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So funktioniert ein Wertpapier-Depot | 04.01.2017

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Rund 8,6 Millionen Deutsche haben es schon: ein Wertpapier-Depot. Aber was ist das eigentlich? Wofür braucht man es und wie funktioniert es? Es lohnt sich, einmal grundlegend hinzuschauen.

Längst hat es sich herumgesprochen: In Zeiten niedriger Zinsen wird es immer interessanter, sein Geld in Wertpapiere anzulegen. Wer das tun möchte, braucht ein Wertpapier-Depot. Nur damit ist es möglich, Aktien, Fonds, ETFs und andere Wertpapiere aufzubewahren, zu kaufen und zu verkaufen. Das Depot ist sozusagen Ihre persönliche Aufbewahrungskiste für alle Wertpapiere.

In 5 Minuten eröffnet

Ein Wertpapier-Depot bieten die meisten Geschäftsbanken an. Direktbanken haben oft den Vorteil, dass ein Depot nichts kostet und die Eröffnung schnell und bequem via Internet funktioniert. Das gilt auch dann, wenn Partner ein gemeinschaftliches Depot einrichten oder Eltern ein Depot für Ihr Kind eröffnen.

Gut zu wissen: Wer ein Depot eröffnet, erhält von seiner Bank automatisch auch ein Verrechnungskonto. Es kann auch ein bereits ein vorhandenes (meist Tagesgeld- oder Girokonto) genutzt werden. Damit werden zum Beispiel Käufe und Verkäufe oder ausgeschüttete Dividenden abgerechnet.

Fühlen Sie sich ausreichend über Wertpapiere informiert?

Kaufen, verkaufen, halten

Ist das Depot eingerichtet, geht es los. Jetzt können Sie Wertpapiere kaufen – im Bankenjargon heißt das: eine Kauforder erteilen. Wieder machen es die Direktbanken ihren Kunden besonders einfach – mit einer Eingabemaske im Internet, die intuitiv zu bedienen ist. Oder mit einem Anruf im Telefonbanking. Mehr braucht es nicht, denn alles Weitere übernimmt die Bank.

Ab dem Zeitpunkt des Kaufs liegen die Wertpapiere dann gut aufbewahrt im Depot – so lange, bis sie verkauft und wieder zu Geld gemacht werden. Die Kunst ist es natürlich, den besten Zeitpunkt für Kauf und Verkauf zu erwischen und damit den Gewinn zu maximieren.

Besonders praktisch dabei: Anleger können für Kauf und Verkauf bestimmte Preisschwellen definieren, Limits genannt. So wird ein Wertpapier zum Beispiel automatisch verkauft, sobald der Kurs die definierte Höhe erreicht. Das ist sinnvoll, um bei hohem Kurs einen Gewinn zu realisieren oder bei sinkendem Kurs den Verlust zu begrenzen. Auf jeden Fall macht es dieser Service überflüssig, sich ständig über die aktuelle Entwicklung informieren zu müssen. Perfekt für Anleger, die auch bei Börsengeschäften völlig entspannt bleiben wollen.

Ein langer Atem zahlt sich aus

Wer es gerne grundsätzlich ruhiger hat, hält seine Wertpapiere 10 Jahre oder länger und erhöht damit die langfristigen Gewinnchancen. Denn die bisherige Börsengeschichte zeigt, dass sich Durchhaltevermögen oft bezahlt macht. Natürlich ist die Vergangenheit dabei kein ganz verlässlicher Indikator für die Zukunft.

Auf Kosten achten

Auf den Anleger können verschiedene Kosten zukommen. Man unterscheidet zwischen laufenden und einmaligen Kosten. Laufend fällig werden Gebühren für die Depotführung (bei manchen Banken) oder interne Kosten eines Wertpapiers während der Haltedauer. Einmalig fallen Kosten jeweils bei Kauf und Verkauf an – diese Ordergebühren schwanken sehr stark, abhängig von der Bank, der Höhe der Order oder dem Handelsplatz. Wichtig: Alle Kosten schmälern die Rendite einer Wertpapieranlage. Deshalb lohnt es sich, schon vor Depoteröffnung auf die Tarife der Bank zu achten – und vor dem Kauf eines Wertpapiers zu checken, welche Gebühren dafür einmalig und laufend fällig werden.

Muss man dafür reich sein?

Statistisch beträgt der Durchschnittswert eines Depots knapp 30.000 Euro. Dabei braucht es gar kein Vermögen, um einzusteigen. Sie können auch nur einen kleinen Teil Ihres Geldes in Wertpapiere investieren, einen anderen Teil zum Beispiel in Tagesgeld. Oder Sie starten mit einem Wertpapier-Sparplan. Hier kaufen Sie monatlich Wertpapier-Anteile in einer bestimmten Höhe, zum Beispiel für 50 Euro. Das Vermögen wächst also nach und nach – vor allem dann, wenn sich der Kurs positiv entwickelt. Wer einen Sparplan einrichten will, gibt seinen Wunsch einfach in der entsprechenden Maske im Internetbanking ein. Das geht ganz fix und ohne weiteren Aufwand.

Ob Sie einmalig ein Wertpapier kaufen oder einen Wertpapier-Sparplan einrichten: Beides sind gute Möglichkeiten, um sein Geld aussichtsreicher anzulegen als auf einem Sparkonto mit niedrigen Zinsen.

Autor: ING-DiBa



Ihre Meinung

Kommentare (2)


Kommentare

ING-DiBa

19.01.2017

Hallo Börse, vielleicht haben wir da was für Sie: www.ing-diba.de/wertpapiere/wissen/ Viele Grüße, Ihr Social Media Team


Börse

19.01.2017

Ein Einsteiger Kurs mit Fortlaufenden Erweiterungen von ihrer Bank wäre sehr gut