Miete dazuverdienen

Zwischenvermieten lohnt sich | 07.03.2017

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Ob während des Urlaubs die komplette Wohnung oder übers Wochenende nur ein Zimmer – es kann äußerst rentabel für Sie sein, Ihre Wohnung komplett oder teilweise zu vermieten. Wie das geht und was Sie beachten sollten, erfahren Sie hier:

So funktioniert's

Geschäftsreise, Sommerurlaub, Städtetrip – wenn Sie verreisen, zahlen Sie Miete für eine unbewohnte Wohnung. Aber diese unnötigen Mietkosten können Sie ganz leicht wieder reinholen. Das ermöglichen Internetportale wir Airbnb, 9flats oder Wimdu. Dort können Sie Ihre Wohnung oder einen Teil davon als Unterkunft für Touristen anbieten.

In München können Sie so an einem Wiesn-Wochenende durch die Vermietung eines Zimmers schnell mal mehrere Hundert Euro dazuverdienen. Oder während des Sommerurlaubs Ihre Urlaubskosten wieder reinholen, indem Sie Ihre Wohnung in dieser Zeit weitergeben. Datum, Zeitraum, Kündigungsfrist und wie viel gezahlt wird, legt der Inserent – also Sie – fest. Außerdem empfiehlt es sich, vorab eine Kaution zu verlangen. Denn Sie als Hauptmieter haften für alle Schäden, die der Gast verursacht.

Der Vermieter hat ein Wörtchen mitzureden

Sobald Sie für die Übernachtung in Ihrer Wohnung Geld verlangen, müssen Sie die Erlaubnis Ihres Vermieters einholen. Dabei müssen Sie zwischen Untervermietung und touristischer Nutzung unterscheiden. Bei einer Untervermietung würden Sie Ihre Wohnung über eine längere Zeit einer anderen Person überlassen – das heißt aber nicht, dass die Wohnung auch für ein paar Tage an Touristen übergeben werden darf. Hierfür brauchen Sie das explizite Einverständnis Ihres Vermieters für eine tage- oder wochenweise Vermietung. Wird die Wohnung ohne das Wissen des Vermieters zwischenvermietet, droht die fristlose Kündigung. Zudem gibt es mancherorts Regelungen zur sogenannten Zweckentfremdung von Wohnraum. Deshalb sollten Sie sich auch bei Ihrer zuständigen Stadt- oder Gemeindeverwaltung erkundigen, ob Sie Ihre Wohnung zwischenvermieten dürfen.

Steuer nicht vergessen

Einkünfte aus Vermietung müssen Sie beim Finanzamt angeben. Ob Sie für diese Einkünfte Steuern zahlen müssen, hängt davon ab, wie hoch sie sind und ob sie als Gewinn angesehen werden. Wenn Sie beispielsweise 500 Euro Miete pro Monat zahlen und Ihre Wohnung für 550 Euro weitervermieten, machen Sie Gewinn in Höhe von 50 Euro. Einkommensteuer fällt dann an, wenn das zu versteuernde Einkommen den Grundfreibetrag übersteigt. Dieser liegt im Jahr 2018 bei 9.000 Euro, für Eheleute bei 18.000 Euro. Weitere Steuerzahlungen sollten in der Regel nicht auf Sie zukommen, solange Sie Ihre Wohnung nicht im großen Stil vermieten.

Wir freuen uns, wenn diese Hinweise zum Thema Steuern hilfreich für Sie waren. Wichtig: Es handelt sich hierbei um allgemeine Tipps, die eine Prüfung des Einzelfalls nicht ersetzen können. Haben Sie dazu Fragen? Dann wenden Sie sich einfach an Ihren Steuerberater oder Ihr zuständiges Finanzamt.

Autor: ING-DiBa


Ihre Meinung

Kommentare (6)


Kommentare

Bobbette

16.03.2018

von Studenten für Studenten geschrieben.

wie bereits erwähnt übersteigt der Aufwand, wenn man ihn in Lohn umrechnen würde, den vermeintlichen Gewinn. Auch mit Kaution hat man immer noch den Ärger, wenn was kaputt geht.
Bei Fremden sollte man einen Safe für Wertsachen anschaffen und Privatkram auslagern. Mein erster Gedanke vor dem Urlaub.;)
Für Studenten, die nichts haben, noch nicht mal Komfort, ansonsten super!

Ich hielt die ING-DiBa immer für seriös und zuverlässig. Seit einiger Zeit häufen sich aber solche Artikel, die Zweifel an der verantwortungsvollen Durchdachtheit aufkommen lassen.


Irina

14.03.2018

Wertvolle informationen, gut erklärt


rbr

09.03.2018

Über den Grundfreibetrag bei der Einkommensteuer kommen ausser Studenten wohl die meisten drüber hinaus. Aber beim Thema Steuern sollte noch erwähnt werden dass
"Einnahmen aus der vorübergehenden (Unter-)Vermietung von selbst genutzten Immobilien dürfen bis zu einer Höhe von 520 EUR pro Veranlagungszeitraum unbesteuert bleiben" https://www.haufe.de/steuern/kanzlei-co/steuerliche-aspekte-der-kurzfristigen-untervermietung_170_207450.html


notting

08.03.2018

Zwischenmiete & Co. an Fremde obwohl noch viele persönl. Sachen in der Wohnung sind?! (rein/raus ist ja viel Arbeit wenn's nicht gerade eine spartanisch ausgestattete vom Vermieter eingerichtete Studentenbude ist) -> Niemals!
Darauf wird aber mit keinem Wort eingegangen - nur die €-Zeichen in den Augen?!

notting


ING-DiBa

07.03.2018

Hallo Mario W., vielen Dank für Ihren Hinweis, wir geben ihn gern weiter. Viele Grüße, Ihr Social Media Team


Mario W.

07.03.2018

Guten Tag liebe ING-DiBa,

bitte noch einmal den Artikel prüfen, ein Absatz hat sich zweimal eingeschlichen. ( "Wird die Wohnung ..."