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So gelingt die Geldanlage an der Börse | 24.01.2014

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Wie kommt man an die Börse? Damit nichts schief geht, wenn Sie zum ersten Mal ein Depot eröffnen und einen Handelsplatz wählen, hier ein paar Tipps für Ihre Geldanlage an der Börse.

Drei Fragen, bevor Sie an die Börse gehen

Bevor Sie eifrig den Wirtschaftsteil der Tageszeitung oder eines der zahlreichen Finanzportale im Internet nach potenziell Gewinn versprechenden Investitionen durchforsten, müssen Sie sich zunächst klar machen, was Sie mit der Geldanlage  an der Börse erreichen möchten. Das geht am besten, indem Sie sich einen Überblick über Ihre Finanzen verschaffen und folgende Fragen beantworten, ehe Sie an die Börse gehen:

  1. Wie viele Finanzen stehen für eine Geldanlage an der Börse zur Verfügung?
  2. Wie lange können Sie auf das Geld verzichten?
  3. Wie hoch ist Ihre Verlustbereitschaft bzw. Renditeerwartung?

Welche Geldanlage an der Börse infrage kommt

Die erste Frage klärt, welcher Betrag für eine Geldanlage an der Börse überhaupt zur Verfügung steht. Auf diese Investition müssen Sie für einen längeren Zeitraum (mindestens fünf Jahre) verzichten können, ohne in die Verlegenheit eines finanziellen Engpasses zu kommen. Die zweite Frage bestimmt den Zeitraum genauer, in dem Sie das Geld anlegen möchten. Zwar sind Daten aus der Vergangenheit kein verlässlicher Indikator für die Zukunft, trotzdem zeigt der Blick in die Vergangenheit, dass mit zunehmender Anlagedauer das Risiko, größere Verluste zu erleiden, sinkt. Die dritte und letzte Frage hat entscheidenden Einfluss darauf, welche Geldanlagen überhaupt infrage kommen. Wer bereit ist, ein höheres Risiko einzugehen und eine Rendite von durchschnittlich 6% bis 8% anstrebt, kann z. B. langfristig (> zehn Jahre) am Aktienmarkt investieren. Wer weniger Risiko in Kauf nehmen möchte und sich mit deutlich geringeren Renditen zufriedengibt, kann sein Geld in verzinsliche Wertpapiere investieren.

Ein Depot eröffnen und Geld sparen

Um an die Börse zu kommen und eine Aktie zu kaufen, müssen Sie zunächst ein Depot  eröffnen. Zahlreiche Banken bieten eine Depotführung an. Bei Direktbanken und Online-Brokern ist dieser Service oftmals kostenfrei. Definitiv ein Kostenfaktor sind die Gebühren für den Kauf und Verkauf von Aktien. Manche Anbieter verlangen darüber hinaus für den Einsatz von Limits Gebühren. Ein genauer Vergleich im Vorfeld lohnt sich. Fallen beispielsweise die Ordergebühren niedrig aus, bleibt am Ende mehr vom Gewinn eines erfolgreichen Investments an der Börse übrig.

Wie kommt man an die Börse?

Als nächstes geht es an die Orderaufgabe. Hier wählen Sie den Handelsplatz, an dem Sie das Wertpapier kaufen wollen. Es fallen Handelsplatzgebühr und Courtage (Vergütung für den Kursmakler) an, deren Höhe je nach Handelsplatz variiert. Im außerbörslichen Handel, den viele Online-Broker anbieten, kaufen oder verkaufen bestimmte Handelspartner Aktien und Co. direkt. Dadurch lassen sich Handelsplatzgebühr und Courtage sparen. Ein weiterer Vorteil des Direkthandels gegenüber den anderen Handelsplätzen sind die längeren Handelszeiten. Wer keine anderweitigen Verpflichtungen hat, kann bei einigen Onlinebrokern am Wochenende handeln.

Stoppkurse für Ihre Investitionen

Ist die Order ausgeführt und das Wertpapier im Depot, gilt es, das Verlustrisiko zu begrenzen. Anders als zwischenmenschliche Beziehungen, die meist auf längere Dauer angelegt sind, sollten Sie sich an kein Wertpapier auf dem Markt emotional binden und sich keinesfalls in eine Aktie verlieben. Hierbei helfen Stoppkurse (Limits) für die Geldanlage an der Börse. Ein StopLoss bewirkt zum Beispiel, dass der Stopp ein Wertpapier an der Börse bei Unterschreiten einer festgelegten Preisuntergrenze automatisch verkauft. Wenn sich das Investment nach dem Kauf also nicht wie gedacht entwickelt, beendet der Stopp das Verhältnis automatisch.

Checkliste: So gelingen Geldanlagen an der

Börse

  1. Die drei „Wie´s“ zur Geldanlage beantworten
  2. Gebühren vergleichen und ein Depot eröffnen
  3. Wertpapier und Handelsplatz wählen
  4. Kauforder aufgeben und StopLoss für die Geldanlage an der Börse setzen

Wenn Sie mehr zum Thema Wertpapiere wissen wollen, zeigt Ihnen unser Wertpapier-Wegweiser warum sich ein Anlegen in Aktien und Fonds lohnen könnte, gibt hilfreiche Tipps und erklärt Ihnen wie Sie ganz einfach investieren können.

Autor: ING-DiBa

Aktualisiert am: 24.01.2018


Ihre Meinung

Kommentare (15)


Kommentare

Frank Walter

17.02.2018

Bei diesem Zinsniveau kommt man kaum am Aktienmarkt vorbei. Die ewige Frage, wann steige ich ein (Tieftkurs) und wann steige ich aus (Höchskurs) Das wird und (fast) nie gelingen. Halten wir uns an ein paar Börsenweisheiten. (kaufen. wenn die Kanonen donnern - Costolany). W. Buffett: Kaufe eine Aktie, wenn du dir wünschst, dass dir das Unternemen gehört-nicht wenn du dir wünschst, dass die Aktie steigt. Kaufen nur Anteile von Unternehmen, deren Geschäft du verstehst. Eine Aktie bei der man nicht bereit ist sie 10 Jahre zu halten, sollte man keine 10 Min, besitzen. Man soll nur in Firmen investieren, die ein Vollidiot leiten kann, denn eines Tages wird genau das passieren.
Gruß F. Walter


Claus

15.02.2018

Hallo, war vorher bei der DAB Bank, da war alles bei einer Bank. Giro, Festgeld und Aktiendepo sogar Währungen.
Dann wurde die Bank von der BNP Paribas geschluckt. Alle Kosten gingen nach oben, musste mir zwangsläufig eine neue Bank suchen. Nach langen vergleichen habe ich mich für die IngDiba entschieden. Nur für Giro und Festgeld. Da mir die Tradingkosten bei der IngDiba zu hoch waren, habe ich für die Flatex Online Broker entschieden. Ich würde gerne alles bei einer Bank abwickeln, aber die Kosten bei IngDiba sind im ein Vielfaches höher.
Beim Giro sind die ok. Leider sind die Zinsen für Festgeld z. Z. Schlecht, das ist aber überall so.


RP

05.02.2018

Der neue Bereich der Kryptowährungen ist teilweise deutlich interessanter, da es eine hohe Dynamik gibt und es sich um Zukunftstechnologien handelt. Die kommende Dezentralisierung vieler Bereiche wird es ermöglichen, außerhalb von Banken und Finanzdienstleistern kostengünstig und auf eigenes Risiko zu investieren (oder Zocken, wenn man möchte) und sich an spannenden Projekten zu beteiligen. Hierfür sind Banken im Allgemeinen noch gar nicht aufgestellt.


Frank

30.01.2018

Anfänger Finger weg vom Limit Stop Loss um vor Absturz zu verkaufen.
Gestern Limit gesetzt, zu hoch angesetzt und heute wurde verkauft - war eigentlich nicht geplant.
Das Limit zum richtigen Kurs setzen ist schwierig.

Beste Aktienstrategie (wenn man jung ist und Verluste aussitzen kann):
Aktien immer mal kaufen, bei Börsencrash liegen lassen und dazu kaufen....damit macht man am meisten Gewinn, da man auch Dividende bekommt.

Werde sofort alle meine Stop Loss Limite rausnehmen und auf dem Börsencrash warten, dann nachkaufen und die 3 bis 6 Monate - maximal 1 Jahr aussitzen und habe dann wieder das was ich hatte bzw. Gewinn.


Jens

24.01.2018

@Frank I.
Alle Einbrüche wie politisch, Krieg, Herdentrieb (Kurse werden runtergeprügelt durch "uninformierte" Anleger die schnell verkaufen wollen) etc. kannst Du getrost vernachlässigen, wenn Du regelmäßig kaufst so vielleicht mind. ab 300 Euro wegen der Gebühren oder halt einen Sparplan machst.
Jede "Delle" kannst Du mitnehmen, sprich wenn alles fällt NUR NICHT VERKAUFEN, gerade dann solltest Du kaufen!
Allerdings könnte es ausnahmen geben, wenn wie z.B. Steinhoff fällt weil Bilanzfälschung etc. getrieben wurde, dann Finger weg. Die Aktie ist dann eine Zockeraktie, sie könnte wieder hochgehen, sie könnte gleichbleibend laufen oder total Knock Out - sprich wertlos werden.
Z.B. als alle "Deppen" verkauft haben als die Zwillingstürme in den USA einstürzten, hättest Du nach dem Blutbad der Aktien haufenweise günstig anlegen können "Sche*** nur, ich hatte kein Geld auf der Seite".
Der Dax war so weit ich mich erinnere DIBA KANN KORRIGIEREN bei 3.000 Punkten rum...wo steht er jetzt? 13.500 Punkte rum.
Allerdings reden alle wieder von einer Korrektur (dies aber schon seit ca. 2 Jahren) - ja sie kommt, nur wann weiß keiner.
Also lege mit Sparplänen an und halte etwas auf der Seite, wenn wieder ein Crash / Blutbad der Aktien kommt - SCHLAG ZU!!!


Henry

24.01.2018

Wer an die Börse geht sollte erst einmal klären was er will:
- Zocken? (Kauf, Verkauf, Kauf, Kerkauf, ....)
- Sparen? (Kauf, Ziel erreicht z.B. für Kauf Computer, Auto, etc., Verkauf)
- Investieren? (länger als 1 Jahr, gibt schon Gewinne, Aktien besser 10
Jahre plus)

Persönlich investiere ich. Habe seit so 2014 DiBa Depot und zwischen 2014 und 2017 eine Einlage zwischen 11.000 und 30.000 Euro und einen nicht realisierten Gewinn zwischen 4.500 und 10.000 Euro.
Dies wechselt, da ich doch hin und wieder verkaufe und in Stücken wieder kaufe.

Zu beachten ist allerdings, dass man die Kauf- / Verkaufgebühren reinholen muss, die 25%ige KeSt bezahlt - davon noch 5,5% Soli, wer noch in der Kirche ist - selber Schuld - Bayern und Baden Würtemberg 8% der Rest 9% und nicht zu vergessen, woran nie einer denkt die 2%ige Inflation!!!

So...und ich lege trotzdem nur in Aktien und ETF´s an.
Meine Informationsquelle ist hauptsächlich die DiBa, wenn mich eine Aktie interessiert.
Wie kommt man auf eine Aktie?
Z.B. Wer trinkt Cola oder Softdrinks? Genau Coca Cola Corp., wer läuft zu McDonald? Richtig McDonald Corp. Wer hat ein Konto oder Kredit bei der DiBa? Ja... ING Group und wer kennt z.B. nicht Siemens? Also Siemens AG - so sucht man sich dann bei DiBa unter den Namen eine Aktie, sieht sie die Werte, Analysen an und wenn die einem gefallen, dann legt man (am besten langfristig mit oder ohne Sparplan an).

Wer meint er hat kein Geld, soll Extra Konto bei DiBa machen und Vierteljährlich anlegen bis er mehr hat.
50 Euro Sparplan durch 3 = 16,67 Euro. Also mtl. 17 Euro auf das Extra Konto buchen und vierteljährlichen Sparplan bei der DiBa.
So kann man schon für Babys Geld anlegen, wenn man keines hat wegen Baby -kleidung, -kinderwagen, -essen, etc.
Später kann man mehr anlegen bzw. auf zweimonatlich umstellen oder dann auf monatlich und es heißt ja ab 50 Euro.

Denkt an Euren Nachwuchs und oder Enkel etc. Ihr könnt schon einen Grundstein zu seinem Vermögen legen.
Allerdings müsst ihr dann dafür sorgen, dass Euer Kind, Enkel, eine finanzielle Bildung von Euch erhält - sprich: Du musst schon ein wenig sparen und nicht alles ausgeben!
Gefährlich sind dann die Konsumwünsche: iPhone, eigenes Auto (oft BMW etc.), teuere Stereoanlage usw.


ING-DiBa

26.02.2016

Hallo Frank I., danke für Ihre Frage! Da die ING-DiBa grundsätzlich keinen Eigenhandel mit z.B. Aktien betreibt, fehlen uns hier die nötigen Einblicke. Ob die Herren sich in diesen Situationen über die Kleinanleger kaputtlachen, können wir daher nicht beurteilen. Viele Grüße und ein schönes Wochenende, Ihr Social Media Team


Hans im Glück

25.02.2016

Machen wir uns doch nichts vor: Geld wird immer an Wert verlieren und als Kleinanleger wird man am Ende immer das nachsehen haben, denn die heutigen computergestützten Handelsmechanismen kann ein Kleinanleger nicht nutzen. Stop-Loss ist keine Strategie und zeigt nur, dass es eben immer risikoreich ist. In einer Niedigzinsphase heisst daher die Strategie 'Schulden machen' und in Werte für später investieren (z.B. Immobilien, Münzen, Oldtimer, Kunst). Aber welche Bank berät einen schon korrekt wenn sie damit keine großen Gewinne macht


Frank l.

23.02.2016

Wer ist bereit mir vor einer Anlage folgende Frage zu beantworten: Abgesehen von der normalen wirtschaflichen Entwicklung einer AG. stürzt die Börse vor allem bei negativen politischen Ereignissen wie Kriegsausbruch, Terroranschlag (NewYork) usw. Wer verursacht da eigentlich im Sekundenbruchteil den katastrophalen Absturz an der Börse. Die Masse der auch Kleinanleger, die garnicht schnell genug reagieren können, oder die Herren an den Schalthebeln der Börse, die in Sekundenbruchteilen Milliardengewinne einstreichen, damit den Absturz verursachen und sich über die Dummheit der Kleinanlegern kaputt
lachen????? Eine Antwort der IngDiba würde mich interessieren.!!!!!


ING-DiBa

22.02.2016

Hallo Herr Einhoff, bei allen Wertpapieren, die Sie in Ihrem Depot verwahren, können Sie jederzeit einen Stopp Loss Auftrag erteilen. Bei welchem Kurs Sie die Grenze setzen, entscheiden Sie ganz individuell. Ausführliche Tipps und Hinweise zu den verschiedenen Limits finden Sie übrigens hier: www.ing-diba.de/wertpapiere/wissen/kaufen-verkaufen/#s_limits Viele Grüße, Ihr Social Media Team


Horst Einhoff

19.02.2016

:/ Stopp-Loss:

bei schon längerfristiger Anlage ( 2- 10 jährig), würde ich gerne wissen, wie , d.h. nach welcher Formel ein ' Stopp-Loss nachträglch gesetzt werden kann.
Bei Neukauf, ebenso...

besten Dank,

Gruß,

H. Einhoff


Harry

19.02.2016

@HaKo:
1) Welche Unternehmensanleihen bringen zur Zeit 6-8%? Ich kenne keine. Ich habe welche, die schon einige Zeit laufen und 3-4% bringen. Und selbst diese sind Nachrangdarlehen.
2) Wo bekommt man mehr als 1% aufs Tagesgeld? Ich mache selbst Bankenhopping beim Tagesgeld, aber so ca. 1,2% sind momentan die Schmerzgrenze, und die bekommt man nur für ein paar Monate garantiert.
Nur beim Depot bin ich bei der ING-Diba hängen geblieben, das ist einigermaßen günstig und sehr übersichtlich. Andere Direktbanken/-broker verwirren mich da mit viel zuviel Analysekram.


B. Maul

18.02.2016

Die obige Anleitung ist leider viel zu kurz gegriffen und empfiehlt ein sehr risikoreiches Investment in Einzelaktien oder Anleihen ohne jede Strategie oder Regeln. Ein Stop-Loss ist keine Strategie.

Der interessierte Anleger sollte sich vor Beginn mit dem Buch "Souverän Investieren" von Gerd Kommer beschäftigen. Damit lassen sich die gängisten Anfängerfehler vermeiden. (Dies ist keine Werbung, da ich selbst mit dem Autor in keiner Weise verbunden bin)

Viele Grüße
B. Maul


U. Herff

18.02.2016

Gut !


HaKo

18.02.2016

"Wer bereit ist, ein höheres Risiko einzugehen und eine Rendite von durchschnittlich 6% bis 8% anstrebt, kann z. B. am Aktienmarkt investieren. "
Die selbe Rendite erzielt man aber auch bei geringerem Risiko mit Unternehmensanleihen. Bei Insolvenz des Unternehmen steht man dann auch nicht in der letzten Reihe (sofern man keine Nachranganleihe wählte).

" Wer sich mit Renditen zwischen 1% und 3% zufriedengibt, kann verzinsliche Wertpapiere in sein Depot legen."
Diese Renditen gibt es oft im ersten Jahr aufs Tagesgeldkonto. (War in den Zeiten vor EZB-Chef Dragi sogar der Normalwert.) Dafür muß man nicht an die Börse. Einfaches Bankhopping tut es auch.