MiFID II

Was die Finanzmarktrichtlinie für Bankkunden bedeutet | 05.02.2018

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© ING-DiBa

Mehr Transparenz bei den Kosten, besserer Schutz für private Anleger, vertiefte Informationen zu Anlageprodukten – das verspricht die neue europäische Finanzmarktrichtlinie MiFID II (Markets in Financial Instruments Directive). Und die tritt am 3. Januar 2018 in Kraft.

Mehr Transparenz: Kosten und Zuwendungen werden offengelegt

Privatanleger werden schnell einige Veränderungen merken. Und das fängt schon vor der Auftragserteilung für den Kauf von Wertpapieren an: Banken müssen künftig volle Kostentransparenz gewährleisten. So werden Kunden künftig automatisch informiert, welche Kosten und Gebühren für die Order fällig werden. Diese Information muss sowohl in Form eines Prozentsatzes der anzulegenden Summe, als auch in Euro und Cent dargestellt werden.

Außer der Übersicht über Orderprovisionen, Handelsplatzgebühren und Produktkosten, welche vom Hersteller zugeliefert werden, erhalten Bankkunden auch darüber Informationen, welche Zuwendungen ihr Geldhaus gegebenenfalls für den Wertpapierkauf erhält, und welche Entgelte innerhalb eines Produkts anfallen. Zudem werden von Januar an die Auswirkungen aller Kosten auf die Rendite eines Anlageproduktes ausgewiesen.

Mehr passende Produkte: Risikotoleranz und -tragfähigkeit wird geprüft

Und dann wird es noch die sogenannte Geeignetheitserklärung geben. Hierbei muss geprüft werden, ob ein Anlageprodukt in Einklang mit den Anlagezielen, der Risikotoleranz und der Risikotragfähigkeit des Kunden steht. Der potenzielle Käufer muss also in der Lage sein, mit seinen Kenntnissen und Erfahrungen das Risiko des empfohlenen Finanzinstruments zu verstehen. Erst wenn diese Prüfung positiv ausfällt, darf das entsprechende Produkt verkauft werden.

Mehr Sicherheit: Wertpapieremittenten müssen Zielmarkt definieren

Eine weitere Neuerung kann zur Folge haben, dass nicht jeder Kunde jedes Wertpapier kaufen darf. Je nach Risikoeinstufung des Kunden gab es auch schon in der Vergangenheit Beschränkungen. Künftig müssen Emittenten aber genau definieren, welche die Zielkunden eines Produktes (Zielmarkt) sind. Ebenso kann festgelegt werden, für wen sich dieses Anlageprodukt nicht eignet (negativer Zielmarkt).

Mehr Informationen: Depotauszug kommt künftig alle drei Monate

Die neue Finanzmarktrichtlinie sorgt neben mehr Transparenz bei den Kosten, für mehr Sicherheit durch die Definition eines Zielmarktes sowie für mehr Informationen für Anleger. Künftig erhalten sie alle drei Monate einen Depotauszug. Bislang gab es den nur einmal im Jahr. Anleger, die in Hebelprodukte investiert sind – beispielsweise Optionsscheine oder Knock-Out-Zertifikate – werden ab 2018 automatisch informiert, wenn das Investment einen Verlust von zehn Prozent im Vergleich zum Kaufpreis gemacht hat. Sollte der Kurs weiter absinken, erfolgt eine Information jeweils nach einem Minus von einem weiteren Zehntel. ING-DiBa-Kunden bekommen diese Informationen in ihr elektronisches Postfach oder per Brief.

Mehr Schutz: Anlageberatungen werden archiviert

Geldhäuser sind künftig verpflichtet, Telefongespräche und elektronische Kommunikation, die sich auf die beim Handel für eigene Rechnung getätigten Geschäfte und die Erbringung von Dienstleistungen von Kundenaufträgen beziehen, mitzuschneiden. Die telefonische und elektronische Kommunikation, mit Orderbezug, muss aufgezeichnet und 5 Jahre, auf Wunsch der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) sogar bis zu sieben Jahre, aufbewahrt werden.
Sollte der Kunde dagegen Einspruch erheben, kann er bei uns leider keine Wertpapiergeschäfte mehr tätigen. Schriftliche Orders werden nicht länger angenommen.

Wer noch mehr über MiFID II erfahren möchte, findet hier noch weitere Informationen.

Autor: ING-DiBa


Ihre Meinung

Kommentare (39)


Kommentare

Wilfried Rink

19.02.2018

Transparenz bei den Kosten - in Ordnung.

Aber: Die Anlagemöglichkeiten werden - aus zum Teil nicht sachgerechten Gründen - weiter eingeschränkt. So darf ich einige Papiere in meinem Bestand nicht mehr kaufen - ein Verkauf mit späterem Rückkauf zu niedrigeren Kursen ist nicht mehr möglich.

Ein jährlicher Depotauszug reicht aus.

Die Anlagemöglichkeiten in festverzinslichen Wertpapieren sind ohnehin unangemessen eingeschränkt, weil viele Emittenten die Möglichkeit nutzen, Papiere in 100.000er Stückelung auszugeben, um damit niedrigere Publizitätsanforderungen erfüllen zu müssen.
Sicher sinnvoll für nachrangige CoCo-Papiere - aber sonst schränkt diese Praxis nicht nur den Erwerb, sondern auch die Möglichkeit zu Diversifikation erheblich ein.

Und ich zweifle daran, dass der erhbliche bürokratische Aufwand den Nutzen für die weniger sachkundigen Anleger rechtfertigt.

Trotz einger herber Verluste (Alan Bond, Argentinien, Generals Motors, Solarworld, Portugal Telecom) ist meine Gesamtbilanz sehr positiv. Mag sein, dass ich dieses Ergebnis oder sogar ein besseres

auch mit Aktien erzielt hätte - aber ich will das Ergebnis meiner Anlagen zumindest teilweise vorab kalkulieren können, und das geht mit Aktien nicht.

Erheblich riskantere Papiere als diejenigen, zu denen mir der Zugang verwehrt ist, könnte ich ohne weiteres kaufen.


Rolf

18.02.2018

Die staatliche Bevormundung reicht langsam. Wer sich unsicher fühlt, der kann sein Geld auf dem Sparbuch anlegen und wird - Draghi sei Dank - mit Sicherheit Verlust machen. Alle anderen haben ausreichend Informationsmöglichkeiten und gehen bei Aktienkäufen bewusst ein Risiko ein. Werden wir demnächst auch noch in anderen Lebensbereichen erst den Nachweise erbringen müssen, dass wir bestimmte Artikel kaufen dürfen?


Oliver K.

18.02.2018

Völlig überzogenes Bürokratiemonster aus der Giftküche realitätsferner EU Bürokraten.

Anleger Schutz gut und schön. Aber wollen wir alle Bürger aus der Verantwortung nehmen, wie 1 jährige Kleinkinder?

Die Kosten für diesen Irrsinn trägt der Bankunde über totischer steigende Preise.


Volker S.

16.02.2018

Wäre es nicht sinnvoller endlich etwas gegen diese Leerverkäufer zu tun um die ANleger zu schützen?


Siegfried T.

16.02.2018

Wenn das Mi FID 2 ist was war dann Mi FID 1 ich fühle mich bei all dem unwohl. Riester Rente war schon Unsinn, wenn eine Bank nach einem Brief, der unmissverständlich verfasst wurde antwortet Wir Dachten, dann einiges schief läuft und nur mit einer massiven Handlung richtig handelt sage ich nein Danke fürs Gespräch und die Zumutung!
Siegfried T.


Günter H.

16.02.2018

Kostentransparenz ist immer Gut.
Vor Kursverlusten gibt es aber keinen Schutz.
Führen die vielen Auflagen zu höheren Kosten für den Anleger?
Der Anleger hat auch eine Eigenverantwortung bei selbst getätigten Ordern.


Friedrich

16.02.2018

Die Transparenzregelungen kommen Jahrzehnte zu spät und schriftliche Orders zu unterbinden liegt wohl kaum im Interesse der Kunden.
Aus Erfahrung kann ich versichern, daß der Anleger auch von den neuen Regelungen nicht geschützt wird, wenn eine Bank bereit ist, ihm beim Wertpapierverkauf direkt ins Gesicht zu lügen und den "Anlageberater" noch vor Gericht eine Falschaussage machen zu lassen. Die oft schreiende Inkompetenz der Gerichte in Wirtschaftsfragen tut ein Übriges.


Matze

15.02.2018

Die Regelung ist ein Schlag ins Gesicht der Anleger. Globales investieren ist nicht mehr möglich. Erst heißt man soll vorsorgen, wenn man dann ein gutes Investment gefunden hat, wird es einem wieder verwährt. Ähnliche Produkte gibt es leider nicht in Europa, der Anleger könnte vielleicht etwas verdienen. Ich finde die Politik nur noch frech, was hier betrieben wird. Es geht nur noch um die Enteignung der Privatleute, egal in welchem Lebensbereich!!!


Gerhard

15.02.2018

1. Der Bürokratismus nimmt unerträgliche Formen an
2. Ich fühle mich total entmündigt
3. Kosten für Banken unnötig hoch, belasten deren Bankkurse
4. Da durften sich Juristen austoben, die keine Ahnung von der Bankgeschäften haben
5. Schutz des Kunden gegenüber dem Bankberater: diesen wider-sinnigen Schutz brauche ich nicht. Agiere mit Aktien seit ca. 60 Jahren


Georg

15.02.2018

Bürokratismus in Potenz. Hierdurch entstehende Kosten zahlt nicht der Gesetzgeber, sondern der Kunde, der nun keine Möglichkeit mehr hat diese Kosten zu vermeiden.


WW

15.02.2018

Letzendlich hat sich die Branche der "Beraterbanken" das selbst zuzuschreiben. Die Branche hat das einstmals in sie gesetzte Vertrauen auf teilweise schäbige Weise verspielt. Durch das neue Regelwerk und der damit verbunde Aufwand wird das "private Banking" für die Banken grenzwertig rentabel, wenn es sich nicht um die ganz großen Vermögen handelt und für die Kunden unpraktikabel, wenn jede Transaktion zum bürokratischen Monster wird und die Privatsphäre der Kunden in unangenehmer Weise ausgeleuchtet wird.


Franz

15.02.2018

Ich stimme der Meinung von Klaus vom 15.02. fast vollständig zu. Nur mit der Verlustbeteiligung der Banken habe ich so meine Probleme. Wenn man eine Verlustbeteiligung macht, dann muss der Gewinnanteil für die Bank auch sehr hoch sein. Möchten wir wirklich 30 oder 50% vom Gewinn abgeben? Ich lese sehr viele Analysen von Banken über die Firmen, die mich interessieren. Diese Analysen sind in meinen Augen fundiert. Über Kurszielangaben kann man immer streiten. Man kann aber eine faire Bewertung abgeben. Ob die Aktie diese Bewertung erreicht, liegt nicht an den Analysten der Banken. Denn stelle man sich vor, man fragt 20 Analysten nach dem Kursziel, dann hat man mind. 18 verschiedene Kursziele. Daraus schließe ich, dass kein Mensch eine genaue Kursentwicklung abgeben kann und das sollte auch der Anleger nicht erwarten. Mann kann ja jeden Tag von irgend welchen Schreiberlingen jeden Tag lesen, warum ein Kurs steigt oder fällt. Die jeweiligen Begründungen sind oft mehr als toll. Das könnte jeder schreiben. Wenn man Aktien kauft, sollte man die Produkte der Firma verstehen, sich eine Meinung über die Firma bilden und dann kaufen oder nicht. Jeder sollte sich an die eigene Nase fassen und nicht immer nur gierig sein. Wenn sich dann die Aktie nicht so entwickelt wie man sich es vorgestellt hat, dann sind immer andere schuld, nur selbst trifft einem keine Schuld.


hueg 37

15.02.2018

Wenn ich in ein Geschäft gehe,um etwas zu kaufen,habe ich mich
sicher vorher auch schlau gemacht.Was soll hier anders sein?


Carsten

15.02.2018

Auch ich bin der Meinung, dass diese gesetzlichen Regelungen einer Entmündigung des "gemeinen" Anlegers ziemlich nahe kommen. Private Marktteilnehmer, die seit Jahren oder sogar Jahrzehnten das Auf und Ab der Börse - auch immer wieder mal schmerzlich -
kennengelernt haben, werden jetzt von teilweise relativ jungen "Beratern" wie Erstklässler an die Hand genommen, die einem dann sagen "Das darfst Du nicht !"


Kurt

15.02.2018

Kann Thomas Kommentar vom 15.02.2018 nur voll zustimmen !


Rainer Müller

15.02.2018

Schließe mich der vorherrschenden Meinung an, die Regelung öffnet
den Weg zum gläsernen Kunden und mit weniger Risiko zum Vorteil
der Banken. Wir sind das -goldene Kalb- und der Tanz wird immer
wilder.


Klaus

15.02.2018

Die neue Regelung ist Ausdruck eines zunehmend paternalistischen Staates, der meint, dass ich nicht in der Lage bin, selbst die Risiken von Rechtsgeschäften, aber auch von Lebensvorgängen allgemein, abzuschätzen. Kehrseite davon ist allerdings die Haltung vieler Mitbürger, dass irgend jemand doch verantwortlich sein müsse für das, was ihnen widerfahren ist. Das heißt, es nimmt auch die Bereitschaft und die Fähigkeit ab, zu erkennen bzw. anzuerkennen, dass man selbst verantwortlich ist für Missgeschick.


Thomas

15.02.2018

Überegulierung pur und die Zielrichtung ist eindeutig, durch angeblich mehr Transparenz den Anschein höherer Sicherheit für den Anleger vorzugaukeln. Es geht doch hier nur um die Zielsetzung, für die Banken ein niedrigeres Risiko auf Kosten der Anleger zu erreichen, um beim Platzen der nächsten Blase, weniger in Anspruch genommen zu werden. Der Preis ist wie immer ein transparenterer Kunde, der es nicht merkt, wieder in eine Schublade gesteckt zu werden, um sein Verhalten für weitere kommerzielle zu nutzen. Die in der Vergangenheit geführte Diskussion über die Abschaffung des Bargeldes, gilt der gleichen Zielsetzung, den Bürger zu entmündigen und jegliche Transaktion zu kontrollieren. Dann kann Oma keine 5 Euro mehr für ein gutes Zeugnis dem Enkel aus der Tasche zahlen und Freundschaftsleistungen oder 1kg Kartoffeln auf dem Markt gibts dann auch nur noch mit Karte? Will das der Bürger wirklich, will man sich noch mehr zum Sklaven machen lassen und alles mit der Globalisierung und Digitalisierung entschuldigen.

Finazgeschäfte laufen ohnehin absolut ungleich. Hier wäre eine Regulierung zu Gunsten des Kunden dringend erforderlich. Ohne jegliches Risiko nehmen die Banken und Co. vom Anleger das mühsam erarbeitete Geld an. Dafür Zahlt er bei Fonds im Vorwege bis zu 5 % Eintrittsgebühr,+ Fondmanagergebühr bis zu 2 % p.a. +teiweise Depotgebühren +usw. Auf Erträge darf er dan mindestens 25 % Einkommensteuer bezahlen + noch Soli. Das freut den Finanzminister und die Bank freut sich immer, egal ob es an der Börse bergauf oder bergab geht. Ein Verlust trifft nur den Anleger, die Bank leidet kaum, es sind halt nur weniger Gebühreneinnahmen. Haben sie selbst gezockt, dann hilft irgend ein "Schirm". Ganz toll.

Hier vermißt man doch eine gerechtere Risikoverteilung zwischen Anleger und den Vermögensberatern, die so aussehen könnte, das die Bank vom Ertrag eines Papieres einen % Anteil vom Anleger erhält und sich umgekehrt am Verlust beteiligen muß, wenn es bergab geht. Das würde endlich zu einer ehrlichen Beratung von Wertpapieren- führen, da man dann im gleichen Boot sitzt, mit den gleichen Zielen. So hat heute nur eine Seite den Spaß und dieser wird mit ständigen weiteren sog. Vorschriften, für Bank und Co, unterstützt.

Leider merken das nur die wenigsten Anleger und Bürger. Zum Schluss ein altes Sprichwort: die beste Beratung kann jeder nur für sich treffen ! Darauf kann man vertrauen.


langjähriger Kunde einer "renommierten" Bank

15.02.2018

Gestern wurde mir mit Bezug auf die Regelungen von Mifid II von einem dritten Finanzinstitut (also nicht der DiBa!) ein Fragebogen vorgelegt, den ich verpflichtend ausfüllen und in dem ich genaue und sehr weitgehende Angaben zu meinen finanziellen Verhältnissen und persönlichen Lebensumständen machen sollte. Mein "Bankberater" drängte auf das vollständige Ausfüllen des Fragebogens, der allerdings sehr offensichtlich eher dazu geeignet war, mich als Kunden zu durchleuchten, als meine Risikobereitschaft und Erfahrungen im Wertpapierhandel zu beurteilen. Ohne das vollständige Ausfüllen dieses "instituteigenen" Fragebogens müsse mir die Bank gemäss mifid II jede weitere Geschäftstätigkeit in meinem Depot (auch den Verkauf vorhandener Papiere) künftig verweigern. Erst auf mein hartnäckiges Verlangen wurde dann akzeptiert, dass ich auf einen Großteil der gestellten Fragen keine Angabe machen wollte. Hinzu kam, dass ich bereits im Vorfeld zu diesem Vor-Ort-Termin in der Filiale gedrängt wurde / genötigt wurde, mit eben der Begründung, dass ich ohne diese Termin nicht weiter über mein Depot verfügen könne. Der Termin hat mich gut drei Stunden meiner Zeit gekostet. Mifid II wird hier wohl eher von der Bank zur Marketing-Recherchen genutzt und vorgeschoben sowie zur Eigenabsicherung der Bank, als dass es tatsächlich der Sicherheit des Anlegers dient oder auch nur dazu beiträgt. Eine echte Beratung oder Aufklärung hat es in diesem Gespräch, an dem immerhin ein "handlungsbevollmächtigter Wertpapierexperte" und dazu noch eine langjährige Kundenberaterin teilnahmen, definitiv nicht gegeben! Statt einer vernünftigen (und erwarteten) Beratung werde ich künftig vermutlich noch mehr unverlangte Werbepost erhalten...


Konstantin

15.02.2018

Bin noch Börsenneuling sehe dieser Entwicklung aber mit Argwohn entgegen. Wie kann es sein, dass ein Emittent seinen Zielmarkt selbst definieren darf?! Wir leben doch in einer relativ freien Marktwirtschaft.

Um das ganze weiter zu spinnen: Darf das dann in Zukunft auch auf andere Geschäftsmodell angewandt werden? Kriegt dann eine übergewichtige Person keinen Döner oder Burger mehr, da er ja offensichtlich das damit verbundene Risiko nicht einschätzen kann?

Bin sehr skeptisch ob das bestand haben wird...


Hans-Gilg Naegele

15.02.2018

Außer der verbesserten Kostentransparenz sehe ich keine Vorteile, dafür umso mehr Bürokratismus.


Jürgen

15.02.2018

Denen, die diese Regelung zu weit geht, sollten sich einmal ihre Kapitallebensversicherung ansehen.
Hier werden den treuen Kunden seit Jahrzehnten Ablaufleistungen ausgewiesen, die bei Vertragsende nicht eingehalten werden.
Wer schützt hier den Kunden?


Norbert

15.02.2018

Die Regulierung geht mir zu weit! Ich finde es gut und richtig, über die jeweiligen Kosten jetzt vorab informiert zu werden. Bei vermeintlich für den einzelnen Anleger zu großen Risiken ist m.E. der Hinweis darauf nicht notwendig. Letzlich muß jeder Anleger seine Risikobereitschaft selbst einschätzen (können) und entsprechend handeln.


Bernd

15.02.2018

Falls Sie auch nur eine von mir veranlassten Kauf ablehnen, bin ich gänzlich weg von Ihrer Bank, aber auch aus dem ganzen Geschäft mit Aktien, ETF´s oder Anleihen. Wenn der Staat es so will, dann wird eben wieder per Sparbuch gespart!


VM

15.02.2018

Entmündigung ist nur das Ende einer fatalen Kette. Letztlich sind doch "wir" selbst Schuld an solchen Entwicklungen: Da wird nicht sinnvoll angelegt sondern aus Gier gezockt was das Zeug hält - und wenn es dann schief läuft, bemüht man die Gerichte, die dem "armen Anleger" (auch institutionellen und Heuschrecken) auch noch Recht geben. Kein Wunder, wenn der Gesetzgeber dann anfängt, Regeln aufzustellen. Das ist wie überall im Leben (als Beispiel): Stößt sich jemand den Kopf an einem niedrigen Balken sind alle anderen Schuld, Schmerzensgeld wird eingeklagt. Die Folge des Gesetzgebers: Alle niedrigen Balken müssen mit schwarz-gelbem Trassenband gekennzeichnet werden.
Kann man nicht erwarten, dass jeder auf seinen eigenen Schädel aufpasst? Und wenn mal schief gegangen, zum Missgeschick stehen und die Beule mit Fassung tragen?


Erfahrener Anleger

15.02.2018

So werden Sparer in überteuerte Riester-Verträge gerieben.


CH

15.02.2018

Die oben gestellt Frage lässt sich nicht einfach mit Ja oder nein beantworten. Teile der Richtlinie sind gut, andere nicht. Transparenz, vor allem zu Gebühren, finde ich gut, auch Informationspflicht, aber danach wird zu stark in die Freiheit eingegriffen.


MG

15.02.2018

Vollkommene Überregulierung und Bevormundung.
Natürlich wird es auch weiterhin einmal Anlagen mit Verlusten geben, das liegt in der Natur des Kapitalmarktes. Die Kosten dieser unnötigen strangulierenden Überbürokratisierung werden unseren Wohlstand auffressen. Übrigens wird so auch das systemische Risiko massiv erhöht, weil alle nur noch in eine Richtung beraten werden und weniger Meinungen und Analysen zu Herdenverhalten führen wird. Wenn es dann in die falsche Richtung geht, laufen alle mit. Es wird also genau das Gegenteil dessen erreicht, was diese Bürokraten angeblich bezwecken.


Chris

15.02.2018

Eine absolute Überregulierung... Jeder ist für sein Investment selbst verantwortlich. Wer blind einem Anlageberater vertraut und nichts hinterfragt ist selber Schuld.


Alex

15.02.2018

Das ganze ist ein Markteingriff. Der nur ein Ziel hat jeden Bürger zu entmündigen und die Rechte sowie den Wettbewerb zu verzerren. Durch dieses System können nun Banken sich komplett vom
Markt abschotten und untereinander handeln dank der Risikoeinstuffung nach "erlerntem wissen aus der Zeit als Anleger" noch dazu da die Bank nicht über das geringste wissen verfügt welcher Kunde was kann oder versteht.... als Wirtschaftswissenschafttler und Teil der Tradingmaster Comunity denke ich eigentlich ein gutes solides Wissen über die Vorgänge zu besitzen. Aber dadurch, dass ich weniger Geld zum handeln zur Verfügung habe als Student als ein Opa welcher nur in sichere Dtaatsanleihen und "sichere" Aktien investiert könnte ich in die selbe Produktkategorie rutschen und nur noch vermeintlich sichere Anlagen kaufen dürfen. Wie soll so ein zweiter Waren Buffet noch zustande kommen wenn von vornherein gesagt wird wir entscheiden was du kaufen darfst und was nicht ?!


Evelyn Busse

14.02.2018

Ich empfinde Mifid 2 als Überregulierung und Entmündigung des Anlegers bzw. des Traders. Auch die Zentralisierung über die Super Boersenaufsicht der EMSA ist kritisch zu sehen. Insbesondere die geplanten Regulierungen zum CFD Handel, wie drastische Hebelreduzierung und Margin Call nicht bezogen auf die Kontogröße, sondern auf jede einzelne offene Position werden Privatanlegern einen transparenten und lukrativen Markt versperren. Wenn diese Reglungen dann auch noch auf Altpositionen Anwendung finden bedeutet das für viele Trader das sie ihr gesamtes Kapital verlieren können und die mit der Begründung Privatanleger schützen zu wollen. Bin extrem sauer!


Roland

14.02.2018

@ Marc Klämptner, Herr Mersebrock hat sowas von Recht und auch die anderen Kommentare bringen die Sache auf den Punkt.
Wenn sie eines Tages beim Bäcker stehen und kein Brot verkauft bekommen, weil sie evtl. eine Zutat nicht gut vertragen könnten und ihnen der Bäcker das Brot deswegen nicht geben darf, werden sie es auch verstehen.


Marc Klämptner

14.02.2018

Der Kommentar von Herrn Mersebrock geht völlig daneben und ich bin entsetzt darüber. Wie kann man das Risiko von Finanzanlagen mit Risiken im Straßenverkehr vergleichen. Im letzteren Fall geht es um Leben und Tod!
Im übrigen halte ich die neuen Regelungen für gut. Die Banken verdienen gut genug mit unserem Geld. Nicht zuletzt hierdurch wird der Anleger nochmals auf das Risiko von Finanzanlagen hingewiesen.


Klaus Mersebrock

13.02.2018

Wo bleibt eigentlich die Mitverantwortung der sogenannten mündigen Bürger? Wer sich ein Auto kauft, wird auch nicht über die Risiken eines möglichen Unfalls mit Todesfolge oder lebenslanger Behinderung informiert und durch ein Risikoprofil geschickt, das es dem Verkäufer untersagt, einer Person aus einer Risikogruppe ein PS Monster zu verkaufen?


Best, Hans-Peter

12.02.2018

Der Mensch wird langsam entmündigt. Brüssel hält die Verwaltung hoch und wirft das Geld der anderen raus.
Hochlebe die Bürokratie!!!


Ralf

11.02.2018

Da ich selber schon seit einigen Jahren nicht mehr an Kapitalmärkten zocke, ist mir privat MIFID zunächst einmal ziemlich egal :-) . Ich arbeite jedoch in einer Bank und bin u. a. mit der Implementierung dieser Richtlinie betraut - Das ist ein Alptraum !


Nikolaus

05.02.2018

Die neue Richtlinie ist mal wieder ein bürokratisches Monster. Die Übermittlung eines Depotauszuges vierteljährlich verursacht den Banken nur unnötigerweise Kosten, da der Kunde selbst täglich online sein Depot im Detail ansehen und ausdrucken kann.


ING-DiBa

05.02.2018

Hallo Joe, hm, das ist merkwürdig - bei uns funktioniert der Link. Wir geben das aber gleich nochmal zur Überprüfung an die Kollegen weiter. Viele Grüße, Ihr Social Media Team


Joe

05.02.2018

Der Link zu diesem Artikel funktioniert nicht. Ich habe es durch Manipulation der URL geschafft, hierher zu kommen.