Renten 2019

Wer vom Rentenreformpaket profitiert │11.01.2019

Rentenreform

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Im Januar 2019 ist ein Rentenreformpaket unter anderem mit Änderungen bei der Mütter- und Erwerbsminderungsrente in Kraft getreten. Was die Neuerungen im Einzelnen vorsehen.

Es ist eines der großen Gesetzesvorhaben der schwarz-roten Regierungskoalition in Berlin: Die Rentenreform. Profitieren sollen von ihr alle. Zum einen die Versicherten der gesetzlichen Rentenversicherung, deren Beitragssatz bis 2025 nicht über 20% steigen soll. Zum anderen die aktuell über 20 Millionen Rentner in Deutschland, deren Rentenniveau – also das Verhältnis der Rente zum Lohn – nicht unter 48% sinken soll.

Von den Verbesserungen profitieren vor allem

  • Millionen Mütter,
  • krankheitsbedingte Frührentner sowie
  • Geringverdiener.

Mütterrente

Künftig sollen alle Mütter und Väter für Kinder, die vor 1992 geboren sind, einen halben Rentenpunkt zusätzlich für jedes Kind erhalten. „Das heißt, künftig werden zweieinhalb Jahre Erziehungszeit in der gesetzlichen Rentenversicherung anerkannt statt zwei“, erläutert Cornelia Jurrmann vom Sozialverband VdK Deutschland e.V. Mütter und Väter, deren Kinder ab 1992 geboren sind, bekommen weiterhin bis zu drei Rentenpunkte für jedes Kind gutgeschrieben.

Ein Rentenpunkt im Osten liegt seit dem 1. Juli 2018 bei 30,69 Euro im Monat. „Ein halber Rentenpunkt macht hier also rund 15,35 Euro aus“, sagt Dirk von der Heide von der Deutschen Rentenversicherung Bund. Im Westen liegt der Rentenpunkt zurzeit bei 32,03 Euro. Ein halber Rentenpunkt West entspricht also rund 16,02 Euro im Monat.

Ein Beispiel für Neuerungen bei der Mütterrente: Eine Hausfrau und Mutter von drei Kindern, die alle vor 1992 geboren sind, bekommt derzeit für jedes ihrer Kinder zwei Jahre (= 24 Kalendermonate) Kindererziehungszeiten angerechnet. Das entspricht rund zwei Entgeltpunkten pro Kind. Für die Erziehung ihrer Kinder bekommt die Versicherte derzeit insgesamt rund sechs Entgeltpunkte. Lag der Wohnsitz während der Erziehungszeiten in den alten Bundesländern, sind das rund 192 Euro. Bei einem Wohnsitz in den neuen Bundesländern sind es während der Erziehungszeiten rund 184 Euro.

Mit der für Januar 2019 geplanten Änderung erhöht sich die Kindererziehungszeit auf bis zu 30 Kalendermonate pro Kind, das vor 1992 geboren wurde. Somit ergeben sich im Fall der dreifachen Mutter insgesamt bis zu 7,5 Entgeltpunkte. „Lag der Wohnsitz während der Erziehungszeiten in den alten Bundesländern, sind das rund 240 Euro“, so von der Heide. Bei einem Wohnsitz in den neuen Ländern während der Erziehungszeiten sind es rund 230 Euro.

Erwerbsminderungsrente

Wer so krank ist, dass er nicht mehr oder nur eingeschränkt arbeiten kann, bekommt in bestimmtem Fällen eine Erwerbsminderungsrente – die nur selten ausreicht. Künftig sollen Betroffene rentenversicherungsrechtlich so behandelt werden, als hätten sie bis zum aktuellen Rentenalter gearbeitet. Ab Januar 2019 sollen die Zurechnungszeiten für Neurentner in einem ersten Schritt angehoben werden. „Das bedeutet konkret, dass das jetzt vorgesehene Alter von 62 Jahren und drei Monaten in einem Schritt auf 65 Jahre und acht Monate angehoben wird“, so Jurrmann. Unter dem Strich fallen die Erwerbsminderungsrenten höher für alle aus, die ab 2019 neu eine Erwerbsminderungsrente bekommen. Davon werden nach Angaben des Bundessozialministeriums voraussichtlich jedes Jahr 170.000 Menschen profitieren.

Ein Beispiel für Neuerungen bei der Erwerbsminderungsrente: Ein Versicherter hat unmittelbar nach der Beendigung der Schulausbildung im Jahr 1990 gearbeitet und den Brutto-Durchschnittsverdienst erzielt, der derzeit bei rund 3.156 Euro pro Monat liegt. Mit 50 Jahren ist bei ihm die volle Erwerbsminderung eingetreten. Nach bisherigem Recht hätte er einen Rentenanspruch von 1.157,12 Euro gehabt – zugrunde gelegt ist hier ein Ende der Zurechnungszeit mit dem für 2019 bisher vorgesehenen Alter von 62 Jahren und sechs Monaten. Nach den für 2019 geplanten Neuregelungen ergibt sich ein Rentenanspruch von 1.247,59 Euro – hier endet die Zurechnungszeit mit dem Alter von 65 Jahren und acht Monaten. Der Versicherte erhält also 90 Euro mehr.

Geringverdiener

Geringverdiener sollen bei den Sozialversicherungsbeiträgen entlastet werden. Dafür wird die bisherige sogenannte Gleitzone zu einem Übergangsbereich zwischen einem Minijob und einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung, in der Arbeitnehmer volle Sozialversicherungsbeiträge zahlen, ausgeweitet. Diese sogenannten Minijobber dürfen dann zwischen 450 Euro und 1.300 Euro (bisher 850 Euro) verdienen und zahlen dabei reduzierte Sozialversicherungsbeiträge – ohne dass dies zu geringeren Rentenleistungen führt. Bei der Rentenberechnung wird laut Bundessozialministerium künftig das tatsächlich erzielte Arbeitsentgelt zugrunde gelegt und nicht, wie bisher, das reduzierte Arbeitsentgelt, das der Bemessung des reduzierten Arbeitnehmerbeitrags zugrunde liegt.

Kosten

Die Bundesregierung will das Rentenpaket bis zum Jahr 2025 zu etwas mehr als 60% aus Beiträgen und zu fast 40% aus Steuern finanzieren.

Autor: ING


Ihre Meinung

Kommentare (46)


Kommentare

Andrea

18.01.2019

Ich bin bereits in Erwerbsminderungsrente, was bringt das mir? Ich denke, dass wir wohl "vergessen" wurden.


Micha

18.01.2019

Wie immer werden die sogenannten Altrentner beschissen. Ich habe trotzt 46 Beitragsjahre nicht von der Rente mit 63 profitiert.


Heinrich

18.01.2019

1.Bei der Mütterrente werden wieder einmal die Mütter, die ihre Kinder vor 1992 geboren hat, benachteiligt. Mit welchem Recht?
2. Ebenso bei der Erwerbsmiderungsrente werden nur die "Neurentner" berüchsichtigt.
3.Ulla Schmidt, als damalige Gesundheitsministerin, war aber so dreist, und hat rückwirkend die Direktversicherungen mit den vollen Beiträgen, (Arbeitgeber und Arbeitnehmer) zur Kranken und Pflegeversicherung belegt. Die als Alterssicherung gedachten Auszahlungen schrumpten dabei beachtlich, und fehlen heute im Alter.
Da kommt doch der Verdacht auf, dass die Abgeordneten nicht die Volksvertreter des braven und arbeitenden Bürgers ist, sondern erst einmal an sich selbst denkt, damit seine Abgeordnetenbezüge stimmen.


Kurt

18.01.2019

Die unfähigen Politiker müssten endlich erkennen dass der ständige Griff in die Rentenkasse für versicherungsfremde Leistungen ein unmoralisches und auch kriminelles verhalten ist. Ich bin überzeugt dass die meisten Politiker keine Ahnung von dieser Angelegenheit haben. Ganz schlimm finde ich, dass selbst die unfähigen Politiker der sogenannten ehemaligen Volkspartei "SPD" keine Ahnung davon haben. Sie sind viel zu dumm dies zu erkennen. 15 % Wählerstimmen sind noch viel zu viel für diese unfähigen Politiker.


Harry

18.01.2019

Was ist mit denen die schon Erwerbsminderungsrente beziehen gucken die in die Röhre oder wie. man sollte denen eine gute Rente die auch lange einzahlen.


Franz

18.01.2019

Solange korrupte Politiker die Gesetze in Deutschland machen, werden weder die Renten noch die Steuern und Sozialabgaben gerechter.


Resi

17.01.2019

Bekommen auch Mütter mit 1 bzw. 2 Kindern vor 1992 geboren, diese Mütterrente? Als Beispiel erscheint immer eine Mutter mit drei Kindern.


Nadine

17.01.2019

Zu den Geringverdienern: heißt das jetzt, dass, wenn ich Brutto weniger als 1300€ verdiene, ich nun weniger Abzüge und damit ein höheres Nettoeinkommen habe? Und wird das automatisch veranlasst? Kenne mich ehrlich gesagt mit der Materie nciht besonders gut aus.


Maria

17.01.2019

Ich frage mich auch, wieso ich für meine Kinder, die vor 1992 geboren wurden, nur einen 1/2 Punkt und alle anderen einen ganzen Punkt bekomme? Zumal wir damals für das erste Kind 50 DM und das zweite Kind 30 DM Kindergeld erhielten und die Lohnfortzahlung nach 6 Wochen beendet war? Schließe mich der Meinung von @Christine und Eugenio an!


Thomas

17.01.2019

Erwerbsminderungsrente

Wie ist da mit den Rentnern, die schon Jahre Erwerbsminderungsrente beziehen? Wieder ein Schuss in den Ofen?


ib

17.01.2019

Mütter vor 1992 müssten denen ab 1992 gleichgestellt werden - 3 Entgeltpunkte statt nur 2,5 für jedes Kind.
Die Äderungen bei der Erwerbsminderungsrente müssten natürlich auch für vor 2019 in Erwerbsminderungsrentenbezug befindliche Rentner gelten!


andy

17.01.2019

Prinzipiell,geht hier alles nur noch mit Rechtsanwalt!


Manfred

17.01.2019

Zu oft gehört der Griff in die Rentenkasse.... die Verbrecher sollten mal beim Namen genannt werden.
Die Arbeiter sollen nun Privat vorsorgen ( SPD eure Scheiss Politik zeigt das Wahlergebnis )
Der dümmste Bürger wirds wohl tun.
Nein nein wenn die Rente nicht reicht am A..... lecken lassen soll
doch der Staat zahlen der es genommen hat.


B. Müller

17.01.2019

Rentner werden durch überhöhte Beiträge zur Krankenversicherung abgezockt: Sie bezahlen
a) den erhöhten Beitrag zur KV so, als ob sie krankengeldberechtigt wären. Sind sie aber nicht und für diese Gruppe gilt der ermäßigte Beitragssatz. Warum nicht für Rentner?
b) Rentner bezahlen auf ihre Betriebs- bzw. Zusatzrenten den Arbeitnehmer u n d den Arbeitgeberanteil, also bei meiner GKV 15,9 %.
c) Rentner bezahlen auf schon geringe Renten Steuern. Der Grundfreibetrag müßte für Rentner höher sein, da im Alter viele Kosten zusätzlich zu bewältigen sind (Arzneimittel, die die GKV nicht übernimmt, Rezeptgebühren, Brille, Fahrten zu Arztterminen, Kosten für Hilfen im Haushalt, Gebühren bei der Physiotherapie, med. Fußpflege, Kosten für Zuckermessung bei Diabetikern, die nicht Insulin spritzen usw.) Diese Kosten fallen bei vielen Rentnern an, die zwar alt sind, aber noch nicht pflegebedürftig im Sinne der Pflegekasse. Da müßte in jedem Fall der Grundfreibetrag erhöht werden, damit man nicht auch noch steuerpflichtig wird.
d) Sollte man sich aus Kostengründen für einen Pflegeplatz in einem östlichen Land er EU entscheiden, zahlt die Pflegekasse nur so, als ob man zuhause gepflegt würde und nicht in einem Pflegeheim. Das ist sehr ungerecht, denn auch die Kosten in den östlichen Ländern sind nicht gering. Beim Kindergeld hat der Europ. Gerichtshof entschieden, dass es für im europäischen Ausland lebende Kinder in der gleichen Höhe bezahlt werden muss wie in Deutschland. Hier werden pflegebedürftige Rentner und Kinder unterschiedlich behandelt.
Es gäbe noch mehr ...


Gerda

17.01.2019

Die ehemaligen Erwerbsminderungsrentner/Innen gehen wieder einmal leer aus. Es ist unverschämt. Man profitiert nicht von besseren Zurechnungszeiten und bei der Mütterrente ist auch noch keine Gleichheit hergestellt.
Ich selbst beziehe inzwischen die Altersrente zuvor hatte ich die Erwerbsminderungsrente. Die vorgenommenen Abschläge bei der Erwerbsminderungsrente blieben leider auch bei der Altersrente, nur für die Beitrage, die noch nicht verrentet waren, gab es keine Abschläge.
Bei mit gab es eine Zurechnungszeit bis zum 58. Lebensjahr (Rentenberechnung ging auf 2001 zurück). Das sind gegenüber der neuen Reform 7 Jahre weniger Zurechnungszeit und so sieht auch meine Rente aus!!

Es gibt auch noch zu bemängeln, dass der Gesetzgeber vor Jahren ein Gesetz erlassen hat, nach welchem bei Falschberechnung der Rente, der Anspruch auf Nachzahlung nur noch für 4 Jahre rückwirkend besteht. Auch hiervon war ich leider betroffen.

Es ist schon interessant: die Verschlechterungen hat man hin zu nehmen und von den Verbesserungen ist man ausgeschlossen.


Margit

17.01.2019

Wann müssen endlich alle nach Einkommen für die Solidargemeinschaft aufkommen, auch Beamte und Selbstständige.
Alles andere ist nicht genug und ungerecht gegenüber denen, die ein ganzes Leben gearbeitet haben und für die Solidargemeinschaft aufkommen müssen und damit anteilig weniger in der Rente zur Verfügung haben als Beamte und Selbstständige. Und was ist mit der Ungerechtigkeit, dass man bei der Auszahlung von Pensionskassen usw. ( private Altersvorsorge) den doppelten Krankenkassenbeitrag bezahlen muss. Gespart hat wieder mal der Arbeitgeber.


Henry

17.01.2019

Die Finanzierung über 40% aus Steuermitteln macht die zukünftigen Renten nur noch unsicherer. Eine rein umlagefinanzierte Rente ist die einzig sichere Rente, die Inflation und alle Finanz- und Wirtschaftskrisen überstehen kann!

Die unterschiedliche Behandlung von vor und nach 1992 geborenen Kindern und der Unterschied zwischen Ost und West besteht weiter, ist also nicht gerecht.


EW

17.01.2019

Ein 38jähriger Mann mit 380 € Erwerbsunfähigkeitsrente kann doch nie und nimmer seine Familie ernähren, selbst wenn die Frau berufstätig ist. Das reicht nicht für Miete, 2 schulpflichtige Kinder und Verpflegung für alle. Hat man die etwa vergessen oder "nur" übersehen??? Und dann noch der Unterschied West- Ost. Gerecht? Alle Menschen sind gleich? Fatal, dieser ganze Zustand und diese Entwicklung, die ja wieder viele Jahre gelten soll ohne Aussicht auf Angleichung!


Sabine

17.01.2019

Deutschland ist, was das Rentenniveau betrifft, Schlusslicht in Europa. In Frankreich gehen die Menschen für mehr Gerechtigkeit auf die Straße, doch der Deutsche lässt sich wie ein Lamm zur Schlachtbank führen Die Besteuerung der Renten gehört bei unter 2000 Euro Rente abgeschafft, ebenso die Besteuerung der Betriebsrenten. Wie soll denn bitteschön jemand mit 1000 Euro Rente im Monat auskommen, noch dazu bei den steigenden Mieten. Das sogenannte Rentenreformpaket ist reines Flickwerk und geht vollkommen an der Realität vorbei.


Enga

17.01.2019

Bin gespannt ?


Uwe

17.01.2019

Ich denke die Rente sollte gedeckelt werden, für jeden gleich
gelten der 45 Jahre eingezahlt hat, auf Mindestlohnniveau liegen und mit diesem bzw. der Inflationsrate jährlich angepasst werden.
Es sollten aber alle den gleichen Prozentsatz nach Ihrem
Einkommen einzahlen. (Also auch Einkommensmillionäre!)
Natürlich auch Beamte und Politiker, denn es ist nicht zu akzeptieren das genau dieser Personenkreis die höchsten "Pensionen" kassiert, der überhaupt nichts eingezahlt hat.
Dieses System ist krank!
Wenn man dies so konsequent und ohne Ausnahmen durchsetzt
würde sich das "Rentenproblem" in Luft auflösen.
Wer gut verdient kann auch zusätzlich Vorsorgen um dann im
Rentenalter nicht auf Minestlohnniveau leben zu müssen.
Ich finde es nur fair wenn Rentner und Pensionäre nicht mehr bekommen als Arbeitnehmer die dafür 40 Stunden die Woche
arbeiten.
Aber wer solls richten? Die so genannten Volksparteien?
Träumt weiter...


Marianne

17.01.2019

Was ist denn mit denen die vorher schon erwerbsunfähig waren und in Altersrente übergegangen sind? Denen fehlen über drei Jahre. das müsste doch eigentlich neu berechnet werden. Oh wie ungerecht. Wieder nichts halbes und nichts ganzes. Bei mir wurde nur bis 60 Jahre hochgerechnet.


Derrik

17.01.2019

Egal was gemacht wurde 48% ist lächerlich. Viel zu wenig um als Rentner zu überleben und durchaus kein Erfolg .Es wird höchste Zeit das alle in die Rentenkasse einzahlen. Es ist durchaus kein Generationskonflikt.


Martina

17.01.2019

Im Abschmitt Geringverdiener ist m. E. ein Schreibfehler:
Diese sogenannten Minijobber dürfen dann zwischen 450 Euro und 1.300 Euro (bisher 850 Euro) verdienen..... ==> das muss doch Midijober heißen und nicht Minijobber, oder ????


Hans Meyer

17.01.2019

M.E. ist es unumgänglich, dass auch Freiberufler und Beamte in die Rentenkassen einzahlen. Solange aber in den Regierungskreisen eine Selbstbedienungsmentalität (Siehe u.a. Diäten) ohne jegliche überprüfbare Rechtmäßgkeit vorhanden ist und Minister für dubiose Gutachten Steuergelder verbrennen ohne dafür haftbar gemacht zu werden, wird diese Klientel auch verhindern das sie in die Rentenkasse einzahlen müssen.


Detlef Griep

17.01.2019

Man kann nur den Kopf schütteln, bei der Rente Ost und West will man eine Gleichheit herstellen und hier stellt man die alten Erwerbslosenrentner wieder ins Abseits. Wer sowas beschließt sorgt wieder für Ungerechtigkeit. Wo sind den hier die Sozialverbände, die Grünen und die Gewerkschaften. Grundgesetz, nicht in Deutschland !


Kiri

17.01.2019

Und die Menschen, die sich seit Jahren mit der bisherigenErwerbsunfähigkeitrente durchkämpfen müssen, bleiben auf der Strecke? Mir geht es da ja noch gut, aber generell vergisst unser Staat mal wieder diejenigen, die schon seit Jahren Hilfe benötigen, weil sie sich aus gesundheitl. Gründen kein Zubrot verdienen können.


@ Christine

17.01.2019

Ja, ich frage mich auch, warum bekommen wir Mütter, die ihre Kinder vor 1992 geboren und großgezogen haben nur 0,5 Rentenpunkte gutgeschrieben. Sind wir deshalb etwa weniger wert? Als erstes müßten wirklich "alle Berufsgruppen" in die Rentenkasse einzahlen und das Problem der Doppelbesteuerung der Renten sollte ebenfalls endlich geklärt werden. Nur so wird das Rentensystem endlich gerechter werden.
Damit schließe ich mich den vielen ähnlichen Meinung in den unten geschriebenen Beiträgen an.


Silvia

17.01.2019

Die Neuverbeserung für Erwerbsunfähigkeitsrentner ist dermaßen ungerecht und nicht zu akzeptieren.
Das angeblich 170.000 Menschen in 2019 davon profitieren sollen, ist total unglaubwürdig , uns werden hier falsche Tatsachen vorgespielt.
Die Erwerbsminderungsrenten werden immer weniger ausgestellt. Ab Geburtsjahrgang 01.01.1961 bekommen kaum noch wirklich kranke Menschen die Erwerbsunfähgikeit anerkannt. Es wird ab diesem Jahrgang auf andrer auszuübende Berufe verwiesen, die immer noch bei geringer Leistungsfähigkeitangeblich noch ausgeübtwerden können. Deshalb wird die Erwerbsunfähigkeitanerkennung immer unwahrscheinlicher und seitens der Rentenkasse massiv verweigert.

Alle, die vor dem 01.01.1961 und auch dadurch einen Berufsschutz ohne Vereinbarkeit hatten oder haben sind entweder schon anerkannt Erwerbsunfähig oder selbst schon in Rente.
Was ist mit denen ? Die müssen also mit ihrer geringen Erwerbsunfähigskeitsrente weiter so leben und sind weiter auf Grundsicherung angewiesen ? Das ist doch ungerecht hoch 3 !!!

Die Regierung weiss ganz genau , warum sie diese Verbesserung für EU Rentner erst ab 2019 einführt !!! Weil nämlich genau das eintrifft....
Ab 2019 wird es immer weniger EU-Rentner geben, weil diese meist heute ab Jahrgang 1961 sind und somit selbst für 3h noch auf einen anderen Beruf vereinbar sind. Somit doch klar......weniger EU Rentner, somit auch weniger Kosten für den Staat aus der RENTENKASSE !!!!.
Das ist doch alles Augenwischerei hier bei der angeblichen Verbesserung der EU-Rente
Schade , dass viele Deutsche das nicht hinterfragen und nur akzeptieren.


Thomas

17.01.2019

Man sollte das ganze System mal überprüfen und nicht nur solche Wahlhilfe Angebote machen. Bringt wenig und kostet viel und diejenigen die schon am meisten belastet werden bekommen doch dann immer die Rechnung.


Klaus

17.01.2019

Rente?
Ich sorge Privat auch massiv vor, das fehlt mir halt jetzt. Ob ich trotzdem genug im Alter habe? Ich bezweifel es...
Außerdem, obwohl ich selber viel Vorsorge, sind es noch 24 Jahre für mich und da kann noch so viel passieren.
Entweder bin ich Altersarmutsrentner, Mittelrentner oder Luxusrentner...wer weiß das jetzt schon.


elke

16.01.2019

@Sepp
Schön, dass Sie nicht jeden € umdrehen müssen.
Wieviel Kinder haben Sie denn gebohren? Als Mann wohl Keines. Lückenlose Verdienstzeiten kann man so leicht verzeichnen. Ich bin Witwe und habe 3 Kinder erfolgreich aufgezogen. Mein Mann hat 45 Jahre lückenlos gearbeitet. Trotzdem ist meine Witwenrente so gering, dass ich sehr wohl jeden € umdrehen muss!
Genau darum geht es doch, dass diejenigen die ein ganzes Leben lückenlos gearbeitet haben, eben auch Mütter, im Alter ein zufriedenstellendes Auskommen haben.


Tom

16.01.2019

Das ist doch keine Reform. Das ist ein Basteln an einem kranken System. Ein Verschieben von links nach rechts, um den Leuten vorzugaukeln, dass sich bei der Rente etwas tut.

Eine Reform wäre es, wenn ausnahmslos alle in die gleiche Kasse einzahlen. Wieso haben denn gerade die potenziellen Spitzenverdiener wie z. B. Architekten, Anwälte etc. die Möglichkeit sich von der gesetzlichen Rentenversicherung befreien zu lassen? Und wieso zahlt ein Arbeitnehmer mit EUR 80.400 jährlich brutto (west) genauso viel Rentenbeiträge, wie ein Arbeitnehmer mit EUR 500.000 jährlich brutto? Ich denke wir sind eine Solidargemeinschaft :) Aber die sind wir wohl nur als Arbeitnehmer bis knapp 80.000 EUR im Jahr. Danach zählt man nicht mehr zur Solidargemeinschaft bzw. muss nicht mehr für diese aufkommen.


Horst

16.01.2019

@J. Korte: Wie in dem Bericht zu lesen war, wird zur Finanzierung dieser Reform, ein Großteil aus den Beiträgen von Mitgliedern der gesetzl. Rentenversicherung aufgebracht. Diese zahlen selbstverständlich neben ihren Versicherungsbeiträgen, natürlich auch zusätzlich Steuern.
Insofern zahlen sie anders als die angesprochenen Berufsgruppen, wenn man so will, doppelt.


J. Korte

16.01.2019

Eine Reform war längst überfällig.
@Horst. Natürlich werden Beamte, Freiberufler und Selbstständige zur Zahlung dazu herangezogen, diese Gruppen zahlen ebenfalls Steuern.
Leider wurde in dem Beispiel vergessen, dass alle Neurentner bis zum Jahr 2025 die Rente schrittweise auf 100Prozent Besteuerung angehoben wird. Es bleibt für die Mütter, Erwerbsrentner dennoch mehr im Portemonnaie. Die Beamten wurden schon immer voll versteuert. Ich find diese Gleichbehandlung nun wesentlich gerechter.


Horst

16.01.2019

Änderungen bei der Mütterrente, bei der Erwerbsminderungsrente und Hilfen für Geringverdiener sind alle richtig und längst überfällig. Doch wird hier Familienpolitik (Mütterrente) bzw. Sozialpolitik (Hilfe f. Geringverdiener) statt aus Steuermitteln, von einer kleinen Zahl von Beitragszahlern aus der gesetzl. Rentenversicherung finanziert. Freuen können sich die vielen Freiberufler, Beamte, Selbstständige usw. die nicht zur Finanzierung herangezogen werden.


ING

16.01.2019

Hallo Frau Elemans, am besten fragen Sie mal bei Ihrem Rentenversicherer nach. Sie können Ihre Fragen sicherlich direkt beantworten. Viele Grüße, Ihr Social Media Team


Tony

16.01.2019

Habe fast 40 Jahre gearbeitet , seit 10 Jahren schwerbehindert und jetzt bekomme ich EU-Rente wo bitte ist da ein Unterschied der wo gearbeitet hat und der den Staat seit Jahren ,ober noch nie etwas einbezahlt hat .
Es darf doch nicht sein das die Leute die Arbeiten , danach die Dummen sind , oder wir schaffen das (ab) .


Hella Elemans

16.01.2019

Leider steht da nichts von Verbesserung,für Rentner,welche schon Jahre in Rente sind.Bekommen wir den auch Punkterhöhung,für unsere Kinder,die vor 1992 gebohren sind?Und wie erfahren wir das gegebenen falls?


Annili

15.01.2019

Ich bin seit 2005 EU-Rentner und schwerbehindert nach einer Hirnblutung, bin 50 Jahre alt. Was bringen mir diese Neuerungen? Das einzig positive ist die Änderung der Mütterrente nur viel bleibt von der Erhöhung nicht, dafür sorgen unsere Politiker schon.


Sepp

15.01.2019

Warum mußte man die Rürup und die Riesterrente auch noch erfinden ? Damit die Versicherungsverkäufer die zukünftigen Rentner noch mehr abzoken können ! Hätte man , als Herr Blühm noch sozialminister war , das alles in der GRV gelassen und die Selbsständigen und geringverdiener mit einbezogen , hätten einige mehr ein ertragliches Rentenauskommen . Aber die jenigen , die am wenigsten eingezahlt haben , schreien jetz am lautesten , wenn es nicht reicht ! Ich habe immer geschaut , in meiner Arbeitsbiografie , keine Fehlzeiten anzuhäufen . Dafür muß ich heute nicht jeden € zweimal umdrehen !


Georg

15.01.2019

Bin der gleichen Meinung wie Harry vom 14.01.2019
Die Politiker aller Parteien sollten sich schämen, wie es in so einem "tollen" Land zu solchen Zuständen kommen konnte, haben diese Herrschaften zu verantworten.


Eugenio

14.01.2019

Warum erhalten Mütter nur 0,5 Prozentpunkte für vor 1992 geborene Kinder? Sind diese Kinder weniger wert ? Es sollte hier umgehend eine Gleichstellung gemacht werden.
Abgeschaft sollte auch die Besteuerung der Renten, dieses Gesetz sollte auch umgehend abgeschaft werden


Harry

14.01.2019

Es sollten endlich mal alle in die Rentenkasse einzahlen....es sollte auch nicht mehr unterschieden werden zwischen Renten und Pensionen.
Dachte wir wären sozialistisch? Also alles in einen Topf!
Alle sollen in die Rente zahlen, selbständige, Angestellte, Pensionäre...
Aber warum müssen Rentner Ihre Rente versteuern? So ein Sch***
Erst gibt man Ihnen was und dann nimmt man Ihnen es wieder.
Und wenn einer mit der Rente nicht auskommt, dann gibt es wieder irgendwo Zugaben...warum dann erst abziehen?
Alles so kompliziert....diejenigen die viel verdienen, sollen auch mehr zahlen....


Kurt Beilheim

14.01.2019

Na toll,
wieder mal ein ordentlicher Griff in die Rentenkasse zur
Imageverbesserung der Regierung !


Gerhard Meszaros

14.01.2019

Kurze und informative Beiträge - vielen Dank