen
- deren Integrität und Vertraulichkeit keine Rolle spielt
- die Sicherheit egal ist
Sobald die Daten in der Cloud sind, sind sie weg!


Knut Persson

11.10.2016

Warum bietet Ing-Diba keine Claod an?


Irmgard Biegel-Reisert

13.01.2016

Vielen Dank für die hilfreichen Hinweise!


Wolf

19.12.2015

Richtig nützliche Tipps! ncxd3


Monika

15.12.2015

Danke an das IT-Team und auch Frau Repp für diese immer wieder sehr interessante Beiträge. Ich selbst nutze Cloud über mein Smartphone im Bereich Fotos. Ansonsten verlasse ich mich auf meinen Security-Dienst (Kaspersky).


Norbert

03.12.2015

Ich speichere schon meine Daten in der Cloud, allerdings habe ich eine eigene Cloud incl. Server! Da kann/muss ich mich selbst um die Sicherheit kümmern. Feine Sache, muss man natürlich Fachmann sein.


A. Zilz

19.11.2015

Ich nutze diese Clouds nicht, kann ich mir bildlich vorstellen, dort sitzen der Verfassungsschutz, irgendwelche Amerikaner, die Chinesen und die Russen und werten meine Daten aus, ob diese interessant sind und ob man was damit in deren Interesse unternehmen kann, möglicherweise alle noch miteinander im Datenaustausch verbunden, und jetzt soll keiner kommen und sagen, das sei Phantastereien, der hat die Veröffentlichungen der letzten 5 Jahre nicht verfolgt.