Achtung, Scamming!

So fallen Sie nicht auf die Vorschuss-Masche rein | 10.09.2018

Scamming

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Viele Menschen träumen vom großen Gewinn, suchen einen neuen Job oder sind online auf Partnersuche. Das wissen auch Betrüger und versuchen mit erfundenen Geschichten die Wünsche und Sehnsüchte ihrer Mitmenschen dreist auszunutzen. Ziel der Vorschuss-Masche (engl. Scamming) ist es, die Opfer mit falschen Versprechungen zur Zahlung einer Geldsumme zu bewegen.

Ja, ich liebe…nur dein Geld

Wenn Sie im Netz jemand liebt und Ihnen ständig nette Nachrichten schickt, ist das eine schöne Sache. Wenn die große Liebe aber plötzlich mit einer rührenden Story Geld von Ihnen möchte, sollten Sie misstrauisch werden. Betrüger auf Partnerbörsen oder in sonstigen Netzwerken haben sich darauf spezialisiert, emotionalen Druck auszuüben. Viele Opfer können dann gar nicht anders, als das Geld für die angebliche Krankenhausbehandlung oder das Rückflugticket zu überweisen. Tipp: Nicht zahlen und Kontakt sofort abbrechen.

Viel Erfahrung gewonnen!

Wenn Ihnen unerwartet ein Gewinnversprechen ins E-Mail-Postfach oder in den Briefkasten flattert, läuten bei Ihnen am besten alle Alarmglocken. Ganz besonders, wenn Sie vor Auszahlung des Betrages Gebühren zahlen sollen. Vielleicht wird Ihnen auch eine Erbschaft versprochen und nur noch der Ausgleich der Notarkosten steht der angeblichen Auszahlung im Weg. Eins werden Sie im Betrugsfall nie wieder sehen: Ihr Geld – den versprochenen Geldsegen natürlich auch nicht.

Ware weg – Geld auch

Auch auf Verkaufsportalen sollten Sie vorsichtig sein, wenn ein Käufer unbedingt möchte, dass Sie die Ware schon mal verschicken, aber noch kein Geld auf Ihrem Konto ist. Der vom Käufer per E-Mail verschickte Überweisungsbeleg sieht gut aus, kann aber gefälscht sein. Der Betrüger hat so doppelt gewonnen: Er behält das Geld und die Ware.

Traumwohnung bleibt ein Traum

Die Anzeige im Immobilienportal lockt mit tollen Fotos, der Preis ist zu schön um wahr zu sein. Alles passt, nur der Vermieter befindet sich gerade im Ausland und möchte, dass Sie die Kaution oder die erste Miete vorab auf ein ausländisches Konto zahlen. Traurige Wirklichkeit: Dem angeblichen Eigentümer gehört nichts – aber er hat jetzt Ihr Geld und ist verschwunden. Mehr dazu hier.

Die Arbeit sollten Sie sich sparen

Darauf muss man erstmal kommen: Selbst bei Stellenanzeigen kann Betrug dahinterstecken. Wenn der vermeintliche Arbeitgeber gleich nach dem Telefoninterview Geld sehen will, zum Beispiel für Dienstkleidung oder Unterlagen, sollten Sie misstrauisch werden.

4 Tipps – so schützen Sie sich:

1. Reagieren Sie nicht auf verdächtige Post!
Die Vorschuss-Masche kann nur funktionieren, wenn Sie selbst aktiv werden. Ignorieren Sie Briefe, E-Mails oder sonstige Nachrichten von unbekannten Absendern, die Ihnen große Versprechungen machen oder verdächtig erscheinen.

2. Überweisen Sie niemals Geld vorab an jemanden, den Sie nicht kennen.
Geben Sie an Unbekannte keine persönlichen Daten weiter, unterschreiben Sie nichts. Erledigen Sie auch keine Gefälligkeiten (z.B. Scheckeinlösungen oder Paketübergaben). Im Schadensfall sollten Sie Anzeige bei der Polizei erstatten.

3. Googeln Sie den angeblichen Arbeitgeber, Vermieter oder E-Mail-Absender.
Manchmal reicht es schon, den Namen oder die Versandadresse in eine Suchmaschine einzugeben. Bei massenhaft verschickten E-Mails lässt sich auch durch Eingabe der Betreffzeile oft feststellen, ob Betrüger am Werk sind.

4. Lassen Sie sich im Zweifelsfall nachweisen, mit wem Sie es zu tun haben.
Hören Sie auf Ihr Bauchgefühl. Besonders, wenn Sie jemanden anonym im Internet kennengelernt haben.

Fazit: Betrüger werden immer einfallsreicher. Wenn Sie sich informieren und nicht auf betrügerische Nachrichten reagieren, können Sie trotzdem sicher sagen: mit mir nicht!

Infos zum Thema sicheres Online-Banking finden Sie hier.

Autor: Ben Bernard


Ihre Meinung

Kommentare (5)


Kommentare

Hermann

18.09.2018

Schild in einem alten Laden:
Du wollen Geld von mir leihen?
Ich dir nicht geben, Du böse.
Ich Dir geben, Du nicht zurückgeben, ich böse
Besser Du böse


Michael Schroeder

16.09.2018

Ich verleihe kein Geld an Fremde und vor allen Dingen gibt es von mir keine Bürgschaft. Entweder man hat das Geld oder man muß so lange sparen bis man es hat. Punkt


ingrid

12.09.2018

ich borge mir kein geld und somit gebe ich kein geld weg. bin kein sozialamt.


Jürgen

12.09.2018

Bin kein kompletter Idiot...


Frank

10.09.2018

Wenn einer von mir Geld möchte, dann nur wenn ich ihn persönlich kenne oder wenn ich weiß, dass ich wirklich was bestellt habe.
Sonst bekommt keiner was von mir vorab....