Ihr Geld im Oktober 2018

Was ändert sich? – Was gibt’s Neues? – Wo können Sie sparen? │14.09.2018

Herbstabend

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Steuern, Geld und Co. – wir teilen monatlich alles mit Ihnen, was wichtig ist. Nichts verpassen, gut informiert sein, Geld sparen - los geht‘s:  

Wird Sprit teurer?

Steigende Ölpreise sorgen womöglich für teureres Tanken. Der Trend der steigenden Preise für Rohöl setzte sich auch für die Öllieferungen im Oktober fort. Marktbeobachter sehen eine Ursache für die steigenden Ölpreise in der Entwicklung der Ölreserven in den USA. Sinkende Ölreserven können ein Hinweis auf eine stärkere Nachfrage oder ein zu geringes Angebot sein und stützen in der Regel die Ölpreise. Außerdem werden die Ölpreise durch die Kursentwicklung des US-Dollar gestützt, der zuletzt spürbar an Wert verloren hatte. Weil Rohöl in Dollar gehandelt wird, macht ein fallender Dollarkurs den Rohstoff in Asien und Europa günstiger und stärkt so die Nachfrage. Diese Entwicklung wirkt sich dann auch auf die Tankpreise aus: Autofahrer werden wohl auch im Oktober mehr an der Zapfsäulen zahlen müssen.

Deutschland zahlt mobiler

Mobile Geräte nutzen die Deutschen vor allem zum Chatten oder um News abzurufen. Ganz allmählich setzen sich zum Beispiel Smartphones aber auch als Bankfiliale in der Hosentasche durch: Laut einer aktuellen Umfrage der ING haben nur noch 40% der Deutschen noch nie mobile Geräte zum Bezahlen genutzt. Das sind 20% weniger als noch vor einem Jahr.

Diesel Verbot auch bald bei Ihnen?

Auch Frankfurt muss ab Februar 2019 ein Diesel-Fahrverbot einführen. Dieselfahrzeuge der Schadstoffklassen Euro 1 bis 4 und Benziner mit den Klassen Euro 1 und 2 dürfen dann voraussichtlich in gekennzeichneten Bereichen nicht mehr fahren. Ab September 2019 betrifft das Verbot wohl ebenfalls Euro-5-Diesel. Achtung: Das Verbot gilt teilweise auch für Fahrzeuge mit grüner Umweltplakette. Ob Ihr Fahrzeug betroffen ist, sagen Ihnen Punkt 14 und die letzten beiden Ziffern unter Punkt 14.1 der Zulassungsbescheinigung Teil 1 oder bei älteren Fahrzeugen die letzten beiden Ziffern der Schlüsselnummer zu 1 im Fahrzeugschein. Die Schlüsselnummern können Sie beim ADAC abrufen.

100 Jahre Frauenwahlrecht

Ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur Gleichberechtigung von Frau und Mann. Was für uns heute selbstverständlich ist, wurde erst 1906 in Finnland erstmals in Europa eingeführt: das Wahlrecht für Frauen. Vor hundert Jahren zog Deutschland nach. In Liechtenstein mussten Frauen bis 1984 warten, bis sie erstmals wählen oder gewählt werden durften.

Heute kaum noch zu glauben: Erst das Gesetz über die Gleichberechtigung von Mann und Frau schuf 1958 die Grundlage dafür, dass Ehefrauen in der Bundesrepublik Deutschland ohne Unterschrift ihres Mannes ein eigenes Bankkonto eröffnen durften.

Laut einer Umfrage der Deutschen Bundesbank vom letzten Jahr hatten 95% der befragten Frauen ein eigenes Girokonto.

Aktuelles von den Märkten

Unser Chefvolkswirt Carsten Brzeski berichtet im Rahmen seiner monatlichen YouTube-Beiträge unter dem Motto "Neues über die Märkte, Neues aus der Wirtschaft" über aktuelle volkswirtschaftliche Ereignisse und Entwicklungen. In der aktuellen Folge verrät er das Erfolgsgeheimnis von Volkswirten – und erklärt, warum er sich derzeit nicht daran hält.

Bessere Infos zu Lebensversicherungen

Eine Neuregelung der EU-Richtlinie über den Versicherungsvertrieb trat im Februar in Kraft. Diese schreibt vor, dass die Versicherer ihre Lebensversicherungs-Kunden im Rahmen der jährlichen Standmitteilungen detaillierter informieren müssen. Eine weitere Neuerung: Restschuldversicherungen sollen beim Abschluss transparenter gemacht werden. Das Ziel dabei? Die Beratungsqualität soll sich verbessern. Die Frist für die Umsetzung dieser Richtlinien läuft bis Ende September – ab Oktober dürfen sich Verbraucher daher über ein wenig mehr Durchblick im Versicherungsdschungel freuen.

Euro wird immer beliebter

Die Europäische Kommission fragt zweimal jährlich im Rahmen des sogenannten Eurobarometers nach Zustimmungswerten zum Euro und anderen Aspekten der Europäischen Union. Ergebnis: Noch nie war der Euro in Deutschland so beliebt, wie im ersten Halbjahr 2018. Mehr dazu hier.

Shoppen am Feiertag?

Mitten in der Woche und doch kein Werktag wie jeder andere. Der Feiertag "Tag der Deutschen Einheit" am 3. Oktober fällt in diesem Jahr auf einen Mittwoch. Wer sich freut, den freien Tag für Einkäufe oder einen entspannten Shopping-Bummel zu nutzen, könnte enttäuscht sein: An einem gesetzlichen Feiertag gelten die sonntäglichen Regelungen der jeweiligen Ladenschlussgesetze der Bundesländer. Das bedeutet, dass nur wenige Geschäfte überhaupt öffnen und wenn, dann zeitlich sehr begrenzt. Da bleibt Verbrauchern nur das Online-Shopping ganz entspannt von der Couch aus – gar keine schlechte Alternative! Dennoch lohnt es, sich an ihrem Wohnort über verkaufsoffene Sonntage zu informieren: In den meisten Bundeländern dürfen Geschäfte an vier Sonn- und Feiertagen im Jahr verkaufsoffen haben – vielleicht ja auch am 3. Oktober.

Weltspartag 2018

Wie jedes Jahr findet in der letzten Oktoberwoche der Weltspartag statt. Dieses Jahr fällt das Datum auf den Tag vor Halloween, den 30. Oktober. Während der Weltspartag in den eigentlichen Gründungsländern und Industrienationen mittlerweile kaum noch eine Rolle spielt, gewinnt der Spargedanke heute insbesondere in Entwicklungs- und Schwellenländern als sogenannter "World Thrift Day" zunehmend an Bedeutung. Dieser symbolisiert hier ein steigendes Bewusstsein für finanzielle Bildung und Finanzerziehung. Vielleicht legt der ein oder andere auch in Deutschland an diesem Tag ein paar Euro zurück.

Süßes oder Bares?

Halloween ist auch in Deutschland inzwischen zum einem riesen Event geworden und vor allem bei kleinen Vampiren, Hexen oder Gespenstern sehr beliebt. Wenn es am 31. Oktober wieder „Süßes oder Saures“ heißt, sollte man lieber ein paar Kleinigkeiten zur Hand haben, damit nicht am Ende etwa Zahnpasta die Türklinke verschmiert. Den Kindern jedoch Bargeld in die Hand zu drücken, würde nicht nur den Spaß verderben, am Ende könnte das je nach Anzahl der Besucher ordentlich den Geldbeutel belasten. Statt Münzen oder Süßigkeiten gibt es für kleines Geld zum Beispiel auch zahnschonende Alternativen wie Flummis, Zopfbänder und Spangen oder bunte Kreide. Eine weitere kostengünstige Alternative ist saisonales Obst wie etwa Äpfel und Pflaumen. Übrigens: Besprühen Ihre Kinder mit Spray-Farbe Hauswände oder betreiben auf andere Weise Sachbeschädigung, machen sie sich strafbar – für etwaige Bußgelder haben dann die Eltern aufzukommen.

Der DAX wird neu sortiert

Ein Gründungsmitglied des Deutschen Aktienindex (DAX) muss nach 30 Jahren seinen Platz räumen: Die Commerzbank fliegt raus und wird durch Wirecard ersetzt. Kein Wunder: gemessen an der Marktkapitalisierung ist Wirecard mittlerweile doppelt so viel wert.

Der DAX ist der prominenteste deutsche Aktienindex. In dem exklusiven Club versammeln sich die 30 größten deutschen Aktiengesellschaften. Auch der MDAX und der SDAX werden neu geordnet – mehr dazu hier

Autor: ING-DiBa


Ihre Meinung

Kommentare (16)


Kommentare

Jack

07.10.2018

Langsam kann man dieses "es ist bequemer als einen Geldbeutel herumzutragen" nicht mehr hören. Ausserdem ist ApplePay in Deutschland noch gar nicht offiziell von Apple eingeführt worden.

Was die Gebühren betrifft, welche Apple für seinen "Service" verlangt, darf ich hoffen, dass Kunden wie Ralf diese Kosten übernehmen. Derzeit bietet die ING ein kostenfreies Konto mit sehr gutem Service. Schade wäre es wenn, aus diesem Grund, Kontoführungsgebühren eingeführt werden müßten.


Ralf

05.10.2018

Ich warte sehnsüchtig auf Apple-Pay in Deutschland.
Es ist sicherer und bequemer als einen Geldbeutel herumzutragen.
Leider bekomme ich von ING bisher keine eindeutigen Aussagen ("wir prüfen..."). Wenn ein Wettbewerber mit vergleichbaren Konditionen das anbietet, ist das für mich ein Grund zum Wechsel.


Holger

04.10.2018

@Chris

zu 1) Umständlich ? Nein. Dank Apple Watch ist Bezahlung einfach und ohne zu zu zücken des Geldbeutels möglich. Das Smartphone haben heute die meisten immer dabei.

zu 2) Bisher ist kein Betrug bei Apple oder Google Pay o.ä. bekannt.

Mobiles Bezahlen ist weltweit bekannt, außer in Deutschland. Hier gibt es erst seit Juni des Jahres erste Lösungen. In anderen Ländern ist es gang und gebe.


Chris

02.10.2018

Bezahlen mit dem Smartphone :

1.) viel zu umständlich
2.) viel zu unsicher und daher stark risikobehaftet

Fingerabdrücke funktionieren auch nur bedingt. Android hat noch zu viele Schwachstellen.

Wenn "Apple Pay" und "Google Pay" sowie andere "mit-Smartphone-bezahl-Apps" wirklich so sicher und einfach wären, wie es behauptet wird, dann wäre der Bekanntheitsgrad höher und es würde mehr genutzt werden.


Lisa

01.10.2018

Mobile Zahlungsmethoden sind ungewohnt und viele erachten diese als unsicher. Dies ist jedoch ein Trugschluss. Ist das Portemonnaie gestohlen, sind sämtliche Karten und Bargeld gestohlen. Das Smartphone ist jedoch gesichert und aus der Ferne einfach gesperrt. Bezahlen mit dem Smartphone erfordert immer eine Benutzereingabe, die NFC-fähigen Giro und Kreditkarten funktionieren ohne Benutzereingabe bei Benutzung unter 25 Euro. Somit erhöht mobiles Bezahlen auch die Sicherheit. Die Daten liegen verschlüsselt auf dem Mobiltelefon. Systeme wie Apple Pay und Google Pay haben sich in anderen Ländern durchgesetzt, bisher ist keine Schwachstelle oder der gleichen bekannt.

@ ING: Bitte seit hier Vorreiter und unterstützt Apple Pay und Google Pay. Das dies gewünscht ist liest man anhand der vielen Kommentare und Anfragen eindeutig.


Adolf

01.10.2018

Mit Fingerabdruck sehe ich da kein Problem.


Margarite

30.09.2018

Niemals, da die Handys einfach zu unsicher sind


anonym

29.09.2018

Wenn ich es müsste, dann nur mit Android. Hier gibt es die besten Möglichkeiten sicher zu vernetzen.


thomas

22.09.2018

Smartphone als Bankfiliale ? Niemals, solang das Android-Betriebssytem noch hunderte von Sicherheitslücken hat. Wenn da mal einer der guten 0day Exploids die Runde macht - verpackt in einer app, dann wirds wohl jeden klar.


kalich

20.09.2018

Warum erwähnt Ihr nicht, dass die Gleichberechtigung von Mann Frauen in der DDR viel früher als in der Bundesrepublik funktioniert hat?
Im Gegensatz zur BRD durften Frauen in der DDR allein entscheiden, ob und wann sie ein Konto eröffnen, eine Arbeit annehmen oder was sonst westdeutsche Männer ihren Frauen alles vorschreiben durften...
(Ich finde es ätzend, dass immer nur das Schlechte breitgetreten wird.)


Ulli

20.09.2018

Mobiles Zahlen: Hoffentlich wird das Apple Pay bald eingeführt


Chris

20.09.2018

Das Jobcenter möchte zwar, dass jeder Arbeit hat, damit man denen nicht mehr zur Last fällt.

Aber nicht jeder ist gesundheitlich dazu in der Lage, Vollzeit zu arbeiten. Daher sind solche Personengruppen immer auf finanzielle Hilfen vom Jobcenter angewiesen.

Jedoch könnte dieser Kreislauf abgeschafft werden. Man müsste dazu nur den Mindestlohn auf eine vertretbare Basis anheben.

Aber das würde wiederum eine heftige Preiserhöhung nach sich ziehen, wodurch die eigentliche Ausgangsproblematik der zu geringen Löhne wieder da wäre.


Dennis

20.09.2018

Die Freibeträge bei Kapitalerträgen sind lächerlich niedrig. Ein Vermögensaufbau dauert dementsprechend lang wenn immer 25%+Soli (+KiSt) abgezogen werden. Der Staat möchte halt keine mündigen, unabhängigen Bürger sondern welche die auf Transferleistungen aus dem Sozial- und Rentensystem angewiesen sind.


Köster Heinz-Walter

20.09.2018

Zu Deutschland zahlt mobiler
Ich bin überzeugter Apple-User
Leider wird mir dieser Service bisher nicht angeboten


Henry

19.09.2018

Zu den Spritpreisen:

Diese sind eine Frechheit. Tankstellen ändern die Preise bis zu 13 mal täglich.

Eingekauft wird doch der Sprit auch zu einem festen Preis, dann kann man doch einen Preis ermitteln und wenn der Sprit weg ist und beim nächsten Einkauf ist er günstiger oder teurer, dann ist das halt so.

Aber auch der Staat ist ein Abzocker: Mineralölsteuer, Ökosteuer, Mehrwertsteuer etc. - aber man soll zur Arbeit kommen, damit man dort Geld verdient und auch wieder versteuert oder man fährt in den Urlaub bzw. zu Bars, Restaurants, etc. und dort zahlt man doch auch schon wieder Mehrwertsteuer etc.

Noch schlimmer ist die Kapitalertragssteuer, Sparer werden bestraft und die Zocker haben genug Geld, denen macht es nichts aus.
25% ist zu viel, besser wäre eine Zocker Steuer, so wie früher, wer die Papiere nicht mind. 1 Jahr hält zahlt 40% Steuer und wer sie länger als 1 Jahr hält zahlt nur 10%.
Das wäre absolut gerecht, dann würden die Kurse auch nicht so wahnsinnig steigen und fallen.

Am Besten noch, aus Deutschland ein 10% Land machen. Alles nur 10% besteuern. Dann würde man für Bücher etc. 3% mehr zahlen, für alles andere 9% weniger usw. Sollte sich gut ausgeleichen.
Einfacher zu rechnen....


Chris

15.09.2018

Zum Thema Dieselfahrverbot:

Ein Versuch der Autoindustrie um auf legalem Wege in Kooperation mit anderen Institutionen (wie Bund, Länder und Gemeinden) den Absatz wieder ankurbeln zu können. Denn die anzunehmende Lagerfläche für bisher noch nicht zugelassene Neufahrzeuge scheint immer größer werdende Dimensionen anzunehmen.

Wenn einem Dieselfahrverbot für bestimmte Großstädte auch noch ein Gerichtsbeschluss zu Grunde liegt, dann hat das ungewollt den gewünschten Effekt, dass bestimmte Städte autofrei werden.

Es lässt sich streiten, ob es hierbei um den anzukurbelnden PKW-Absatz oder um PKW-freie Innenstädte geht.