Ganz einfach von Niedrigzinsen trotz Zinsbindung profitieren

Ratenkredite – lohnt sich eine Umschuldung?| 19.06.2017

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© ING-DiBa

Murphys Gesetz („Alles, was schiefgehen kann, wird auch schiefgehen“) gilt in abgewandelter Form gefühlt auch für Kreditnehmer. Wenn ich Geld brauche, sind die Zinsen am höchsten. Doch es gibt einen Ausweg: umschulden.

So mancher Verbraucher wird sich ärgern. Warum habe ich mit meinem Ratenkredit nicht noch gewartet? Wer beispielsweise 2009 ein entsprechendes Darlehen aufnahm (10.000 Euro, 60 Monate Laufzeit), zahlte laut FMH-Finanzberatung im Schnitt mehr als 8% Zinsen im Jahr. Zum Vergleich: Zurzeit sind es weniger als 5%. Doch oft kann man den Zeitpunkt für einen Kreditbedarf nicht selbst wählen – und dann sind die Konditionen vertraglich für Jahre festgelegt. Der monatliche Zins ist fix, Änderungen sind unmöglich. Eigentlich. Denn es gibt einen Weg, von aktuell niedrigen Zinsen zu profitieren: Der Verbraucher nimmt einen neuen Kredit auf und löst damit den alten ab. Je nach Höhe des Zinsunterschieds und der Restlaufzeit, kann sich das schnell bezahlt machen.

Beispielrechnung: 216 Euro gespart durch Umschulden

Das zeigt ein einfaches Beispiel, angelehnt an eine Berechnung mit dem FMH-Ratenkreditrechner aus dem Mai 2017: Angenommen, ein Kreditnehmer hat vor dreieinhalb Jahren einen Kredit in Höhe von 20.000 Euro aufgenommen und dafür eine Laufzeit von 60 Monaten (5 Jahre) bei 7,65% Effektivzins pro Jahr (p.a.; per annum) vereinbart. Seine monatliche Rate liegt bei 400 Euro, nach 42 Monaten steht noch eine Restschuld in Höhe von rund 6.777 Euro aus. Wechselt er nun zu einem Anbieter mit einem Effektivzins von beispielsweise 3,89% p.a., sinkt die Monatsrate für die restlichen 18 Monate auf rund 388 Euro. Mit seiner neuen Rate spart er also 12 Euro im Monat. Während der verbleibenden Restlaufzeit zahlt er insgesamt 216 Euro weniger.

Vorfälligkeitsentschädigung beachten

Doch die Tücke liegt oft im Detail. Viele Banken verlangen eine sogenannte Vorfälligkeitsentschädigung, wenn der Kreditnehmer sein Darlehen vor dem vereinbarten Ablauf des Vertrags zurückzahlt. Sie lassen sich damit für entgangene Zinszahlungen entschädigen. Der Gesetzgeber hat dafür aber einen engen Rahmen gesetzt. Bei Verbraucherkreditverträgen, die nach dem 11. Juni 2010 geschlossen wurden und eine Restlaufzeit von weniger als 12 Monaten haben, darf die Vorfälligkeitsentschädigung maximal 0,5% der Restschuld betragen. Ist die Restlaufzeit länger, darf es höchstens 1% sein.

Diese Regelung gilt für Verbraucherkredite, Baufinanzierungen sind ausgenommen. Als Baudarlehen sind sie grundpfandrechtlich besichert und es gelten andere gesetzliche Regelungen.
Was bedeutet die Regelung für das obige Beispiel? Nutzt der Anbieter des abzulösenden Darlehens den gesetzlichen Rahmen voll aus, darf er für die Ablöse knapp 68 Euro verlangen. Aber auch nach Abzug dieser Kosten kann sich der Schuldner über eine Ersparnis in Höhe von 148 Euro freuen. Als Faustregel gilt: Wenn der neue Zins mehr als 1% Zinsvorteil bietet, spart man bares Geld mit der Umschuldung.

Restschuldversicherungen sind meist teuer

Kann ein Kreditnehmer das Darlehen wegen Krankheit oder Arbeitslosigkeit nicht zurückzahlen, übernimmt eine Restschuldversicherung Zinsen und Tilgung – verspricht die Werbung. In der Realität hat sich gezeigt, dass solch eine Absicherung nicht nur vergleichsweise teuer ist, sondern wegen zahlreicher Ausschlussklauseln oft nicht zahlt. Um Angehörige vor vererbten Schulden zu schützen, kann eine Risikolebensversicherung in Höhe des Kreditbetrags sinnvoll sein. Wer eine Restschuldversicherung abgeschlossen hat, kann diese bei der Kreditablöse direkt mitkündigen.

Tipp: Verbraucher sollten vor Abschluss eines Ratenkredits nicht nur auf die Höhe der Zinsen achten, sondern auch auf flexible Konditionen. So verlangen nicht alle Kreditinstitute Vorfälligkeitsentschädigungen. Auch Sondertilgungen sind bei einigen kostenfrei erlaubt. Manch ein Anbieter ermöglicht es sogar, bei finanziellen Engpässen die Raten zu reduzieren oder die Tilgung zeitweise auszusetzen.

Autor: ING-DiBa


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