Im Internet sicher bezahlen

Das sollten Sie beim Online Shopping beachten | 20.05.2016

20150402_Online_bezahlen

© Milles Studio/Fotolia.com

Rechnung, Lastschrift, Vorkasse, Kreditkarte oder Online-Bezahldienste – beim Shoppen im Internet gibt es viele Bezahl-Möglichkeiten. Doch welche ist die sicherste und was sollte man bei den einzelnen Zahlungsarten beachten?

Grundsätzlich sollte man bei allen Bezahloptionen bei Datenübertragung auf eine sichere SSL-Verschlüsselung achten, das rät auch das Bundesamt für Sicherheit und Informationstechnik. Zu erkennen ist diese Verschlüsselung an der URL-Zeile des Browsers, wenn der Anfang der Web-Adresse mit "https" angezeigt wird.

Im Folgenden stellen wir Ihnen die gängigsten Bezahloptionen vor:

Bankeinzug

Der Bankeinzug oder die Lastschrift ist für den Käufer ein relativ einfaches Bezahlverfahren: Die Rechnung wird automatisch abgebucht, üblicherweise erst nach dem Versand der Ware. Dazu muss der Verkäufer allerdings im Vorfeld dem Händler seine kompletten Bankdaten zur Verfügung stellen. Dies sind üblicherweise: Name des Kontoinhabers, IBAN, BIC und zum Teil auch Name der Bank. Achtung: Ein seriöser Online-Händler wird Sie niemals nach Ihrer persönlichen Konto-PIN- oder TAN-Nummer fragen! Wird ein Betrag unrechtmäßig abgebucht, können Sie bei ihrer Bank Widerspruch einlegen und das Geld einfach zurückbuchen lassen.

Kreditkarte

Die Zahlung per Kreditkarte ist mittlerweile eine der beliebtesten Zahloptionen im Internet. Die Abwicklung ist einfach: Der Käufer muss lediglich den Namen der Kreditkartengesellschaft, die Kreditkartennummer und die Sicherheitsnummer eingeben. Der Betrag kann dann direkt vom Verkäufer vor Versand der Ware abgebucht werden. Außerdem hat der Käufer bei mangelhafter Ware oder Nicht-Eintreffen die Möglichkeit, über seine Kreditkartengesellschaft eine Rückbuchung des Betrags zu veranlassen. Vorsicht Phishing! Gerade bei der Zahlung mit Kreditkarte empfiehlt es sich besonders, auf eine sichere SSL-Seiten-Verschlüsselung zu achten. Gehen Sie generell mit Ihren Kreditkarten-Daten überlegt um, insbesondere wenn Sie per E-Mail nach Ihren Daten gefragt werden – dies ist ein beliebter Trick von Online-Betrügern.

Online-Bezahldienste

Mit wenigen Klicks im Internet bezahlen, das geht ganz einfach über Online-Bezahldienste wie zum Beispiel paydirekt. Hier verbindet der Käufer das Girokonto mit dem Bezahlservice und los geht’s – ein separates Konto oder eine komplizierte Anmeldung ist nicht notwendig. Die Vorteile können sich sehen lassen: der Verkäufer bekommt eine Zahlungsbestätigung und kann die Ware direkt losschicken, während die Bankdaten geheim bleiben. Sie bleiben dort, wo sie schon immer sicher sind: bei der Bank. Als deutscher Online-Bezahldienst unterliegen alle Daten von paydirekt den deutschen Datenschutzrichtlinien und werden nach bewährten Bankenstandards verschlüsselt. Gleichzeitig werden auch die Händler kontinuierlich auf ihre Seriösität überprüft.

Vorkasse

Zahlt man per Vorkasse, freut das in erster Linie den Händler. Für den Käufer ist von diesem Verfahren generell abzuraten, birgt dies doch ein gewisses Risiko, falls die Ware nicht wunschgemäß eintrifft. Seriöse Online-Händler bieten in der Regel mindestens ein weiteres Bezahl-Verfahren an. Besteht keine Alternativ-Option, sollten Sie sich besonders genau über die Seriosität des Händlers informieren. Hier hilft meist schon eine Überprüfung der Kontaktdaten und der allgemeinen Geschäftsbedingungen oder auch eine Suchmaschinen-Recherche weiter.

Wie bezahlen Sie am liebsten?

Per Rechnung

Der Klassiker unter den Bezahlverfahren. Erst bei ordnungsgemäßem Erhalt der Ware muss die meist der Ware beigefügte Rechnung bezahlt werden. Trifft die Ware nicht ein, muss sich der Käufer nicht um die Rückforderung seines Geldes bemühen, auch ist die Angabe von persönlichen Zahlungsdaten im Internet nicht erforderlich. Dieses Verfahren ist daher vor allem für den Endverbraucher interessant. Allerdings nicht immer für den Verkäufer, der mit diesem Verfahren auch eine Nicht-Zahlung durch den Kunden riskiert. Daher bieten einige Online-Händler dieses Verfahren gar nicht oder nur für bestimmte Kunden an.

Nachnahme

Beim Nachnahme-Verfahren erfolgt die Bezahlung durch den Empfänger in bar an das Post- oder Logistikunternehmen, das die Ware ausliefert. Dies ist meist mit Zahlung einer Zustellgebühr verbunden, der Käufer hat jedoch den Vorteil, dass er erst beim tatsächlichen Eintreffen der Ware bezahlen muss. Allerdings kann der Käufer erst nach Zahlung die erhaltene Ware prüfen, bei Mängeln wird eine Reklamation oft schwierig.

Fazit: Jedes Bezahlverfahren bietet seine Vor- und Nachteile. Im Zweifel sollten Sie abwägen, ob Bequemlichkeit oder Sicherheit für Sie im Vordergrund stehen.

Aktualisiert am 20.05.2016

Autor: ING-DiBa



Ihre Meinung

Kommentare (23)


Kommentare

ING-DiBa

26.05.2017

Hallo S.Bauer, da stimmt tatsächlich etwas nicht! Danke für Ihren Hinweis, wir lassen das so schnell wie möglich korrigieren. Viele Grüße, Ihr Social Media Team


S.Bauer

25.05.2017

Da stimmt doch was nicht? ZITAT:
<< Der Bankeinzug oder die Lastschrift ist für den Käufer ein relativ einfaches Bezahlverfahren: .... Dazu muss der Verkäufer im Vorfeld dem Händler seine kompletten Bankdaten zur Verfügung stellen. >>
Müsste es nicht "der Käufer" sein ???


Friedemann Schwegler

17.05.2017

Ich finde die Aktion der Ing- DIBA grundsätzlich gut,um uns "Verbrauchern" ,die wir übers Internet bezahlen (und es ging ja immer gut ) einmal mehr klar zu machen ,dass wir uns in einer gewissen Gefahr befinden.


klaus

27.04.2017

Ich nutze auch gern "Sofortüberweisung". Nun ist mir unklar, inwieweit die dort nötige Angabe von PIN und TAN außerhalb der Bank-Seite riskant ist. Eine TAN ist doch wohl nur einmalig einsetzbar und die PIN ermöglicht zwar evtl. den Zugang zur Bank-Seite, jedoch keine TAN-geschützten Überweisungen?


ING-DiBa

23.03.2017

Hallo Jaysen, verboten ist es natürlich nicht - wir empfehlen es aber auch nicht! Wir raten dringend dazu, sensible Daten des Internetbankings, also Ihre PIN und TAN, nur im geschützten Internetbanking der ING-DiBa einzugeben - und das ist beim von Ihnen angebotenen Anbieter halt nicht der Fall. Viele Grüße, Ihr Social Media Team


Jaysen

23.03.2017

Ist es bei ING-Diba erlaubt mit "Sofortüberweisung" zu bezahlen? Ich weiß, dass dieses Bezahlsystem umstritten ist, aber ich hatte mit meiner vorherigen Bank (bevor ich zu Diba wechselte) nie Probleme mit diesem System gehabt. Ich nutzte es über 6 Jahre fehlerfrei und hatte auch nicht den Eindruck, dass meine Daten irgendwie in fremden Händen geraten sind. Es gibt leider keine guten Alternativen zu Sofortüberweisung. Giropay funktioniert nicht stabil und Paydirekt wird bei den Händlern kaum angeboten oder ist noch unbekannt.

Meine Frage ist also, ob mir Konsequenzen seitens von ING-Diba drohen, wenn ich mit Sofortüberweisung bezahle?


Karl-Heinz Meyer

27.05.2016

Wenn es geht, entscheide ich mich für Zahlung durch
Online-Bezahldienste.
Vorteile:
a)Der Händler hat sofort Empfangsgewissheit und kann versenden.
b) Es sind nur ein paar Klicks nötig - keine IBAN, Rechnungsnummer, Kundennummer etc.
c) .........-Käuferschutz.


ING-DiBa

27.05.2016

Hallo Frau Carstens, das wundert uns allerdings auch und sollte so nicht passieren. Bitte rufen Sie uns doch kurz an - die Kollegen schauen sich die Zahlung noch einmal genau an. Unter 069 / 34 22 24 sind die Kollegen immer für Sie da. Viele Grüße, Ihr Social Media Team


Gabriele Carstens

26.05.2016

Ich finde es nicht in Ordnung, daß eine Firma mit den Daten meiner abgelaufen (!) Visa Karte nach einem Jahr einfach abbuchen kann, ohne LastschriftenAuftrag und ohne daß von mir die aktuellen Daten der neuen Visa dort angegeben wurden!


Geisen Helga

23.05.2016

leider ist dies nicht immer möglich, bei Beträgen unter 150,00 € kaufe ich auch mal per Vorkasse


ING-DiBa

28.04.2016

Hallo Chris, nein, wir blockieren hier nichts. Sie können ganz normal paypal bezahlen. Viele Grüße, Ihr Social Media Team


Chris

28.04.2016

Mal ganz konkret nachgefragt: Blockiert die ING-DiBa Lastschriften von Paypal? Ist es demnach nicht möglich per Paypal auf Basis des Lastschriftverfahrens zu zahlen?


D.B.

23.04.2016

Ich finde es gut, dass sich die ING von sofortueberweisung und paypal fern hält. Allerdings erhöht dies die Kosten bei der Online-Bezahlung deutlich. Airberlin bietet z.B. nur giropay, paypal und Kreditkarte an. Bezahlung mit Kreditkarte kostet bei Airblerin unanständige 7 EUR - unanständig, weil die Transaktionskosten von VISA deutlich darunter liegen.


Schlecker

15.04.2016

Ich vermisse bei Ihren aufgeführten Zahlugsmöglichkeiten
Pay Pal und Pay direkt.


j.Klärchen

21.03.2016

Eigentlich zählen zu den "gängigsten Bezahloptionen" auch PayPal und ClickandBuy. Eine Aufführung in der o.a. Aufzählung mit den Vor- und Nachteilen habe ich vermisst. Obwohl - ClickandBuy hat sich von vielen Anwendungen abgemeldet.


ING-DiBa

17.03.2016

Hallo A. Lange, grundsätzlich raten wir immer zur Vorsicht beim Einsatz solcher Zahlungsmethoden. Genau können wir diese im Einzelnen jedoch nicht beurteilen. Eine bequeme und sichere Alternative dazu ist das neue Bezahlverfahren paydirekt, welches auch unsere Kunden bald nutzen können: www.ing-diba.de/ueber-uns/wissenswert/paydirekt-kommt/ Viele Grüße, Ihr Social Media Team


A. Lange

17.03.2016

Was ist denn von solchen Verfahren wie PayPal zu halten?


ING-DiBa

26.02.2016

Hallo Goldner, wir raten aus Sicherheitsgründen von dieser Zahlungsmethode ab. Daher greift unser Sicherheits-Versprechen in einem solchen Betrugsfall nicht. Weitere Infos dazu finden Sie auch hier: www.ing-diba.de/kundenservice/sicherheit/#!118132 Viele Grüße, Ihr Social Media Team


Goldner

24.02.2016

Zahlungen über "Sofortüberweisung" sind somit nicht zulässig? Haftet IngDiBa bei einem Betrug der sich herausstellt, der durch "Sofortüberweisung" entstanden ist?


ING-DiBa

26.11.2015

Hallo Herr Pfeill, wir raten dringend dazu, sensible Daten des Internetbankings, also Ihre PIN und TAN, nur im geschützten Internetbanking der ING-DiBa einzugeben. Viele Grüße, Ihr Social Media Team


Herbert Pfeill

26.11.2015

Welche Informationen/Regeln gibt es für den Internet-Bezahlfall "Sofortüberweisung" bei einem DiBa Girokonto ? Stichworte "Sicherheit", "Transaktionsvolumen"


ING-DiBa

20.11.2015

Hallo Herr Schäfer, schön, dass Sie unsere Artikel so aufmerksam lesen! Da hat sich tatsächlich ein Fehlerteufelchen breitgemacht - natürlich muss der Käufer dem Händler seine Kontodaten im Vorfeld mitteilen. Herzlichen Dank für Ihren Hinweis. Viele Grüße, Ihr Social Media Team


Ludwig Schäfer

19.11.2015

Betrifft Ihre Online-Empfehlung "Im Internet sicher bezahlen" bei "Bankeinzug". Müßte es im Text statt ...Dazu muß der "Verkäufer" allerdings im Vorfeld usw. nicht richtigerweise "Käufer" heißen?
Oder verstehe ich dies falsch?