Gebrauchtwagen

Wertvolle Tipps für den Autokauf | 01.03.2019

20150624_Baukosten_artikel

© Gina Sanders – Fotolia.com

Wenn Sie sich bald einen Gebrauchtwagen zulegen wollen, können diese Tipps für Sie wichtig sein. Was Sie vor, während und nach dem Kauf beachten sollten.

Der Handel mit gebrauchten Autos blüht: 2018 wechselten laut Kraftfahrt-Bundesamt mehr als 7 Millionen PKWs den Besitzer. Gerade beim Gebrauchtwagenkauf können Sie viel Geld ausgeben – und auch viel sparen. Mit diesen Tipps sind Sie, Ihre Nerven und Ihr Portemonnaie auf der sicheren Seite.

Privat oder Händler?

Von Privat, vom Vertragshändler, von freien Autohäusern oder Werkstätten – beim Gebrauchtwagenkauf haben Sie die freie Wahl. Pluspunkt beim gewerblichen Händler: Er haftet beim Verkauf mindestens ein Jahr lang für alle Mängel, die das Fahrzeug zum Verkaufszeitpunkt hatte. Beim Kauf von Privat ist dafür die Chance größer, ein Schnäppchen zu machen. Private Verkäufer können aber die Haftung für Mängel im Kaufvertrag ausschließen.

Online oder um die Ecke?

Einen Vorteil haben alle Onlinebörsen: Die Auswahl ist unschlagbar. Sie können deutschlandweit oder auch in Nachbarländern nach Ihrem Traumwagen suchen. Auch eignen sich Onlineportale (wie autoscout24.de oder mobile.de) gut dazu, Preise zu vergleichen und einen ersten Überblick über das aktuelle Angebot zu bekommen. Mit der Suchfunktion finden Sie bequem zu Ihrem Traumauto und können nach gefahrenen Kilometern, Baujahr oder Nähe zum eigenen Wohnort sortieren. Tipp: Die Suche nicht zu sehr einschränken, sonst verpassen Sie Angebote, die vielleicht interessant für Sie sind. Falls der Weg zum Verkäufer etwas länger ist, sollten Sie bei der Bewertung des Kaufpreises die Fahrtkosten mit einkalkulieren. Eine Alternative zu Online-Börsen sind Websites von Händlern oder Automärkte vor Ort. Auch in der guten alten Tageszeitung finden sich interessante Angebote. Vorteil: Alle angebotenen Wagen warten in der näheren Umgebung auf Sie.

Wichtiges zum Besichtigungstermin

Nehmen Sie Ihren Führerschein und im Idealfall einen autobegeisterten Bekannten mit. Wenn Sie gleich kaufen möchten, brauchen Sie auch Ihren Personalausweis. Im Internet abrufbare Mängellisten zum Beispiel von der Dekra (gebrauchtwagenreport.com) sagen Ihnen, worauf Sie beim gewünschten Modell besonders achten sollten. Besichtigen Sie immer bei Tageslicht und lassen Sie sich niemals nur vom äußeren Schein beeinflussen. Funktioniert alles? Wann wurde der letzte Ölwechsel gemacht? Farbunterschiede im Lack oder Unregelmäßigkeiten bei den Spaltmaßen können auf einen Unfall hindeuten. Der Motor sollte kalt sein, damit sie das Kaltstartverhalten prüfen können. Während der Probefahrt das Radio ausschalten, da sich Mängel oft durch Geräusche verraten. Auch schnellere Streckenabschnitte nach Möglichkeit mit einplanen, da sich manche Macken erst bei größeren Geschwindigkeiten zeigen. Automobilclubs, TÜV oder Dekra sind Ihr Freund und Helfer: Hier können Sie den Wagen gegen Geld beurteilen lassen. Der Verkäufer sollte Ihnen beim Besichtigungstermin alle wichtigen Unterlagen vorlegen. Dazu gehören die Zulassungsbescheinigung I und II (Fahrzeugschein und Fahrzeugbrief), Prüfberichte zur Hauptuntersuchung, das Wartungsheft und eventuell vorliegende Werkstattrechnungen.

Passt der Preis?

Ist der Preis zu günstig, sollten Sie genauer hinschauen. Vielleicht sind Mängel eingepreist, die nur dem Verkäufer bekannt sind. Der Marktwert eines Fahrzeugs ist in der Regel abhängig vom Baujahr, dem Kilometerstand, der Ausstattung, der Funktion aller mechanischen und elektronischen Bauteile, den durchgeführten Wartungen und dem Zustand von Technik, Karosserie und Innenraum. Um eine Vorstellung zu bekommen, ob der Verkaufspreis fair ist und wie viel Verhandlungsspielraum Sie beim Feilschen haben, sollten Sie die Angebote von ähnlichen Fahrzeugen in Onlinebörsen vergleichen. Auch auf den Websites von Automobilclubs finden Sie hilfreiche Bewertungsinfos. Auf dat.de können Sie kostenlos den Händler-Einkaufspreis für das Fahrzeug ermitteln. Generell gilt beim Gebrauchtwagenkauf: Niemals Geld vorab überweisen.

Papierkram

Kontrollieren Sie die Fahrzeug-Identifikationsnummer im Motorraum und vergleichen Sie sie mit den Angaben in der Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugschein) oder Teil II (Fahrzeugbrief). Ist der private Verkäufer Eigentümer? Nur dann kann er den Wagen ohne Vollmacht verkaufen. Hat das Fahrzeug Mängel? Ist es unfallfrei? All das sollten Sie im Kaufvertrag schriftlich festhalten. Musterkaufverträge können Sie kostenlos im Internet abrufen. Lassen Sie sich alle Schlüssel, also auch die Ersatzschlüssel, aushändigen und zahlen Sie erst, wenn der Kaufvertrag unterschrieben wurde. Die Zahlung sollten Sie sich schriftlich bestätigen lassen. Denken Sie daran, das Fahrzeug nach der Übergabe schnell bei der Zulassungsstelle umzumelden.

Egal ob von privat oder vom Händler, Gebrauchtwagen zahlen Sie am besten bar. Das Auto gehört sofort Ihnen und beim Händler gibt’s oft Rabatt. Wenn Ihnen noch der ein oder andere Euro fehlt oder Ihr Herz für ein etwas teureres Modell schlägt, können Sie hier nachrechnen, wie viel Autokredit für Sie drin ist.

Wir wünschen Ihnen, dass Sie immer sicher unterwegs sind.

Artikel aktualisiert am 01.03.2019

Autor: ING


Ihre Meinung

Kommentare (7)


Kommentare

André

21.03.2019

Barkauf war gestern. Den meisten Händler ist es lieber, wenn man das Fahrzeug finanziert da sie meistens eine Provision dafür erhalten. Dies sollte man bei der Verhadlung mit anführen und den Preisnachlass dann mit dem Zinssatz gegenrechen. Wer mit Bargeld wedelt bekommt heute jedenfalls keine besseren Konditionen mehr.


jogi

18.03.2019

schwacher artikel, in 2 folgenden absätzen den gleichen satz geschrieben. liest denn niemand den unfug quer, der hier verzapft wird?


Sepp T.

13.03.2019

Da ich vor 4Jahren , von einer Premium - Rostlaube zu einer anderen Premium - Marke gewechselt bin , kann ich auch ein paar Tips geben !
Das Fahrzeug fiel mir derzeizt in der Kur auf , wo der Hersteller ein Schowmobil für Werbungszwecke zur verfügung stellte , wo man als gehänikapter Kurgast , das Beladen , Ein - Aussteigen und Bremsverhalten üben konnte . Zuhause in der Fa. hatte unsere Sekretärin schon den Gleichen . Von Ihr lies ich mir die Betriebsanleitung und Konfiguration geben , die ich genau studierte . Mit dem Wissen habe ich dann ein halbes Jahr in diversen Autopotalen im Internet rescherschiert und Vergleiche angestellt . Bin dann auf ein Angebot in Köln aufmerksam geworden ( Zuhause in Passau ) und mit dem Händler Kontakt aufgenommen . Kurzfristig einen Besichtigungsthermin mit der Kaufabsicht im Hinterkopf vereinbart . Mit der Bahn von Passau nach Köln und mit dem Taxi zum Händler . Das Auto genau besichtigt und Brobefahrt . Bei der Preisverhandlung noch geringfügigen Nachlas herausgehandelt . Das Auto war 2,5 Jahre mit 26TKm , habe es zum halben Neupreis bekommen und bin mit diesem Schnäpchen nach 5 Jahren und Km-Stand 85TKm immer noch vollsten zufrieden


Jonas

13.03.2019

Am Besten einen Toyota beim Händler kaufen.
Super Autos, wertbeständig und sehr zuverlässig.


Peter

01.03.2019

Geilo


Ron W.

16.04.2016

wenn ich die Ing-Diba Checkliste so sehe, habe ich bei meinem letzten Gebrauchtwagenkauf alles richtig gemacht! Viel Auto für wenig Geld bekommen !


Jan B.

14.04.2016

Gute Tipps!
Leider ist mein Gebrauchtwagen-Kauf nun zwei Monate her.
Die Infos hier sind aber ziemlich gut!