Gleiche Arbeit, gleicher Lohn

Warum Frauen weniger verdienen und wie sich das ändern lässt | 10.10.2017

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© ING-DiBa

Es ist eine Ungerechtigkeit, die zum Himmel schreit. Eine Arbeitnehmerin geht engagiert ihrem Beruf nach, ist erfolgreich – und muss dann vielleicht feststellen, dass sie weniger auf dem Gehaltszettel stehen hat als der männliche Kollege in gleicher Position. Das macht ratlos, fassungslos – ja, auch richtig wütend.
Genauso reagierten Männer an einem Bankautomaten in der Schweiz. Mit verdeckter Kamera wurden sie dabei gefilmt, wie sie Geld abhoben. Nur weil sie Männer waren, hielten sie 20 Prozent weniger als den gewünschten Betrag in der Hand. 20 Prozent – so hoch ist in dem Filmbeitrag der „gender pay gap“, die Gehaltslücke zwischen Frauen und Männern in der Schweiz.  Mit der Aktion sollte allen ins Bewusstsein gerufen werden, wie unfair es ist, wenn man weniger bekommt als einem zusteht. Die Männer wurden darüber informiert, dass das Minus von 20 Prozent Ulk war. Und vom Konto wurde nur das abgebucht, was auch ausgezahlt worden war.

Einkommenslücke von 21 Prozent

So fair wird mit Frauen vielfach nicht umgegangen – zumindest nicht im Berufsleben. Auch in Deutschland klafft eine Einkommenslücke zwischen den Geschlechtern. Hierzulande betrug der „gender pay gap“ laut Statistischem Bundesamt 21 Prozent im Jahr 2016. In Zahlen: Während Frauen durchschnittlich 16,26 Euro verdienten, waren es bei den Männern 20,71 Euro.
 
Das hat strukturelle Gründe. So werden etwa in frauentypischen Berufen durchweg geringere Gehälter gezahlt. Zudem arbeiten Frauen öfter in Teilzeit. Doch wenn diese Faktoren berücksichtigt werden, bleibt Berechnungen zufolge eine Gehaltslücke von zuletzt sechs Prozent. Das ist die Größenordnung, die Frauen bei vergleichbarer Qualifikation und Tätigkeit weniger verdienen als Männer. Das mag sich zunächst  nicht sonderlich gravierend anhören – hochgerechnet auf 45 Beitragsjahre ergibt sich dadurch jedoch eine durchschnittliche Lohnlücke von 113.400 Euro. Dieser Betrag wird Frauen auch bei ihrer Rente fehlen.

Mit Kreativität gegen die Ungerechtigkeit

Was also tun? Wenn „gleicher Lohn für alle“ im Betrieb noch kein Thema ist, kann der „Tag der betrieblichen Entgeltgleichheit“ zur Sensibilisierung genutzt werden, wie Verdi rät. So machen die Gewerkschaften gegen die finanzielle Ungerechtigkeit mobil. 2017 findet dieser am 13. Oktober statt. Von diesem Tag an bis zum Jahresende arbeiten Frauen quasi unentgeltlich – wenn die statistische Lohnlücke zurückgerechnet wird. Daneben gibt es den „Equal Pay Day“, der das Datum markiert, bis zu dem Frauen länger als ihre männlichen Kollegen arbeiten müssten, um auf dasselbe Jahresgehalt zu kommen. 2017 fiel dieser Tag auf den 18. März.
 
Vor allem von Betriebs- und Personalräten sind nun kreative Aktionen gefragt, um auf die Einkommenslücke aufmerksam zu machen. Bundesweit gab es bereits Aktionen, wie etwa die von Verdi, bei denen eine rote Tasche auf die roten Zahlen in den Geldbörsen der Frauen hinweisen sollte. Wie kreativ der Protest gegen die Gehaltslücke ausfallen kann, zeigen auch die folgenden Beispiele:

  • Flashmob – eignet sich für größere Betriebe: Kollegen verabreden sich über Internet oder Handy an einem zentralen Ort im Betrieb und machen per Flashmob auf sich und das Thema aufmerksam. So kommen sie mit den überraschten vorbeikommenden Kollegen ins Gespräch.
  • Filmbeitrag fürs Intranet – Mit wenig Aufwand lässt sich ein Filmbeitrag für YouTube erstellen und etwa auf die Betriebsratsseite im Intranet hochladen. In dem Beitrag können Kollegen befragt werden, was sie vom Entgeltunterschied halten. 
  • 79-Euro-Schein – wo Männer 100 Euro verdienen, erhalten Frauen nur 79 Euro. Der Druck eines fiktiven 79-Euro-Scheins ist deshalb eine auffällige und einprägsame Möglichkeit, auf diesen Missstand aufmerksam zu machen
  • „79 per cent alarm clock“ – Und dann ist da noch die „79 per cent alarm clock“. Die vom Kreativlabor Party NYC gemeinsam mit MTV entwickelte Uhr wurde in hunderten von Büros in den USA verteilt. Sie klingelt nach 79 Prozent des Arbeitstages – und erinnert so Frauen daran, dass sie ab jetzt, im Vergleich zu ihren männlichen Kollegen, umsonst arbeiten.

Übrigens: Beschäftigte in Betrieben mit mehr als 200 Mitarbeitern haben seit neuestem einen Auskunftsanspruch auf das Lohngefüge im Betrieb. Der Bundestag hat ein Gesetz für mehr Lohngerechtigkeit zwischen Frauen und Männern verabschiedet. Haben Frauen die Gehaltsunterschiede schwarz auf weiß, ist die Verhandlungsgrundlage gleich eine ganz andere, so die Hoffnung.

Die wichtigsten Fakten über die Gehaltslücke auf einen Blick:

  • Die Lohnlücke in Deutschland hat 2016 bei 21 Prozent gelegen. Das bedeutet, dass Frauen umgerechnet 77 Tage (21 Prozent von 365 Tagen) umsonst arbeiten.
  • Ein Jahr zuvor hat der Unterschied noch 22 Prozent betragen. Es würde Jahrzehnte dauern, darauf zu warten, dass sich die Gehaltslücke von selbst schließt.
  • Der europäische Gender Pay Gap liegt bei 16 Prozent.
  • Während Slowenien über den geringsten Gender Pay Gap von knapp 3 Prozent (gefolgt von Malta mit 4,9 Prozent und Italien mit 6,5 Prozent) verfügt, hat Estland mit 28,3 Prozent die höchste Entgeltlücke – gefolgt von Österreich (22,9 Prozent) und der Tschechischen Republik (22,1 Prozent). Deutschland liegt mit 21 Prozent an viertletzter Stelle in Europa.

Autor: ING-DiBa



Ihre Meinung

Kommentare (20)


Kommentare

Heller

17.10.2017

Mit der Verbesserung des Angebots an Ganztagsschulen und der Schülerbetreuung könnte diese angebliche Einkommenslücke von 21% drastisch gesenkt werden. Viele Frauen werden aber vermutlich keinen Gebrauch davon machen, um wieder in Vollzeit zu arbeiten. Wenn der Mann gut verdient reicht ihnen ein Teilzeitjob.
Aber eigentlich gibt es bei diesem Problem viel Lärm um nichts. FunktionäreInnen müssen ja etwas von sich geben und sei es der größte Blödsinn.


Bianca S.

17.10.2017

Hängt die Bezahlung nicht auch davon ab, wie man sich als Frau verkaufen kann. Ich glaube, dass viele Frauen einfach ein Problem haben, mehr Lohn zu fordern, welches oft durch die Erziehung und die Gesellschaft über Jahrzehnte vorgegeben wurde. Sei angepasst, fordere nicht zu viel, sei froh, wenn du einen Job hat, auch wenn er schlechter bezahlt ist. Es wird Zeit, dass wir Frauen uns selbst coachen und uns unseres Wertes in dem jeweiligen Beruf und unsere Qualifikationen bewusst machen und dann dafür ein angemessenes Gehalt verlangen. Das nächste Mal, wenn Frau feststellt, dass sie weniger verdient als ihr Kollege, könnte sie folgende Fragen stellen :
Welche Qualifikation hat er, die ich nicht habe, die einen Unterschied rechtfertigen. Ist dem Chef bewusst, dass Frau genauso eine Familie ernähren muss, wie ein Mann und dass eben in der heutigen Zeit eben nicht immer die Männer die Hauptverdiener sind. Also Frauen : 'steht für euch ein und fordert ein.'


Heike Sachse Holder

16.10.2017

Leider sind die jungen Frauen heutzutage immer noch bereit beruflich zurückzustecken und sich von ihren Männern- für die Familie-abhängig zu machen.
Frauen die ihre Kinder von Fachpersonal betreuen lassen werden als Rabenmütter- leider immer noch!!! - abgestempelt.
Dass sie dadurch weniger verdienen ist zwangsläufig, fehlen doch wertvolle Berufsjahre!
Kluge Frauen verweigern die Fortpflanzung und kümmern sich um ihre Karriere- und verdienen dann genauso viel wie die Männer.
Leider war ich persönlich nicht ganz so clever.


Rainer Zufall

16.10.2017

Liebe ING-Diba, als langjähriger Kunde ich bin entsetzt darüber, auf der Homepage meiner Bank so einen Unsinn lesen zu müssen. Dieser sog. "gender pay gap" ist nichts anderes als Fake News. Ihr solltest Euch auf Euer Bankgeschäft konzentrieren und nicht diesem dummen Geschwätz (die SPD hatte das ja auch schon verwendet) und völlig danebenen "Ratschlägen" an Mitarbeiter und Betriebsräte eine Plattform bieten. Wenn ich in meinem Unternehmen so etwas machen würden, wäre das ein Grund für eine fristlose Kündigung.


ING-DiBa

16.10.2017

Hallo Sara Li, der Kundenservice am Telefon und per E-Mail wird überwiegend von den über 600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im ING-DiBa Kundendialog durchgeführt. Zu bestimmten Spitzenzeiten, in denen ein erhöhtes Anruf- und E-Mail-Volumen auftritt, unterstützen seit dem Jahr 1998 punktuell Kundenbetreuer der Dialogagentur gkk. Das hat aber keine Kostengründe. Das so genannte Peak-Management dient dazu, die Servicequalität hoch zu halten und lange Warteschleifen bzw. Antwortzeiten für die Kunden zu verhindern. Viele Grüße, Ihr Social Media Team


Nachdenkender

16.10.2017

Mal wieder nur FakeNews. Dient nur dazu, eine Diskussion anzuregen.

Es gibt eine Lohnungerechtigkeit in Deutschland. Jedoch hat dies in keineswegs etwas mit dem Geschlecht zu tun, sondern hängt hauptsächlich mit der Qualifikation und der Betriebszugehörigkeit zusammen.


Andi Gal

15.10.2017

ich arbeite in einem Betrieb mit ca.60 überwiegend Mitarbeiterinnen. Die gelernten Kräfte bekommen ca. 3€ brutto mehr als die ungelernten Kräfte,die für Mindestlohn arbeiten, obwohl einige, wie ich die gleiche Arbeit machen. Einen Betriebsrat haben wir nicht. Lohnverhandlungen gibt es auch nicht. Auf Nachfrage wird von Chefseite sehr unwirsch reagiert und man fühlt sich als Bittsteller. Die Firma ist eine Pfarma Firma und expandiert. Doch die Mitarbeiterinnen haben nichts davon.


Daniel

15.10.2017

Zur Frage, warum Firmen nicht ausschließlich Frauen einstellen, um durch Gehaltseinsparungen einen Wettbewerbsvorteil zu erlangen:
Es funktioniert deshalb nicht, weil es ein Mythos ist, dass Frauen bei gleicher Qualifikation, Berufserfahrung, Arbeitszeit, Alter, etc. weniger verdienen, als Männer.
Wenn dem so wäre, müsste es erheblich mehr arbeitslose Männer als Frauen geben. Ist das der Fall? Nein !
Die Zahl 20 % kommt dadurch zustande, dass man einfach das Durchschnittseinkommen zwischen Frauen und Männern verglichen hat. Viele Frauen sind Hausfrauen oder arbeiten in Teilzeit. Ein nicht unerheblicher Anteil an Frauen arbeitet zudem in Branchen, in denen generell weniger bezahlt wird, als in anderen Branchen, eine Krankenschwester verdient weniger als ein Industriemechaniker, eine Lehrerin verdient weniger als ein Ingenieur, etc.
Vergleicht man jedoch Lehrer mit Lehrerinnen schrumpft diese Zahl gewaltig. Und umso mehr vergleichbare Faktoren in diesen Vergleich einfließen, wie Qualifikation, Berufserfahrung, Alter, etc., desto mehr schrumpft diese Zahl.
Oftmals wird in den Statistiken nicht zwischen Teilzeit und Vollzeitarbeitskräften unterschieden.
Eine Lehrerin, die nur halbtags arbeitet, hat zwar die selben Jahre Berufserfahrung wie ein Lehrer in Vollzeit, nicht jedoch die selben Stunden an Berufserfahrung.

Ich kann nur jedem empfehlen auf YouTube nach "Tomas Sowell dismantling feminism" zu suchen. Schon 1980 gab es zwischen Männern und Frauen bei vergleichbaren Qualifikationen, etc. keinen Gehaltsunterschied (USA).


Sara Li

13.10.2017

Natürlich ist alles immer sogenannte "Verhandlungssache", was ich allerdings nicht 100% bestätigen kann. Viele Banken arbeiten mit "Subunternehmen" zusammen und zahlen die Hälfte der Löhne bei gleicher bzw. teilweise besserer Kompetenz als die eigenen Leute der Bank.
Macht das die ING-Diba AG auch?


Fragender

13.10.2017

Wenn ich Arbeitgeber wäre, würde ich ausschließlich Frauen einstellen. Dadurch bekäme ich die selbe Leistung deutlich (!) günstiger! Ein enormer Wettbewerbsvorteil.
Eigentlich erstaunlich, warum das nicht alle Unternehmen so machen...
--> Funktioniert das? Wenn nicht, woran scheitert es?


JW

12.10.2017

Schade, das ING-DiBa sich hier zum Sprachrohr interessierter Kreise macht. Wenn Frauen die gleiche Arbeit machen wie Männer und genauso lang arbeiten wie Männer in vergleichbarer Position, kann es sich schon seit langem keine Firma mehr leisten, Frauen schlechter zu bezahlen.
Auch die Zahlen des Statistischen Bundesamtes sagen das gleiche aus. Es gibt keine Lohnungerechtigkeit zwischen den Geschlechtern, wenn man gleiche Ausgangswerte betrachtet.
Schwacher, sehr schwacher Beitrag! Die ING-Diba sollte sich auf ihre Kernkompetenzen als Bank konzentrieren, anstatt so einen Unfug zu publizieren.


MK

12.10.2017

So was blödes habe ich seit langem nicht gelesen. Enttäuscht von DiBa


Es geht um Stundenlöhne

12.10.2017

@Daniel: Wie gesagt, die Studie redet von Stundenlöhnen, nicht von Gehalt oder Gesamtverdienst.


Daniel

12.10.2017

Es gibt keine Ungerechtigkeit!

Eine nicht unerhebliche Zahl an Frauen arbeiten in Teilzeit oder sind Hausfrauen, arbeiten also überhaupt nicht.
Daher ist der Durchschnittslohn der Frauen natürlich niedriger als der der Männer. Nicht, weil Frauen schlechter bezahlt werden, sondern weil sie schlicht und einfach weniger arbeiten als Männer.
Wer weniger arbeitet, verdient weniger und wer nichts arbeitet, verdient auch nichts, so einfach ist das.

Wenn dem so wäre, warum stellen Firmen dann nicht überwiegend Frauen ein? Wäre doch um einiges billiger !


Joe

12.10.2017

@Jan: Die Differenz bezieht sich auf die Stundenlöhne, nicht auf das Gehalt. Insofern ist es egal, ob man/frau halbtags oder ganztags arbeitet. Andere Studien sprechen bereinigt, das heißt gleicher Beruf, gleiche Firma, ähnliche Erfahrung von 7-8%.
Und diesen Unterschied kann man zum Teil damit erklären, dass Männer ihre Erfolge stärker herausheben und bei Verhandlungen forscher sind. Zurückhaltende Mitarbeiter/-innen verdienen bei gleichen Leistungen weniger, das ist auch innerhalb desselben Geschlechts so.
Außerdem habe ich in meinem Umfeld beobachtet, dass Frauen zwar gute Arbeit machen, aber eher einen geregelten Feierabend bevorzugen, während es meist Männer sind, die noch schnell spätabends oder am Wochenende die Kohlen aus dem Feuer holen oder einen dringenden Kundentermin wahrnehmen.
Der Rest zu 21% ist überwiegend dem Umstand geschuldet, dass Frauen ihren Beruf viel eher nach persönlichen Wünschen suchen ("Ich möchte was mit Menschen machen"), während für Männer ihren Wunschberuf viel eher danach wählen, dass ordentlich verdient wird.


Jan

11.10.2017

In Ergänzung zu meinem vorangegangenen Kommentar: Selbst das Statistische Bundesamt, das die Zahlen ermittelte, ist sich nicht mal bei den 6% sicher. Zitat: "Das heißt, dass Frauen bei vergleichbarer Qualifikation und Tätigkeit pro Stunde durchschnittlich 6 % weniger als Männer verdienten. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass der bereinigte Gender Pay Gap möglicherweise geringer ausgefallen wäre, wenn weitere lohnrelevante Einflussfaktoren für die statistischen Analysen zur Verfügung gestanden hätten. So lagen beispielsweise zu den familienbedingten Erwerbsunterbrechungen keine Informationen vor." https://www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressemitteilungen/2017/03/PD17_094_621.html

Jetzt frage ich mich, was bleibt denn dann noch übrig? Bleibt überhaupt noch etwas übrig? Und warum werden die 21% so gepusht? Weil bei unter 6% (und die noch nicht mal sicher) kein Hahn mehr krähen würde und erst mal eine sichere Quellenlagen und Datenbasis gefordert werden würde?


Jan

11.10.2017

"Die Lohnlücke in Deutschland hat 2016 bei 21 Prozent gelegen. Das bedeutet, dass Frauen umgerechnet 77 Tage (21 Prozent von 365 Tagen) umsonst arbeiten."

Liest sich die ING DiBa auch ihre eigenen Beiträge durch? Das ist eben nicht Fakt. Erst einmal müssten die Damen den gleichen Beschäftigungsgrad haben wollen. Wer nur 50% arbeiten geht, der kann doch nicht das Gehalt eines 100%-Mitarbeiters fordern? Und wer nur 50% arbeitet, der darf doch nicht behaupten, dass er an den freien Tagen "umsonst arbeitet".


Henry

10.10.2017

Gehälter sollten nicht zu weit auseinanderklappen, ob jetzt Mann / Frau oder Angestellte / Arbeiter und auch Vorstände - warum verdient einer der eine große Firme leitet und gut ist 1,5 bis 3 Mio. und ein anderer mit gleichwertigen Angaben 10 bis 30 Mio. nur weil das Produkt gefragter ist?
Einige verdienen in diesem Lande einfach viel zu viel - kein Neid!!! Wahrheit!!!
Versicherung, Hotlines, Verkäufer, etc. es sollte Festanstellungen geben und keine Abhängigkeiten und auch keine Abrufarbeiten wie bei der Post, LSG, Verkäufer im Einzelhandel wie H&M, etc. - die Mitarbeiter haben mal 400 und mal bis zu 1.400 Euro im Monat. Hüpfen also im Dispo hin und her und wissen oft nicht ob das Geld wieder rein kommt, zahlen dazu auch noch horrende Dispogebühren.


Oliver

10.10.2017

Mit Verlaub; wie im Artikel beschrieben gibt es die 21% real nicht. Es sind also, wenn überhaupt, max. 6% und die erklären sich in Zeiten von Tariflohn und Gehaltsvergleich nicht durch ein „Ungerechtigkeit“. Wenn ich mich in meinem Büro umschaue stelle ich folgendes Fest.
- wir haben nur Sekretärinnen allerdings ist auf Manager-Ebene das Verhältnis (Frauen/Männer) durchaus ausgewogen
- Teilzeitkräfte sind ausschließlich Frauen
- in der Chefetage sitzt bei uns eine Frau
- von den MA die ein Sabbatical einlegen sind 75% Frauen

In meinem Bekanntenkreis habe ich sowohl sehr erfolgreiche Damen mit einem stattlichen Gehalt als auch Damen denen Familie ODER Freizeit wichtiger ist und die daher nicht voll arbeiten oder in einem Beruf der traditionell nicht gut vergütet wird (dies ist aber ein anderes Thema!).

Mein persönliches Fazit: Ich habe eine Kanzlerin, meine Chefin ist eine erfolgreiche Frau und meine Partnerin geht in einem Jahr –wenn unsere Kleine bei der Oma bleiben kann- wieder als Agenturleitung zurück in den Job. Also, wenn unsere Sekretärinnen einen „Flashmob“ organisieren und 21 % mehr Lohn fordern dann würde ich sie daran erinnern
1. Vollzeit zu arbeiten
2. sich weiterzubilden (Augen auf bei der Jobwahl beim Thema Gehalt)
3. sich ein bisschen auf die Karriere zu konzentrieren

Anders wird es bei Männern auch nichts mit einem guten Gehalt!


Michael

10.10.2017

"wenn diese Faktoren berücksichtigt werden, bleibt Berechnungen zufolge eine Gehaltslücke von zuletzt sechs Prozent."

Wenn man also 21% fordert oder 79% in Aktionen plakatiert, übertreibt man schamlos bzw. fordert eine Überkompensation um das 3,5-fache.