Ihr Geld 2019

Was ändert sich? – Was gibt’s Neues? – Wo können Sie sparen? │05.12.2018

Neues 2019

© ING

Beitragsentlastungen, steigende Renten oder das Recht auf Brückenteilzeit – im kommenden Jahr stehen für Steuerzahler und Arbeitnehmer einige Veränderungen an. Was 2019 wichtig ist, hier auf einen Blick.

Änderungen bei den Sozialabgaben

Es klingt fast wie eine Milchmädchenrechnung – während der Arbeitslosenbeitrag zum 1. Januar 2019 von 3 auf 2,5% des Bruttoeinkommens sinkt, steigt der Beitragssatz zur Pflegeversicherung um 0,5 Punkte auf 3,05% des Bruttoeinkommens. Beitragszahler ohne Kinder müssen künftig 3,3% zahlen. Was unter dem Strich tatsächlich einen finanziellen Vorteil bei den Sozialabgaben bietet: 56 Millionen Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen werden entlastet, weil Arbeitgeber ab Januar wieder die Hälfte des Krankenkassen-Beitrags und auch die von den Mitgliedern bisher allein zu zahlenden Zusatzbeiträge zu gleichen Teilen mit zahlen müssen.

Raus aus der Teilzeit-Falle mit der Brückenteilzeit

Bislang gilt zwar für Arbeitnehmer ein Recht auf Teilzeit – nicht aber das Recht darauf, zurück in die Vollzeit zu wechseln. Teilzeit-Falle ist hier das Stichwort. Ein neues Gesetz soll Entschärfung auf diesem Gebiet bringen. Ab Januar können Arbeitnehmer ihre Arbeitszeit für ein bis fünf Jahre verringern – ihre Arbeitgeber müssen ihnen anschließend die Rückkehr in Vollzeit ermöglichen. Diese Brücken-Teilzeit gilt in Unternehmen mit mindestens 45 Beschäftigten, wenn die Mitarbeiter mindestens ein halbes Jahr im Betrieb sind. Eine Einschränkung gibt es jedoch: Arbeitgeber mit 46 bis 200 Beschäftigten müssen nur einem von 15 Arbeitnehmern den Anspruch auf Brückenteilzeit gewähren.

Mehr Geld und Absicherung für Rentner

Die amtierende Regierung hat ein Milliardenschweres Rentenpaket auf den Weg gebracht. Dabei wird zum einen die Mütterrente deutlich ausgeweitet und zum anderen die Bestandsrenten erhöht. Ebenfalls mehr Geld bekommen Erwerbsminderungsrentner.

Milliardenunterstützung für Familien

Zwei Dinge ändern sich beim Kindergeld: Ab Juli erhalten Eltern zehn Euro mehr Kindergeld im Monat und es steigt der Kinderfreibetrag in zwei Stufen von 7.428 auf 7.812 Euro. Außerdem erhöht sich der Grundfreibetrag von 9.000 auf 9.408 Euro. Eine andere Maßnahme, von der vorrangig Familien profitieren, ist es zudem die Einkommensteuertarife zu verschieben, um die Effekte der „kalten Progression“ zu mindern.
 
Eine weitere Initiative der GroKo ist insgesamt die Verbesserung von Deutschlands Kitas. Für Geringverdiener sollen diese außerdem kostenlos werden. Länder erhalten dafür ab Anfang 2019 die nötigen Mittel im Rahmen des „Gute-Kita-Gesetz“. Bis 2022 sollen dafür 5,5 Milliarden Euro vom Bund an die Länder fließen.
 
Übrigens: Ab Januar 2019 müssen Eltern in Mecklenburg-Vorpommern für Geschwisterkinder keine Kitagebühren mehr zahlen.

Mindestlohn steigt

Der 2015 eingeführte Mindestlohn steigt zum 1. Januar 2019 auf 9,19 Euro pro Stunde. Das führt dazu, dass Minijobber immer kürzer arbeiten können, bis die Verdienstgrenze erreicht ist. Das Bundesarbeitsministerium hatte einer Anhebung der 450-Euro-Grenze eine Absage erteilt. Die Begründung: Das Ziel sei es, eine Ausweitung der Minijobs zu begrenzen und möglichst viele Menschen in volle sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zu bringen.

Höhere Steuer-Freibeträge

Ledige haben ab dem 1. Januar in der Einkommensteuer einen Grundfreibetrag von 9168 Euro – und damit 168 Euro mehr als 2018. Verheirateten stehen künftig 18 336 Euro zu, also 336 Euro mehr als bisher. Bis zu diesem Betrag bleibt das Einkommen steuerfrei. Um 96 Euro angehoben wird auch der sächliche Kinderfreibetrag, er liegt dann bei 2.490 Euro pro Kind und Elternteil.

Mehr Zeit für die Steuer

Das Steuergesetz ist zwar schon seit 2017 in Kraft, es wirkt sich aber erst jetzt aus. Ab dem Steuerjahr 2018 hat jeder zwei Monate mehr Zeit für seine Steuererklärung. Statt wie bisher bis Ende Mai müssen die Dokumente immer erst bis zum 31. Juli eingereicht werden.
 
Eine längere Frist gibt es auch, wenn ein Steuerberater oder ein Lohnsteuerhilfeverein hilft. War der letzte Termin für die Erklärung 2017 noch der 31. Dezember 2018, kann die Steuererklärung für 2018 nun bis Ende Februar 2020 abgegeben werden.
 
Da das Jahr ein Schaltjahr sein wird, bleibt bis zum 29. Februar 2020 Zeit.

Extra-Zuschuss des Arbeitgebers bei betrieblicher Altersvorsorge

Eine neue Regelung bei betrieblichen Altersvorsorgen im Rahmen einer Entgeltumwandlung besagt, dass Arbeitgeber 15% des umgewandelten Entgelts zusätzlich als Arbeitgeberzuschuss an den Pensionsfonds, die Pensionskasse oder die Direktversicherung weiterleiten müssen – Voraussetzung ist, dass Arbeitgeber durch die Entgeltumwandlung Sozialversicherungsbeiträge einsparen. Bei vorher abgeschlossenen Verträgen beruht diese Regel bis 1. Januar 2022 noch auf Freiwilligkeit.

Trennungskinder erhalten mehr Geld

Am 1. Januar 2019 tritt die neue «Düsseldorfer Tabelle» in Kraft, nach der sich für Trennungskinder die Unterhaltssätze bemessen. Diese steigen je nach Alter des Kindes und Einkommensgruppe des Unterhaltspflichtigen künftig um 6 bis 14 Euro im Monat. Nur für volljährige Kinder bleiben sie unverändert.

Aktuelles von den Märkten

Unser Chefvolkswirt Carsten Brzeski berichtet im Rahmen seiner monatlichen YouTube-Beiträge unter dem Motto "Neues über die Märkte, Neues aus der Wirtschaft" über aktuelle volkswirtschaftliche Ereignisse und Entwicklungen. In der aktuellen Folge geht es um die derzeitige Wachstumsdelle der deutschen Wirtschaft und ihre Gründe.

Sport-Events 2019

Wintermärchen bei der Heim-WM? Die deutschen Handballer greifen am 10. Januar in Berlin wieder an. Die weiteren Spielorte in Deutschland sind Hamburg, München und Köln sowie die dänischen Städte Kopenhagen und Herning – am 27. Januar ist das Finale. Die Fußball-WM der Frauen findet vom 7. Juni bis 7. Juli in Frankreich statt, die Schwimm-WM vom 12. bis 28. Juli in Glasgow und die Leichtathletik-WM vom 28. September bis 6. Oktober in Doha.

Autor: ING



Ihre Meinung

Kommentare (16)


Kommentare

ING

10.12.2018

Hallo Frau Gorges, vielen Dank für das tolle Lob. Wir geben es direkt an unsere Kollegen weiter. Viele Grüße und einen schönen Wochenstart, Ihr Social Media Team


Heike Gorges

07.12.2018

Seit fast zehn Jahren gehöre ich zu den Kunden dieser super Bank,es hat mir von Anfang angefallen. Die Kundenbetreuung ist hervorragend,man kann sich mit jedem Problem online oder per Telefon an die netten Bankberater wenden,sie helfen in fast jeder Lebenslage! DANKE


Marcel

07.12.2018

Quasi die gleiche Antwort bzgl. Unterstützung von Apple und Google Pay. „Noch ist nicht bekannt“....“Wir bitten um Gedult“.

ING die Warte-Bank.

We are still waitING


ING

07.12.2018

Hallo Bernd, unsere Kollegen beschäftigen sich intensiv mit dem Thema, noch ist uns allerdings nicht bekannt, was sich ändern wird - und wann sich etwas ändern wird. Bitte haben Sie noch Geduld, wir werden alle Kunden rechtzeitig und umfassend informieren. Viele Grüße, Ihr Social Media Team


Frank

07.12.2018

Ja ich bin ebenfalls für einen Tan-Generator.Das finde ich auch für das sicherste System.Wenn man bedenkt wie lange man bei der Bank bleibt,da ist eine Einmalzahlung auf die Jahre gerechnet sehr gering.


Bernd

06.12.2018

"Tan-Papierliste vor dem Aus"

Bei meiner Bank hätte ich mit einen Kommentar dazu gerechnet, wie die Zukunft bei der ING konkret aussehen könnte.


horst

06.12.2018

habe ich verpasst, dass der tan-Generator 15€ kostet?Meiner hat bei der Sparkasse 10€ gekostet,ist allerdings schon länger her.Ansonsten wäre ich sehr dafür, wenn ing den auch einführen würde.Das Verfahren ist bequem und sicher,ausser die Batterie ist am Ende und es ist keine da und es ist Sonntagabend.


Hildegard

06.12.2018

Ich hoffe auch sehr, dass die IngDiBa für ihre Kunden die Ablösung des iTAN-Verfahrens für eine Verbesserung der Sicherheit nutzt.


ING

06.12.2018

Hallo Georg, Ihr Kommentar ist leider nicht vollständig angekommen - bitte stellen Sie ihn doch nocheinmal ein. Danke und viele Grüße, Ihr Social Media Team


Jaden

06.12.2018

Danke, für diese Zusammenstellung


Tobias

06.12.2018

Thomas, ich bin ganz Ihrer Meinung! Banking-Apps mit nur einem Gerät sind unsicher, was durch die erfolgreiche Manipulation eines Smartphones mit
einer solchen App Anfang 2018 durch
Informatiker der Universität Erlangen bestätigt wurde. Das von Ihnen genannte Chip-TAN-Verfahren ist in der Tat das derzeit sicherste, da es mit Bankkarte+ TAN-Generator zwei Elemente benutzt, die durch Internet und Mobilfunk nicht beeinflusst werden
können. Ein TAN-Generator kostet einmalig etwa 15 Euro, was für maximale Sicherheit doch wohl ein annehmbarer Preis ist. Warum bietet die
ING-DiBa dieses Verfahren, das fast alle anderen Banken und Sparkassen verwenden, nicht wenigstens zur Auswahl an? Die Quittung für dieses
Verhalten erhält die ING-DiBa bei Sicherheitstests: z.B. in der bekannten
Computerzeitschrift CHIP (Ausgabe
11/2018) belegt sie nur Platz 9 von 22
untersuchten Banken, die Banking-App
steht gar nur an 15. Stelle von 20 unter-
suchten Apps.
Wenn in Zukunft das Phishing nach
i-TANs nicht mehr möglich ist, werden
sich die Diebe verstärkt den Banking-Apps zuwenden!
Aber wir haben ja einen Trost: Die ING-
DiBa kommt für alle Schäden auf.--Wer
bezahlt die eigentlich? Der Vorstandsvorsitzende der Bank aus seinem Gehaltskonto?


Georg

06.12.2018

Ic


Thomas

06.12.2018

Ich hoffe die Diba findet eine vernünftige Sicherheitseinstellung als Ablösung für das iTAN-Verfahren. Das Verfahren der Sparkassen mit Generator ist nicht schlecht (Nicht mit dem Netz verbundenes Gerät und Bankkarte erforderlich). Die derzeit alle über mobile Geräte angebotenen Verfahren sind in meinen Augen viel zu unsicher vor allem bei Android Geräten. Ich hatte mal die APP aber verfizieren immer mit der gleichen Nummer kann nicht die Lösung sein. Daher habe ich dieses Verfahren wieder deaktiviert.


Marcus

05.12.2018

Vor einiger Zeit wurde geteasert das man noch vor Ende 2018 erklären möchte ob man Apple Pay oder Google Pay unterstützen wird. Nun kommt ein Artikel für das Jahr 2019.....und ich bin enttäuscht. Keine Information hierüber. ING, ihr enttäuscht mich !


ING

05.12.2018

Hallo Emil, unsere Kollegen beschäftigen sich sehr intensiv mit dem Thema bzw. mit den notwendigen Anpassungen der jetzigen Freigabeverfahren. Noch können wir nicht sagen, was genau und wann genau sich etwas ändern wird. Eine umfassende Information wird natürlich rechtzeitig allen unseren Kunden zur Verfügung gestellt - mit Sicherheit dann auch mit einer Antwort auf Ihre Frage. Wir bitten Sie an dieser Stelle, noch Geduld zu haben, bis wir das Ergebnis präsentieren. Viele Grüße, Ihr Social Media Team


Emil

05.12.2018

Spitze, das Aus der Tan-Papierliste. Weg mit dem "Einfach", weg mit dem "Sicher", her mit dem Komplizierten, dem Knackbaren. Danke EU, immer im Sinne der Kunden. Ironie aus.
@DiBA: wie funktioniert das dann künftig mit Onlinebanking-Programmen? Und: Wenn ich eine Tan-Liste noch kurz vor dem 14.09.2019 anfordere, ist die dann noch gültig nach dem 14. September 2019?