Finanzen im Oktober 2017

Es geht um Ihr Geld – das sollten Sie jetzt wissen | 29.09.2017

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© Tobias Koch - DREIDREIEINS Fotografie

Zinsen, Steuern, Ernteausfälle – diese Infos, Änderungen und Tipps helfen Ihnen dabei, Ihre Finanzen im Blick zu haben.

Bald auch in echt – die Ehe für Alle

Wenn ab Oktober das im Sommer verabschiedete Gesetz zur Öffnung der Ehe für Homosexuelle in Kraft tritt, können gleichgeschlechtliche Paare endlich regulär heiraten oder ihre bestehende eingetragene Lebenspartnerschaft in eine Ehe umwandeln lassen. Das bedeutet auch, von den steuerlichen Vorteilen der Eheschließung zu profitieren. Der 01. Oktober ist leider ein Sonntag – die meisten Standesämter werden geschlossen haben. Verkürzen Sie sich deswegen die Wartezeit bis zu Ihrem Trautermin und lesen Sie hier, was es nach der Heirat zu beachten gilt.

Helmut Schmidt in Münzenform

Dem SPD-Altkanzler wird zu Ehren seines 100. Geburtstags eine Münze gewidmet. Ab Anfang des Jahres 2018 soll demnach eine neue 2-Euro-Münze in Umlauf gebracht werden. Das Geldstück soll an den verstorbenen Kanzler erinnern und sein Lebenswerk würdigen. Ab dem 31. Januar 2018 sollen dann also 30 Millionen Exemplare der Münze verbreitet werden.

10 Jahre Elterngeld – positive Bilanz

Zehn Jahre nach der Einführung des Elterngeldes zieht das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in einer aktuellen Studie eine positive Bilanz. Das Elterngeld führte insgesamt zu einer faireren Arbeitsteilung zwischen Vätern und Müttern. Und nicht nur das: Großeltern, deren Söhne das Elterngeld bezogen, änderten ihre Vorstellungen von Geschlechterrollen – hin zu einer gleichberechtigteren Aufgabenteilung. Elterngeld-Bezieher profitieren also nicht nur von einer staatlich geförderten gemeinschaftlichen Kinderbetreuung, sondern treiben zudem die Gleichstellung von Mann und Frau in der Gesellschaft voran. Weitere Infos zum Elterngeld finden Sie hier.

Keine neue Zinsstrategie in Sicht

Deutsche Verbraucher mussten im August im Vergleich zum Vorjahr unter steigenden Preisen leiden, vor allem für Energie und Nahrungsmittel. Die Inflationsrate geht derweil weiter in Richtung zwei Prozent - die Zielmarke der EZB, um für ein stabiles Preisniveau zu sorgen. Seit Jahren verfehlen die Währungshüter dieses Ziel und versuchen mit billigem Geld nachzuhelfen. Am 26. Oktober tagt der EZB-Rat das nächste Mal, um über eine Strategie für 2018 zu entscheiden. Volkswirte gehen davon aus, dass die Notenbank dann schrittweise das seit 2015 laufende Anleihenkaufprogramm „Quantitative Easing“ zurückfahren, aber wohl erst 2019 wieder die Zinsen anheben wird.

Aktuelles über die Märkte

Carsten Brzeski, Chefvolkswirt der ING-DiBa, berichtet unter dem Motto "Neues über die Märkte, Neues aus der Wirtschaft" über aktuelle volkswirtschaftliche Ereignisse und Entwicklungen, Entscheidungen der EZB sowie Trends an den internationalen Finanzmärkten.

Der Apfel als Luxusgut?

Frostige Temperaturen, viel Niederschlag und sogar Hagel im Sommer – keine guten Voraussetzungen für die Apfelernte. Das bestätigt auch das Kompetenzzentrum Obstbau-Bodensee in Ravensburg (KOB) und prognostiziert mit knapp 90.000 Tonnen Äpfeln einen Verlust von 63 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Für die Apfelsorten Jonagold und Red Jonaprince sieht die Prognose sogar noch düsterer aus: Hier drohe ein Verlust von 90 Prozent. Auch im Alten Land, neben der Bodensee-Region eines der wichtigsten Obstanbaugebiete, trieb das extreme Wetter den Apfelbauern die Sorgenfalten auf die Stirn. Kürzlich teilte der Verband Landvolk Niedersachsen mit, dass die Apfelbauern mit rund 200.000 Tonnen etwa 30 Prozent weniger Ertrag als im Vorjahr erwarteten. Die Folge? Für deutsche Äpfel müssen Verbraucher wohl weitaus tiefer als sonst in die Tasche greifen.

Sollte man sich den Weltspartag nicht sparen?

Als Sparkassen aus 28 Ländern im Oktober 1924 den 1. Weltspartag ins Leben riefen, wollten sie die Menschen zum Sparen animieren. Das war auch nötig, denn nach dem 1. Weltkrieg, Inflationen, Währungsreformen und später dem Börsencrash im Jahr 1929, vertrauten viele Menschen dem Wert des Geldes nicht mehr. Der in diesem Jahr am 31. Oktober stattfindende „World Thrift Day“ ist heutzutage vor allem in Entwicklungs- und Schwellenländern von Bedeutung. Angesichts der derzeit historisch niedrigen Zinsraten dürfte die Sparmotivation in Deutschland eigentlich kaum vorhanden sein. Nach Angaben der Bundesbank stieg das private Geldvermögen im ersten Quartal 2017 dennoch auf den Rekordwert von rund 5.676 Milliarden Euro.

Ein neuer Feiertag

Viel mehr Grund zum Feiern haben die Deutschen dieses Jahr anlässlich des Reformationstages: Da sich Martin Luthers Thesenanschlag in Wittenberg zum 500. Mal jährt, gilt der 31. Oktober einmalig als bundesweiter Feiertag. Übrigens: In den ehemaligen ostdeutschen Bundesländern, mit Ausnahme von Berlin, ist der Reformationstag immer ein gesetzlicher Feiertag. In einigen Bundesländern, wie etwa Hamburg, wird noch darüber diskutiert, den Feiertag ebenfalls dauerhaft beizubehalten. Da der Reformationstag dieses Jahr auf einen Dienstag fällt, bietet sich der 30. Oktober für Arbeitnehmer als Brückentag an.

Autor: ING-DiBa


Ihre Meinung

Kommentare (22)


Kommentare

Kubini

15.10.2017

Kirchliche Feiertage bekommen alle Arbeitnehmer bezahlt, obwohl viele garnicht mehr wissen warum Weihnachten, Ostern und Pfingsten gefeiert wird. Wenn man jetzt anfängt, einigen diesen Reformationstag
nicht zu gönnen, müsste man doch fragen ob nicht nur den Kirchensteuerzahlern so ein Feiertag zusteht ??
Und wer hat demnächst Anspruch auf einen muslimischen Feiertag?
Zum Thema Gerechtigkeit: die wird es nie für alle geben, weil jeder nur an sich denkt. Wir sollten nicht ständig jammern, schließlich haben wir alle ein Konto bei dieser Bank......
Und, vielleicht sollten wir uns wieder darauf besinnen, daß man Äpfel auch selber verarbeiten kann, als Kompott (da kann man auch Saft abschöpfen), Apfelmus in Gläser abfüllen wie Marmelade, "Apfelrezepte" gibt es hunderte, nicht nur für Apfelkuchen.
Aber das ist, wie K.S. erwähnt hat, mit etwas Zeitaufwand verbunden und man müßte mal das Handy beiseite legen.


ING-DiBa

12.10.2017

Hallo Karin, schauen Sie doch bitte auf unsere Aktionsseite: www.ing-diba.de/ueber-uns/aktionen/
Viele Grüße, Ihr Social Media Team


ING-DiBa

12.10.2017

Hallo zusammen, mit Futter für die Vereinskasse meinen wir tatsächlich unsere Vereinsaktion - 1.000 € für 1.000 Vereine
Viele Grüße, Ihr Social Media Team


Karin

12.10.2017

Wo finde ich den Beitrag über die Vereinsspenden?

Viele Grüße


K.S.

11.10.2017

Tja der so genannte Klimawandel. Frost in der Blütezeit gab es schon vor der Zeit als unsere Politiker dies als Klimawandel verkaufen wollen.
In den Gärten vor 30 Jahren standen noch Obstbäume zur Eigenversorgung und die habe immer etwas abgeworfen.
Heute Koniferen und Rasen mit Max. 6 cm. Guten Appetit!
Aber es gibt ja "BIO " Obst aus fernen Ländern. Ich frage mich was bei einem Transport über 100 Km noch Bio sein soll. Flugobst , nicht ausgereiftes Obst in Kühlcontainern auf Schiffen , alles BIO oder was?
Es gibt so viele Obst auf Streuobstwiesen ,wenig befahrenen Straßen, etc. aber dazu müsste man sich bücken und wer will das schon.
Es läuft hier so ziemlich alles aus dem Ruder, Flughafen ha ha , Monokulturen auf den Feldern , Subventionen in allen Bereichen vom Steuerzahler für Sachen die Krank machen oder schädlich sind .
Menschheit Wache Auf !


harald

11.10.2017

Schade, das Thema Verein ist wohl vom Azubi vergessen worden?


Alex

11.10.2017

Also diese ganze WissensWert Sache ist es tatsächlich wert gelesen zu werden. Die Texte sind informativ, so gut das bei der Kürze eben geht. Der Text zur EZB ist besonders gelungen.
Jedoch vermisse ich auch Das, weswegen ich eigentlich auf den Link in der Mail geklickt habe:
"Ehrenamt - Futter für die Vereinskasse: Mit unseren 5 effektiven Tipps erhöhen Sie die Spenden für Ihre Vereinskasse. Wir zeigen Ihnen, wie einfach es geht! "
Dazu konnte ich hier nix finden, ich denke auch nicht dass die Vereinsaktion gemeint ist, oder doch? Ratlos...
Ach und danke für die Kommentarfunktion!


Ellen

11.10.2017

Bürger aus Baden-Würtemberg, Bayern, NRW, Rheinland-Pfalz und Saarland dürfen sich 2017 auf 2 Feiertage hintereinander freuen: Reformationstag (31.10. - diesmal bundesweit) und Allerheiligen (01.11.).


ein Thüringer

11.10.2017

...und nicht „im Osten war Religion verpöhnt“, sondern von der SED-/DDR-Führung. Dass diese von der Mehrheit nicht gewünscht war, dürfte die Geschichte bewiesen haben.


Günter Bötticher

11.10.2017

Feiertag im Westen:
Einwohner von Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland: Da hier Allerheiligen am 1. November ein gesetzlicher Feiertag ist.
Dafür hat der Osten den Reformationstag.
Aber zur Beruhigung: Dieses Jahr bundesweit.


Thomas

11.10.2017

@Carmen, weil Luther ein Ossi war gibt es da den Reformationstag, aber dafür nicht Allerheiligen 1.11. Wer pech hat und in Hessen oder Niedersachsen wohnt oder arbeitet hat dieses einen Feiertagund wer in NRW BaWü Bayern, RLP arbeitet einen mehr. Die Welt ist halt nicht gerecht, war sie noch nie


Carmen

11.10.2017

Warum hat der Osten am 31.10. einen Feiertag und nicht der Westen, was soll diese 2 Klassengesellschaft? Im Osten war Religion verpöhnt, aber den Feiertag nehmen sie gerne!


karin

11.10.2017

Ich vermisse auch den Beitrag zu den Vereinsspenden???!!!


ING-DiBa

11.10.2017

Hallo Sören, meinen Sie unsere derzeitige Vereins Aktion? Die finden Sie hier: www.ing-diba.de/ueber-uns/aktionen/ Viele Grüße, Ihr Social Media Team


Sören

11.10.2017

Und wo ist nun der angekündigte Beitrag zu Vereinsspenden?


Waldemar S.

11.10.2017

"In den ehemaligen ostdeutschen Bundesländern,..."
Was sind die jetzt?


Jens

10.10.2017

"Ein neuer Feiertag"???? Wie Sie schon schreiben einige haben ihn jedes Jahr und bekommen dieses Jahr KEINEN zusätzlichen Tag geschenkt... Man denke sich sein Teil.


Peter .H

10.10.2017

Zinsen hier lächerlich! Girokonto aber gut. Man muss halt 1 und 1 zusammenzählen. Diba Bank ist meiner Meinung einer der guten Direktbanken ohne Gebühren dies passt. Sollte die Bank Gebühren verlangen suche ich mir eine Bank ohne Gebühren...


Bernhard Grünewald

10.10.2017

Wir betreiben eine Kelterei und zahlen in diesem Jahr fast den doppelten Preis der letzten Jahre. Trotzdem werden nicht alle Äpfel gelesen!


Ingo

09.10.2017

Bei Äpfeln bekommt man beim Verkauf bei den Mostereien so wenig das das erhaltene Geld nicht mal die Fahrkosten deckt, da braucht man sich nicht wundern das nicht genug angeliefert wird.


Peter bruchmann

05.10.2017

Mein Kredit wurde zwar nicht genehmigt aber die ing -di ba ist eine super korrekte bank und nur weiter zu empfehlen l.g.


notting

02.10.2017

Also ich kenne einige Leute, die Äpfel in den letzten Jahren lieber tonnenweise wegwerfen als sie zur Saftkelterei zu bringen, wenn sie sie nicht anderweitig verkauft kriegen. IMHO werden also höchstens die Ankaufpreise der Saftkeltereien etwas steigen - außer wenn man die Verbraucher natürl. für dumm verkauft...

notting