Ihr Geld im Februar 2019

Was ändert sich? – Was gibt’s Neues? – Wo können Sie sparen? │07.01.2019

Neues im Februar 2019

© svetikd - istock.com

Steuern, Geld und Co. – auch im Februar ändert sich einiges, das auch Ihren Geldbeutel interessieren könnte. Das Wichtigste auf einen Blick:

Immer mehr Diesel-Fahrverbote in Deutschland

Das bundesweit erste großflächige Diesel-Fahrverbot zur Luftreinhaltung gilt bereits seit Jahresbeginn in Stuttgart. Diesel der Abgasnorm 4 und schlechter dürfen dort nicht mehr in die Umweltzone fahren. Für Anwohner gilt eine Übergangsfrist bis zum 1. April, Ausnahmen gelten auch für Handwerker. In Hamburg beispielsweise sind bereits einzelne Straßen betroffen. Und: Für mehrere deutsche Städte haben Gerichte Fahrverbote für ältere Diesel angeordnet – etwa in Berlin, Köln, Essen, oder Frankfurt. Wegen des Autoverkehrs liegen die Werte bei Stickstoffdioxid hier über dem vorgeschriebenen Grenzwert. Viele Urteile sind aber noch nicht rechtskräftig, so wurde zuletzt ein Dieselfahrverbot für Frankfurt ab dem 1. Februar in einem Berufungsverfahren gekippt.

Neue Sachbezugswerte für Arbeitnehmer:

Bekommen Arbeitnehmer von ihrem Chef ein Essen spendiert, kann das für das Finanzamt als steuerpflichtiger Arbeitslohn gewertet werden. Der Wert für derartige Sachbezüge in Form verbilligter oder unentgeltlicher Mahlzeiten, beispielsweise in einer Betriebskantine, beträgt seit 1. Januar 2019 für ein Frühstück 1,77 Euro und für ein Mittag- oder Abendessen 3,30 Euro. Bisher lagen die Werte bei 1,73 Euro beziehungsweise 3,23 Euro. Auch die Werte für Unterkunft oder Miete steigen: Der Sachbezugswert für freie Unterkünfte beträgt 2019 bundeseinheitlich 231 Euro monatlich.

(E-)Mobilität genießt Steuervorteile:

Wer ab kommendem Jahr seinen E-Dienstwagen auch privat nutzt, kann mit Steuervorteilen rechnen. Bisher müssen Arbeitnehmer für einen privat genutzten Firmenwagen, monatlich 1% des Listenpreises als geldwerten Vorteil versteuern. Für Elektro- und Hybridfahrzeuge gilt künftig ein halbierter Satz von 0,5%. Die Neuregelung soll für Elektro- und Hybridfahrzeuge gelten, die vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2021 angeschafft oder geleast werden. Die große Koalition erhofft sich davon einen Schub bei der weiterhin schleppenden Nachfrage nach E-Autos.

Weitere Vorzüge gelten auch bei der privaten Nutzung von normalen und E-Diensträdern (mit Geschwindigkeiten bis zu 25 Stundenkilometern): Ab 2019 müssen Arbeitgeber den Gewinn nicht mehr mit dem Finanzamt teilen. Der geldwerte Vorteil ist nach den Regelungen im Jahressteuergesetz von 2019 bis 2021 zeitlich befristet steuerfrei.

Seit Januar 2019 ebenfalls gänzlich steuerfrei sind vom Arbeitgeber bezuschusste oder verbilligte Jobtickets. Das heißt, Beschäftigte müssen die Kostenersparnis nicht mehr versteuern. Ziel ist es, so den öffentliche Nahverkehr zu stärken. Allerdings werden die steuerfreien Leistungen auf die Entfernungspauschale angerechnet.

Bald Werbung via WhatsApp?

Eine auslaufende Vereinbarung zwischen dem ehemaligen Whatsapp-Besitzer und dem heutigen Besitzer Facebook ermöglicht es ab Februar in dem Messenger-Dienst Werbung zu schalten. Das Soziale Netzwerk führte in der Vergangenheit bereits im Facebook-Newsfeed und auch auf Instagram Werbeanzeigen ein. Wie und wo genau diese bei Whatsapp platziert werden, ist derzeit jedoch noch unklar.

Blumen schenken zum Valentinstag

Zum Fest der Liebe schnellen die Umsätze des Blumenhandels in die Höhe. Rote Rosen sind noch immer der Verkaufsschlager. Viele Schnittblumen kommen jedoch aus Ländern wie Äthiopien oder Ecuador, wo teils katastrophale Arbeitsbedingungen herrschen. Inzwischen verkaufen Blumenhändler aber auch Blumen mit Fair-Trade-Siegel. Dennoch treiben die langen Transportwege die Co2-Bilanz in die Höhe. Eine Alternative ist es, heimische Frühblüher wie Hyazinthen oder Primeln zu verschenken.

Die Kehrseite des Jahrhundertsommers – Ernteausfälle

Was für viele Deutsche der vielleicht schönste Sommer aller Zeiten war, war für Bauern im vergangenen Jahr mit starken Ernteeinbußen und Existenzsorgen verbunden. Bund und Länder reagierten auf die angespannte Situation der Landwirte und unterzeichneten im Oktober eine Vereinbarung zu Dürre-Nothilfen für Bauern mit besonderen Finanznöten. Insgesamt wurden 340 Millionen Euro bereitgestellt. Voraussetzung dafür, die Dürre-Nothilfe zu erhalten, ist dass die Betriebe mehr als 30% ihrer durchschnittlichen Jahreserzeugung verloren haben und deshalb eine Existenzbedrohung vorliegt. Bis zu 50 Prozent des gesamten Dürreschadens können ersetzt werden. Die Frist der Antragsstellung lief zwar schon am 30. November aus, die Kosten für zusätzlich notwendige Futtermittelzukäufe können aber noch bis Ende Februar 2019 eingereicht werden.

Aktuelles von den Märkten

Unser Chefvolkswirt Carsten Brzeski berichtet im Rahmen seiner monatlichen YouTube-Beiträge unter dem Motto "Neues über die Märkte, Neues aus der Wirtschaft" über aktuelle volkswirtschaftliche Ereignisse und Entwicklungen. In der aktuellen Ausgabe lässt er das Jahr 2018 Revue passieren und wagt einen Ausblick auf 2019.

Brexit-Chaos: Wie Carsten Brzeski die Folgen einschätzt, können Sie hier nachlesen.

Kein Netflix-Abo über iTunes-Rechnung mehr möglich

Anfang Januar hat der Streamingdienst Netflix die Möglichkeit zum Bezahlen der Abonnements per iTunes gestrichen. Zu den Gründen macht das Unternehmen keine Angaben, im Hilfebereich der Website heißt es nur, die iTunes-Rechnungsstellung stehe neuen und zurückkehrenden Kunden nicht mehr zur Verfügung. Laufende Abonnements sind nicht betroffen.

Autor: ING


Ihre Meinung

Kommentare (14)


Kommentare

Dietrich Büttner

17.01.2019

Luftverunreinigung alles Quatsch und nur Geldmache für die machtgeile EU !!!Stromherstellung ist genauso schmutzig.Die wollen nur Ihre bekloppten E-Autos loswerden.Mit mir nicht.


Janosch

14.01.2019

@Chris
Das selbe ist doch mit dem ständigen Zwangshypotheken bzw. Sondersteuer für Immobilieneigentümer.
Da kann sich ein "kleiner" mal ein Haus oder eine Wohnung leisten, dann soll so was kommen - falls es wirklich kommen sollte.
Aber da bin ich dagegen, ich könnte es verstehen wenn so eine Maßnahme mal greift, bei einem der zwei oder mehr Immobilien hat oder ein Immobilienunternehmen, dass vermietet und die Wohnungen als Kapital hält, aber nicht auf die Instandhaltung achtet etc.
Aber den "kleinen" bestrafen wollen der sein Geld rein gesteckt hat, so was sollte nicht sein.
Wenn so etwas kommt, dann denke ich wird sich auch in Deutschland mal was richtig rühren.....


Chris

14.01.2019

Dieselfahrverbote . Ich kann's nicht mehrhören. Da werden von der Regierung Leute für was bestraft, was diese in keinster Weise zu verantworten haben.

Anstatt die Regierung endlich mal Farbe bekennt und Verantwortung übernimmt, wird das Volk weiterhin für dumm und ahnungslos verkauft und man präsentiert uns einen unschuldigen Sündenbock.


ING

10.01.2019

@Emilia
Danke für die Auskunft.


ING

10.01.2019

Hallo @ING, Emilia hat Ihnen bereits einen guten Tipp gegeben (@ Emilia: Vielen Dank dafür!) Bei anderen Werten können Sie z.B. auch bei verschiedenen Finanzseiten schauen, aber die jeweiligen Unternehmen geben eine Vielzahl von Informationen bekannt. Ihren Vorschlag zu der gebündelten Übersicht geben wir gern an die zuständigen Kollegen weiter. Viele Grüße, Ihr Social Media Team


Emilia

10.01.2019

@ ING vom 10.01.2019: Gehen Sie einfach auf die Internetseite von PepsiCo, Rubrik "Investor Relations", dort stehen alle Infos, die Sie suchen. An welchem Tag ausgeschüttet wird, wieviel, Bilanzen, alles. US-Wertpapiere zahlen fast immer vierteljährlich.


Petra

10.01.2019

Ich lese hier viel von Crowdinvest und Totalverlust. Wer hat damit schon Erfahrung, wie viele Projekte getätigt und wie viele sind in die "Hose" gegangen?


@ING

10.01.2019

Woher bekomme ich die Info, wann ein Unternehmen z.B. PepsiCo die vierteljährliche Dividende zahlt?

Dachte alle 3 Monate, aber nach meiner letzten Dividende sollte ich am 04.01. die nächste erhalten. Bei Finanzen.net habe ich gelesen, nächster Quartalsbericht so 18.10. - kann es sein, dass so Quartalsbericht wie Bilanz angesehen wird und erst danach die Dividende fließt?

Kann ING nicht mal eine Übersicht einstellen, welche Aktien Quartalsweise zahlen, so dass man sich schnell - wenn man möchte einen Überblick verschaffen kann und Aktien so auswählen / kaufen, dass man anlegt und gleichzeitig mtl. sein passives Zusatzeinkommen hat?


Henry

09.01.2019

@Emilia
Legst also auch nur in einzelnen Aktien an. Schade das man hier nichts schreiben darf was man so hat, denkt - da es gleich wieder zensiert wird.
Aber schaue dir mal, wenn du etwas Risikofreudig bist bzw. mit Aktien ist man das ja schon....folgendes an.
Den genauen Namen kann ich hier nicht schreiben, aber du wirst es schon finden.
Es gibt eine Immobilienfirma - sehr bekannt - welche schwarz / rote Schrift im Namen hat. Nächster Tipp: Engelhaft und nahe an dem Vornamen Volker.
Die haben eine Capital Firma, Crowdinvest, bei der Du pro Projekt ab 100,00 Euro bis maximal 10.000,00 Euro anlegen kannst.
Fester Zins - quartalsweise Zahlung -, feste Laufzeit ca. 8 bis 25 Monate je nach Projekt (kann auch verkürzt werden unter voller Zinszahlung), 4 bis 8 Prozent.
Sehr übersichtlich online zu verwalten mit PDF zum runterladen (Vertrag etc.). - Allerdings muss man die Zinsen selbständig bei der Steuer angeben (Steuerberater), halt Zinserträge und es sind Nachrangdarlehen, also Totalverlust könnte eintreten.
Allerdings hat die Immobilienfirma einen guten Namen / Image, hat jetzt schon 11 Projekte, 4 sind zurückgezahlt / erledigt.
PS: Google mal Aves self crowd ;-)


Emilia

09.01.2019

@ Henry - Steuern. Großge Zustimmung. Genau aus den von Ihnen genannten Gründen habe ich bereits am 11.12.2018 zwei Kommentare hier auf den DiBa-Seiten geschrieben, einer davon lautet: NIE (mehr) in Fonds investieren! Egal wer oder welche Bank Dir erzählt, wie toll Fonds doch sind. Die von Ihnen genannte Kompliziertheit möchte ich noch durch einen Fakt ergänzen: die Undurchsichtigkeit. KEINER weiß, wieviel Dividenden die Fonds einnehmen und wie viel sie davon ausschütten, egal wer dir was erzählt. Und NIEMAND prüft das nach. Schon mal darüber nachgedacht?


ING

08.01.2019

Hallo @ING, danke für Ihre Anregung - wir werden sie besprechen. Viele Grüße, Ihr Social Media Team


@ING

08.01.2019

Wie wäre es mal mit einem Artikel über die ganzen Pay´s?
A la GooglePay, ApplePay, AliPay, AmazonPay, FacebookPay, INGPay, TraumPay etc.
(hier einiges an Ironie)

Aber wie wäre es mal mit einem Artikel und Recherche was es alles gibt, wo es schon läuft, was man wirklich braucht / haben muss und wie gut das (angeblich) funktioniert.

Aber ganz ehrlich berichten und mit einbeziehen was ist wenn Akku leer ist, Hacker die Daten haben, etc. etc. etc.


ING

08.01.2019

Hallo Henry, danke für Ihren Beitrag. Wir nehmen Ihre Anregung gern auf - die Wünsche unserer Kunden sind immer wichtig für uns. Viele Grüße, Ihr Social Media Team


Henry - Steuern: Fonds

08.01.2019

Sehr geehrtes ING Team,

aufgrund der neuen Besteuerung der Investmentfonds habe ich meine zwei Fonds verkauft.

Die Besteuerung und auch Abrechnung ist zu kompliziert geworden (für den Laien).

Wie wäre es, wenn wir Ihr die Erklärungen mal anhand von Beispielen auf der Homepage vorstellen würdet. Es geht hier nicht um Fondsberatung etc., sondern um das allgemeine Verständnis.

Alles was ich nicht verstehe, lasse ich bleiben. Ich habe meine Finger mit Gold, Silber und Krypotwährungen (insbesondere Bitcoin) verbrannt. Was ich so gehört habe sind Anleihen auch nicht so sicher, verständlich - also auch Hände weg.
Usw.

Bei Aktien und bei Immobilien Crowdinvestment weiß man direkt woran man ist.
Aktien: Kauf- / Verkaufgebühren, Kursgewinn / -verlust, Dividende oder auch keine / mehr oder weniger und Totalverlust ist möglich.
Crowdinvestment: Feste Laufzeit, feste Verzinsung und auch Totalverlust möglich.
Und Sparbuch: 0,00 bis vielleicht 1,00 oder mehr Prozent - hier halt dann Einlagengesichert oder auch nicht.
Usw.

Also ich halte mich an die Devise von Kostolany und Buffet etc.
Hände weg, von dem was man nicht versteht und auch Hände weg von Trends (Bitcoin, Applepay, Googlepay, und sonstigen Pay Diensten).