Umwelt schützen, Geld sparen

Energieeffizient bauen lohnt sich auch für Sie! | 10.07.2017

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© ING-DiBa

Packen Sie Ihr Zuhause gut ein

Eine perfekte Gebäudedämmung ist schon die halbe Miete – Sie sparen oft mehr als 50% Ihrer Heizkosten. Durchschnittlich 1.800 Euro weniger im Jahr zahlt beispielsweise eine vierköpfige Familie durch die Dämmung ihres 150 Quadratmeter großen Altbaus. Statt 2.700 Euro liegen die Heizkosten dann nur noch bei 900 Euro (bei einem Gaspreis von 6 Cent pro kWh). Die Dämmung senkt den jährlichen Heizenergiebedarf von 300 auf 100 kWh pro Quadratmeter.

Energieeffizienz, was heißt das eigentlich?

Ein energieeffizient gebautes oder saniertes Eigenheim wird zum Beispiel im Winter genauso warm, verbraucht dabei aber weniger Energie als ein herkömmliches Haus. Ihr Vorteil ist dabei neben einem guten Gewissen eine regelmäßige Ersparnis durch niedrigere Betriebskosten. Erreicht wird dies unter anderem durch eine dichte Gebäudehülle, die ungewollte Wärmeverluste verhindert. Außenwände, Türen und Dach sind gedämmt, die Fenster haben Wärmeschutzverglasung. Haustechnik für Heizung und Wasser, die auch erneuerbare Energien nutzt, schont natürliche Ressourcen. Eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung kann ebenfalls dazu beitragen, die Energieeffizienz des Gebäudes zu erhöhen.

Energiebewusste Bauplaner können sich zum Beispiel an Fachbegriffen wie Passivhaus, Plusenergiehaus oder KfW-Effizienzhaus (55, 40 oder 40 Plus) orientieren.

Aktiv sparen mit dem Passivhaus

Bewohner eines Passivhauses benötigen in der Regel aufgrund einer optimalen Dämmung im Winter keine klassische Heizungsanlage und im Sommer keine Kühlung. Ein Großteil des Wärmebedarfs wird aus passiven Quellen wie Sonneneinstrahlung sowie die Abwärme von Personen und technischen Geräten gedeckt.

Umwelt und Zuhause im Plus

Ein Plusenergiehaus zeichnet sich durch eine extrem energiesparende Gebäudehülle aus – kombiniert mit modernster Haustechnik und solarer Energiegewinnung. Der Gebäudetyp erzeugt so viel Energie für Heizung und Warmwasser, dass Bewohner damit theoretisch den Nachbarn mitversorgen könnten – zumindest teilweise.

Der Staat gibt was dazu

Der Staat fördert Wohnhäuser mit den Effizienzhaus-Standards 55, 40 und 40 Plus durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Je kleiner die Zahl, desto besser ist die Energieeffizienz der Wohnimmobilie und desto höher ist die Förderung. Mit dem KfW-Programm Energieeffizient Bauen 153 können Sie ein günstiges Darlehen von bis zu 100.000 Euro bekommen, falls Sie neu bauen oder kaufen. Zusätzlich gibt es, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind, einen Tilgungszuschuss. Zum Beispiel bis zu 5.000 Euro beim KfW-Effizienzhaus 55. Bei einem KfW-Effizienzhaus 40 Plus sind es maximal 15.000 Euro.

Wer eine Immobilie sanieren möchte, kann mit dem KfW-Programm Energieeffizient Sanieren 151 einen zinsgünstigen Kredit von 100.000 Euro pro Wohneinheit erhalten. Für Einzelmaßnahmen gibt es mit dem Programm 152 ein Darlehen von bis zu 50.000 Euro – etwa für die Wärmedämmung von Außenwänden oder Dachflächen, für neue Fenster oder eine neue Heizungsanlage.

So sollten Sie vorgehen

Ganz wichtig: Erst die Förderungen beantragen, dann die Leistungen beauftragen.

Für einige Förderprogramme brauchen Sie einen Energieberater. Dieser gibt passend zu Ihrer Immobilie Empfehlungen und stellt eine Bescheinigung aus, dass das Objekt die technischen Mindestanforderungen erfüllt. Tipp: Auf www.deutschland-machts-effizient.de finden Sie Infos, unter welchen Voraussetzungen der Staat bis zu 60% der Beratungskosten übernimmt – für Ein- und Zweifamilienhäuser höchstens 800 Euro, für Gebäude ab drei Wohneinheiten maximal 1.100 Euro.

Ob Sie bauen oder sanieren – wir wünschen Ihnen viel Erfolg!

Autor: Ben Bernard


Ihre Meinung

Kommentare (2)


Kommentare

Thomas

20.07.2017

KFW bucht leider quartalsweise ab. Das ist ungünstig und wird oftmals im Vorfeld vergessen zu sagen.


Elmar

17.07.2017

Als wir 2012 gebaut haben waren die KfW Darlehen teurer und mit mehr Bürokratie verbunden als bei der Hausbank. Daher haben wir auf das KfW Angebot verzichtet.