Neues Heim – neues Glück

So können Sie beim Umzug sparen | 09.04.2018

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© Gary Burchell - gettyimages

Kisten packen, Möbel abbauen, alles transportieren: Ein Umzug ist nicht nur nervenaufreibend, sondern auch teuer. So können Sie Ihren Geldbeutel schonen:

Vorbereitung ist alles

Ein Umzug will gut vorbereitet sein. Denn sonst kann das Ganze schnell im Chaos enden – das kostet Sie Zeit und im Zweifel auch Geld.
Daher gilt die Devise: Gut geplant ist halb gewonnen.
 
Für eine erfolgreiche Planung ist es sicher hilfreich, wenn Sie sich frühzeitig eine Liste mit allen wichtigen Punkten machen. Was muss alles mit? Wie viel Zeit muss eingeplant werden? Was muss vorher noch erledigt werden? So behalten Sie den Überblick und vergessen nichts.
 
Auch das Kisten packen bringt Tücken mit sich. Bevor Sie damit starten, sollten Sie sich aber fragen: Was brauche ich in der neuen Wohnung wirklich noch? Ein Umzug ist der perfekte Zeitpunkt, um mal richtig auszumisten. Und mit vielen Dingen können Sie sich ein bisschen Umzugsgeld hinzuverdienen. Verkaufen Sie z.B. gut erhaltene Kleidung oder Gegenstände. Oder machen Sie anderen eine Freude und spenden Sie an die Altkleidersammlung, das Rote Kreuz oder andere gemeinnützige Organisationen.
Und wenn Sie wissen, was mit soll: Sortieren Sie Ihre Habseligkeiten gut und beschriften Sie die Kisten. Das erspart Ihnen beim Umzug und Auspacken jede Menge Stress.

Do it yourself oder Profi?

Bevor es losgeht, steht für Sie die Entscheidung an, ob Sie alles selbst machen oder eine Umzugsfirma beauftragen.

Entfernung:

Innerhalb der Stadt können Sie den Umzug meist gut selbst organisieren. Liegt eine größere Distanz zwischen Ihnen und Ihrem neuen Heim, bietet sich eher eine Umzugsfirma an.

Fahrzeug und Führerschein:

Sie besitzen einen Transporter und dürfen diesen laut Führerschein auch fahren? Perfekt. Dann steht einem Umzug in Eigenregie nicht viel im Weg. Sie dürfen keinen Transporter oder Lkw fahren? Dann sollten Sie über Unterstützung durch Profis nachdenken.

Helfer:

Wenn Sie kein Unternehmen beauftragen wollen, brauchen Sie jede helfende Hand, die Sie kriegen können. Mobilisieren Sie möglichst viele Helfer, dann können Sie den Umzug auch ohne Firma schaffen.

Zeitdruck:

Der Umzug muss in einem Tag erledigt sein, inklusive Möbelab- und -aufbau? Dann sollten Sie sich wirklich professionelle Hilfe zur Seite stellen.

Einrichtung:

Es gilt: Je teurer und umfangreicher Ihr Hausrat, desto mehr lohnt sich Hilfe von den Profis. Denn wenn etwas beschädigt wird, zahlt deren Versicherung.

Hoch hinaus:

Ihre neue Wohnung liegt im dritten Stock oder höher? Sie haben keinen Aufzug? Wollen Sie wirklich alles selbst tragen?

Wenn Sie sich für ein Umzugsunternehmen entscheiden, sollten Sie auf jeden Fall verschiedene Angebote einholen. Oft gibt es Unterschiede, wie die Preise berechnet sind, und es können Kosten versteckt sein. Ein genauer Blick und ein Vergleich lohnen sich.
Meist können Sie auch einen Besichtigungstermin mit der Firma vereinbaren. So können Sie sich überzeugen, dass die Mitarbeiter freundlich und zuverlässig sind. Und sparen können Sie so oft auch: Das Unternehmen kann den Aufwand besser einschätzen und die Preise so genauer kalkulieren.

Wie kann ich sonst noch sparen?

Auch wenn Sie den Umzug mit lieben Helfern stemmen, können Sie sparen:

Kündigungsfrist beachten:

Kündigen Sie Ihre alte Wohnung rechtzeitig. So ersparen Sie Ihrem Geldbeutel eine doppelte Mietzahlung. Sie haben die Frist verpasst? Die Suche nach einem Nachmieter kann sich in diesem Fall lohnen.
Beachten Sie auch, dass Strom- und Telefonanbieter ebenfalls bestimmte Fristen haben.

Unnötige Schönheitsreparaturen vermeiden:

Bevor Sie bei Ihrer alten Wohnung ans Werk gehen und Geld in deren Renovierung stecken, sollten Sie Ihren bisherigen Mietvertrag noch einmal prüfen lassen. Allzu starre Regeln in Bezug auf den Zustand bei Wohnungsübergabe sind nicht zulässig. Wenden Sie sich im Zweifel an den Mieterbund. Der kann Ihnen sagen, welche Rechte und Pflichten Sie haben.

Umzug von der Steuer absetzen:

Einige Kosten können Sie von der Steuer absetzen. Vor allem, wenn Sie aus beruflichen Gründen umziehen. Was Sie anrechnen können, erfahren Sie hier.

Stromanbieter vergleichen:

Bei einem Umzug kann es sich für den Geldbeutel lohnen, Ihren aktuellen Stromanbieter mit anderen zu vergleichen. Vielleicht gibt es in der neuen Wohngegend einen lokalen Anbieter, der noch günstiger ist?

Terminlich flexibel sein:

Sowohl bei Umzugsunternehmen als auch bei Autovermietungen gibt es natürlich Hoch-Zeiten. Besonders zum Monatsende/-anfang häufen sich die Umzüge – die Preise sind in diesem Zeitraum meist höher. Wenn Sie ein bisschen Flexibilität mitbringen, können Sie hier sicher noch etwas herausholen.

Realistisch kalkulieren:

Überlegen Sie sich vorher genau, wie viele Kisten Sie benötigen und was Sie wirklich transportieren müssen. Schätzen Sie realistisch und nicht zu viel – denn größere Transporter kosten meist mehr in der Miete und auch im Spritverbrauch.

Verpackungsmaterial günstig besorgen:

Brauchen Sie wirklich die teuren Kisten und die Luftpolsterfolie aus dem Baumarkt? Alte Zeitungen erfüllen den gleichen Zweck wie teure Folie. Und stabile Kisten bekommen Sie auch für wenig Geld oder sogar kostenlos im nächsten Lebensmittelmarkt. Bananenkisten zum Beispiel eignen sich besonders gut.
Sie können sich die Kartons aber auch leihen – von Freunden oder auch im Internet. Dann müssen Sie diese im Nachhinein auch nicht verstauen.

Alte Möbel verkaufen:

Ein kleiner Zuschuss kann auch sein, alte Möbel zu verkaufen, statt sie zum Sperrmüll zu geben. Vielleicht hat Ihr Nachmieter Interesse an der eingebauten Küche? Außerdem gilt: Spenden ist immer besser als Entsorgen.

Mieten statt kaufen:

Auch Werkzeug kann man inzwischen günstig in manchen Baumärkten oder im Internet mieten. So müssen Sie die teure Stichsäge nicht kaufen, obwohl Sie sie nur an diesem Tag nutzen.

Und noch ein Tipp:
Einige Arbeitgeber gewähren Ihren Mitarbeitern für den Umzug einen oder sogar mehrere Tage Sonderurlaub. So müssen Sie nicht Ihren gut gehüteten Urlaub aufbrauchen.
Fragen Sie doch einfach mal nach.

Autor: Linda Ruppel


Ihre Meinung

Kommentare (3)


Kommentare

Loic

19.04.2018

Im Billigmärktezeitalter bekommt man für seine Sachen nichts mehr oder gerade mal einige wenige Euro. Der Aufwand, für seine alten Möbel oder Sachen Geld zu bekommen, egal auf welchem Portal oder Flohmarkt, ist so extrem viel Größer als der Gewinn, da die Leute so satt sind, dass es sich echt nicht lohnt. Wer umzieht, hat für solchen Aufwand keine Zeit/Nerven.
Selbst Haushaltsauflösungen wollen nichts mehr annehmen. Es wird lieber alles neu gekauft im Billigmarkt als gute, hochwertige Sachen für wenig Geld gebraucht gekauft.
Der Spartip zum Umzug hier ist sonst auch nichts wert.
Ich soll gut geplant am Ende meiner Kündigungsfrist umziehen, aber nicht am Ende des Monats, weil dann die MietLKW so teuer sind... soso...
Verpackungsmaterial macht in der Summe eines Umzugs vielleicht 50,- aus, toll gespart. Ich bin jetzt zum 4.x umgezogen, es kostet immer ca. 500-1000,- wenn man es selbst macht; wenn man umziehen lässt, ist man immer mind. 1500-3000,- los, je nach Entfernung. Da ist das Sammeln von Zeitungspapier nicht echt der Spartip.
Es sei denn man ist Schüler und hat nur Bett, Tisch, Stuhl und einen Schrank.
Wer diesen Artikel schrieb, ist noch nicht sehr oft umgezogen. Wenn überhaupt.


14%

12.04.2018

Sparen war mal .
Draghi und seine Helfer die Mafia-Banken kassieren ab und lassen die Kunden am langem Arm verhungern. Mit meinem Geld Arbeiten aber wenn man welches braucht, wird man abgezockt. Ich will auch 8% Zinsen von euch oder besser 14% . Also wenn ich das alles so mal so überschlage, schuldet ihr mir 12000€ .
Die alte Konto Übersicht war übrigens auch besser und viele Optionen funktionieren auch nicht mehr. Armselige Bank oder Erfüllungsgehilfen vom Ober-Mafia Boss Draghi .


Jonas

10.04.2018

Man spart am meisten wenn man nicht ständig umzieht :-)