Bye-bye, Vista!

Microsoft stellt den Support für Windows Vista ein | 10.04.2017

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Am 11.04.2017 gibt es zum letzten Mal ein Sicherheitsupdate für Windows Vista. Alle danach gefundenen Lücken werden nicht mehr geschlossen. Was heißt das für die Nutzer und warum sollte man ein veraltetes Betriebssystem nicht mehr nutzen?

Erst einmal Entwarnung: Anders als bei DVB-T bleibt Ihr Bildschirm nicht schwarz ab dem 11.04.2017. Sie können Vista weiterhin nutzen. Auch Funktionseinschränkungen gibt es nicht. Allerdings ist das Betriebssystem auf dem heutigen Stand eingefroren.

Mit Windows Vista oder XP nicht ins Internet

Sicherheitslücken, die nach dem Stichtag gefunden werden, behebt Microsoft nicht mehr. Gehen Sie mit einem veralteten Betriebssystem oder Browser ins Netz, machen Sie es Online-Kriminellen leicht, Schadsoftware auf Ihren Rechner einzuschleusen bzw. über Ihren Rechner zu verbreiten – oder Ihre Rechnerkapazität für kriminelle Zwecke zu nutzen.

Das Argument, dass Windows Vista aufgrund des geringen Marktanteils ein unattraktives Ziel ist, zählt dabei nicht: Der Code, der in Vista steckt, steckt teilweise auch in seinen Nachfolgern. Während bekannte Schwachstellen bei den aktuell gehaltenen Systemen behoben werden, bleiben sie bei Alt-Systemen bestehen.

Außerdem unterstützen viele Softwareanbieter veraltete Betriebssysteme nicht unbegrenzt. So liefert zum Beispiel Mozilla ab September bei zukünftigen Firefox-Versionen keine Sicherheitsupdates mehr für Windows Vista und XP. Um Firefox in der aktuellsten Version nutzen zu können, muss ein Update auf mindestens Windows 7 erfolgen.

Zeit für einen Wechsel

Wenn Sie Ihr Betriebssystem sowieso aktualisieren möchten, macht es Sinn, gleich auf Windows 10 zu aktualisieren. Der Support für Windows 7 z.B. endet nämlich auch im Januar 2020. Ein direktes Upgrade von Windows Vista auf Windows 10 ist jedoch nicht möglich. Sie haben zwei Möglichkeiten:

  • Sie nehmen einen Umweg in Kauf und aktualisieren zuerst auf Windows 7. Das hat den Vorteil, dass Sie so Ihre persönlichen Daten und Programme behalten können. Dafür benötigen Sie jedoch eine passende Windows-7-Lizenz.
  • Verzichten Sie auf direkte Übernahme Ihrer Daten, können Sie Ihr System natürlich auch komplett neu aufsetzen. Speichern Sie vorher alle Dokumente, die Ihnen wichtig sind, auf einem externen Datenträger. So können Sie sie nach der Neuinstallation wieder einspielen.

Aber auch unabhängig vom Neuaufsetzen eines Betriebssystems ist ein regelmäßiges Back-up Ihrer Daten immer eine gute Idee.

Eine genaue Anleitung für die verschiedenen Möglichkeiten finden Sie auf der Herstellerseite von Microsoft.

Wie lange „hält“ denn so ein Betriebssystem?

Der Support für die bisherigen Windows-Versionen ist auf je 10 Jahre begrenzt. Windows 10 wiederum hat aufgrund der regelmäßigen, automatischen Aktualisierungen kein Datum für ein Support-Ende.

Anders verhält es sich bei Betriebssystemen für mobile Geräte. Gerade bei älteren Smartphones werden vom Hersteller oft keine Updates mehr angeboten. So kommt man um den Kauf eines neuen Geräts nicht herum, wenn man weiterhin sicher im Netz unterwegs sein möchte.

So sind Sie auch beim Banking auf der sicheren Seite:

Halten Sie Ihr Betriebssystem und Ihren Browser aktuell. Damit haben Sie schon einen der wichtigsten Schritte getan, um sich selbst zu schützen. Was Sie sonst noch tun können, lesen Sie hier.

Autor: Kerstin Strube



Ihre Meinung

Kommentare (15)


Kommentare

Thomas

23.04.2017

Also ich muss hier mal meinem Ärger Luft machen.

1. Hat schon mal jemand versucht einen Pc oder Laptop ohne Windows oder Mac OS zu kaufen?
Das geht nämlich nicht! Und alleine hier ist schon der Gesetzgeber gefragt.

2. Habt ihr schon mal versucht eure Windows Fehler zu beheben? Da muss man ein Programm nach dem anderen installieren. Jedes kostet von 4,90€ bis 19,90€ im Monat. Wenn man dann sein System aktuell hat ist man 60,00€ monatlich los und immer noch kommen Fehler Meldungen! Das bezeichne ich als Trickbetrug!

3. Hat schon mal jemand auf einen neuen Rechner versucht Linux zu installieren? Das BIOS ist nämlich geschlossen und acceptirt nichts anderes als Windows oder Mac OS. Nur wer 12 Monate wartet und weiß was er tut schafft es von den kriminellen Gesellschaften Abstand zu gewinnen.

4. Die Hersteller von diesen Viren sollte man einsperren und den Schlüssel in den Atlantik werfen. Aber an der tiefsten stelle, dass ihn ja keiner mehr zurück holt!!!!

Mfg
Thomas


MEIER, Günther

16.04.2017

Ichb möchte auf Windows 7 upgraden


Berti

14.04.2017

also ich finde es schon zumindest "komisch", daß MS am Donnerstag sein OS Win XP noch als das sicherste Betriebsystem geprisen hat und am Freitag (als Vista auf den Markt kam) als total unsicher bezeichnete. Gleiches mit Win 7, Win 8, Win 8.1. Das Ganze hat doch mit sicher oder unsicher nicht das Geringste zu tun. Es geht einzig und allein darum, ein neues Betribssystem in den Markt zu drücken. MS bleibt eben für sein "neuse BS" kein anderes Argument übrig, als die angebliche "Unsicherheit". Aber schlimm ist eigentlich, daß es genug "Dumme" gibt, die das auch noch glauben. Offensichtlich gehört zu den Du... auch die Diba, die es mit ihren vielen "Experten" eigentlich besser wissen sollte. Denn - es ist doch allgemein bekannt, daß z.B. unter win 10 alles, aber auch alles an MS "gefunkt" wird. Soll heißen; der Schnüffelei ist Tür und Tor geöffnet und keiner weiß, wo unsere Daten auf dem Globus "verarbeitet" werden.
Ein Wunsch an die liebe Diba: Wenn Sie trotz besserem Wissen schon für BS Werbung machen, werben Sie dann nicht einspurig. Es gibt auch andere und bessere Betribssysteme. Oder werden Sie von MS "gesponsert"?
Ich werde jedenfalls dieses Schnüffel - BS nicht installieren und wenn XP nicht mehr läuft (warum auch immer - Treiber, Programme etc.) werde ich Linux benutzen oder den Rechner ausrangieren und (Spaß Anfang) wieder Briefe mit der Hand schreiben (Spaß Ende).
Vorgenanntes mußte ich einfach mal loswerden, sonst hätte es mich "zerrissen".


notting

13.04.2017

@Ing-Diba: Wieso steht in der Überschrift was mit Vista und bei den Fragen kommen nur XP vor? ;-)

Außerdem habe ich bisher nur negative Erfahrungen gemacht, was Windows-Upgrades angeht -> Wenn neue Windows-Version, dann Daten sichern und das neue Windows frisch installieren! Hatte da auch schon unter Win10 die unmöglichsten Effekte!
Außerdem: Wenn man sich Win10 runterlädt (weil man z. B. einen Win7-Key hat), ist da AFAIK kein Upgrade möglich. Man müsste also ein Win10-Upgrade kaufen, was ja Quatsch ist, weil wohl die Win7/8.x-Lizenzen immernoch von Win10 akzeptiert werden und man eben noch dafür sorgen muss, dass man die Lizenz auf der das Upgrade basiert nicht verliert.

notting


notting

13.04.2017

@hendricks02: Wenn Sicherheitslücken im OS ausgenutzt werden, kann man rel. einfach den Virenscanner an der Nase rumführen. Und die Virenscanner selber haben oft genug Sicherheitslücken, die man ausnutzen kann.
Zudem fangen viele Virenscanner nur Angriffe auf Dateiebene ab (EXE oder was weiß ich, was als Datei auf's System kommt). Aber z. B. Blaster/Sasser damals unter XP haben die Systeme über eine direkte Netzwerkverbindung infiziert.

notting


Marcello

13.04.2017

in unserem Haushalt wird seit Jahren nur noch Gnu/Linux eingesetzt, bevorzugt Ubuntu. Da gibt es 5 Jahre lang support und die Installation, Upgrade oder Bedinung gestaltet sich wesentlich einfacher als unter Windows. Kommt noch hinzu, dass man derzeit guten Gewissens auf Antiviren-Software verzichten kann!


ING-DiBa

13.04.2017

Hallo hendricks02, Ihre Antiviren Software schützt Sie zwar, aber nur vor Schadprogrammen, die sie auch kennt. Wenn Ihr Betriebssystem nicht aktuell ist, ist die Antiviren Software ggf. angreifbar, weil es z.B. zu Eingriffen in den Startprozess des Systems kommen kann. Außerdem empfehlen auch die Hersteller von Antiviren Programmen das Update auf ein aktuelles Betriebssystem. Viele Grüße, Ihr Social Media Team


hendricks02

12.04.2017

wenn ich doch den Norton habe, habe ich dann auch Probleme mit der Sicherheit? Außer denen die eh schon da sind?


SF

12.04.2017

Warum nur Windows? Warum raten Sie nicht zum Umstieg auf eine der großen Linux-Distributionen? Die Installation ist einfacher und geht schneller. Wer nur surft, mailt und ein paar Officeprogramme nutzt, braucht nicht mehr. Ein sichereres System zum Nulltarif.


R. Skoutajan

12.04.2017

SgDuH,
lese Ihre Kundeninfos immer regelmäßig und immer ist etwas interessantes dabei. Zu Ihren Hinweisen zum Thema ablaufende, nicht mehr von Microsoft gewartet Betriebssysteme habe doch mal eine Anmerkung bzw. Frage:

Nicht nur von Ihnen, leider auch von anderen Seiten hört man immer das gleiche Lied: Keine BS-Updates mehr- keine Sicherheit mer im Internet/Email; Schutz = Null ...

Zu jedem PC und zu jedem Mobilgerät (Smartphone, Tablet) gehört unbedingt ein ordentliches INTERNETSICHERHEITSPROGRAMM, das für die notwendige Sicherheit bei der Nutzung des Internets sorgt und zwar unabhängig vom Betriebssystem.

Ich bekomme auch jedes mal Gänsehaut wenn ich Aussagen höre wie " Wieso soll ich für so ein INTERNETSICHERHEITSPROGRAMM Lizenzgebühr zahlen, wenn ich mir ein kostenloses Virenschutzprogramm aus dem Netz runterladen kann?"

Gegenfrage:
Wer kennt irgendwo auf der Welt irgendeine Firma die Ihre Ware und Dienstleistung verschenkt und davon leben kann und davon auch die allgemeinen Kosten sowie die Gehälter der oft zahlreichen Mitarbeiter zahlen kann ???
Bitte sofort bei mir melden !!! - Danke :)
Für die Sicherheit beim Surfen, Mailen und Internetbanking sorgt bei mir schon seit über 20 Jahren ein hervorragendes INTERNETSICHERHEITSPROGRAMM und nicht das jeweilige Betriebssystem.

Da meine Meinung ja offensichtlich gegenteilig ist von Ihren Hinweisen, so wäre ich Ihnen sehr dankbar für einen Hinweis, wo mein Denkfehler liegt ?

Herzlichen Dank für Ihre Antwort schon im Voraus.
Beste Grüße
R. Skoutajan


Fred Franke

12.04.2017

Sehr geehrte Frau Strobl,
danke für diesen Beitrag.
Wäre schon auf Windows 10 um gestiegen, wenn FUJITSU das Programm unterstützen würde, was es aber leider nicht macht..
Leider gibt es kein vergleichbares System
Was bei Windows 10 noch kommt, muss man auch erst abwarten. Ob es auf dauer wirklich bleibt ist fraglich, siehe laufend neue Betriebssysteme.

Mit freundlichem Gruß
Fred Franke


R. Winkler

12.04.2017

Auch ich vertraue lieber auf XP als Windows 10.
Neuerungen - Wo ? Win10 ist zu einer Werbe und Verkaufs- sowie zu einer Lauschangriffsplattform verkommen die mehr Nutzerdaten stehlen als schützen tut als jedes andere Windows.

Während noch in Win7 Funktionen dabei waren muss ich mir manche Dienste in Win 10 extra kaufen.


Rudolf R. Hoff

11.04.2017

Liebe Frau Strube!
Wenn ich mich nochmals für ein Betriebssystem entscheiden müßte, würde ich Linux wählen. Heute bin ich zu alt, um noch umzusteigen.
Fast alle sind Microsoft-hörig! Von Ihnen fehlt eine Warnung vor Windows 10 statt einer Empfehlung, denn Sie sollten wissen, daß man mit Windows 10 sich ein persönliches Abhörgerät der NSA in die Wohnung stellt, die über die sog. "Backdoor" praktisch alle Aktionen des Benutzers mitbekommen können. Daran ändern auch nichts die paar Funktionen, die man deaktivieren kann. Wer ist schon in der Lage, ein Betriebssystem so transparent zu machen, daß man genau wüßte, welche Daten alle nach draußen gehen?

Solange die Firewalls und Virenscanner unter XP noch laufen, warum sollte man da umsteigen? WinXP ist über viele Jahre ausgereift, und ich habe noch von niemandem gehört, daß er ein neueres Windows-Betriebssystem gekauft hätte aufgrund von Funktionen, die XP nicht haben würde. Vielleicht gibt es auf dem Gebiet von Multimedia einige Dinge, die vielleicht verbessert wurden, doch das ist für die meisten Benutzer irrelevant.

Mit freundlichem Gruß
- R. Hoff -


Axel Reich

11.04.2017

Sehr guter, präziser Hinweis, danke°!


ING-DiBa

10.04.2017

Hallo notting, falls Sie diesen Artikel lesen: Vielen Dank für Ihre Inspiration :-)! Viele Grüße, Ihr Social Media Team