Aroma-Aktien: Dufte Werte?

Warum sich Symrise, Givaudan und Co. im Depot gut machen können | 27.07.2018

BÖRSE ONLINE

Eine Analyse von BÖRSE ONLINE,
Martin Hintze | Werbemitteilung

Parfüms und Heimtiernahrung, Waschmittel, Kaugummi, Liquids für E-Zigaretten, Fertiggerichte und viele Produkte mehr – sie alle haben eines gemeinsam: In ihnen stecken Duft- oder Aromastoffe. Ein großer Teil wird aus natürlichen Zutaten wie Vanille, Zitrusfrüchten, Fisch oder Blüten hergestellt, ein Teil ist naturidentisch, also synthetisch einem natürlichen Stoff nachgebaut, ein Teil vollständig im Labor kreiert. Da ein großer Teil dieser Stoffe kosmetisch oder in Lebensmitteln verwendet wird, sind die Ansprüche an die Produzenten hoch. Daher hat sich eine Reihe von Unternehmen diesem Geschäftsfeld verschrieben, allen voran Givaudan, gefolgt von der – nicht börsennotierten Schweizer – Firmenich sowie von International Flavors & Fragrances und Symrise.

Dabei tummeln sich die Gesellschaften in einem durchaus lukrativen Bereich: Allein der Markt für synthetische Aromen dürften im Jahr 2023 ein Volumen von knapp zwölf Milliarden US-Dollar – 10,3 Milliarden Euro – erreichen, schreibt das Marktforschungsunternehmen WiseGuyReports, die natürlichen Duftstoffe dürften es dann auf weitere 5,7 Milliarden Dollar bringen. Zusätzlich sind viele Anbieter auf weiteren, benachbarten Feldern aktiv und erwirtschaften so zusätzliche Erlöse.

Deutliches Wachstum

Branchenprimus Givaudan hat mit den aktuellen Halbjahreszahlen gezeigt, wie es gemacht wird. So stieg der Umsatz um 7,7 Prozent auf 2,7 Milliarden Franken, etwa 2,3 Milliarden Euro. Kleiner Wermutstropfen: Etwas schwächer entwickelte sich der Betriebsgewinn, der von 597 auf 601 Millionen Franken stieg und somit nur ein Plus von 0,7 Prozent aufwies. Grund waren teurere Rohstoffe.
Insgesamt allerdings ist die Wachstumsdynamik bei den Genfern damit ungebrochen. Givaudan selbst hatte für den Zeitraum 2015 bis 2020 ein jährliches organisches Wachstum von vier bis fünf Prozent als Ziel ausgerufen und will damit das Marktwachstum übertreffen. Beobachter bewerten zudem die Margenaussichten als positiv. Anleger können den Marktführer schon deshalb ins Auge fassen, weil das Geschäft der Schweizer nur in geringem Maß von der Konjunktur abhängig ist. Ein Eintrüben der wirtschaftlichen Aussichten hätte deshalb lediglich geringe Auswirkungen.

Klar auf Kurs

Die deutsche Nummer eins, Symrise aus der Stadt der Düfte und Aromen Holzminden, versucht verstärkt, in Asien Fuß zu fassen. Vor wenigen Wochen investierte der Konzern in Pudong einen hohen zweistelligen Millionenbetrag. Kein Wunder, denn schon jetzt erwirtschaftet Symrise etwa ein Viertel seines Umsatzes im asiatisch-pazifischen Raum. Vorstandschef Heinz-Jürgen Bertram sieht in China einen „gewaltigen Markt“. Kehrseite der Medaille: Währungseffekte belasten die Bilanz derzeit besonders stark. So lag das Umsatzwachstum im zweiten Quartal bei 7,5 Prozent, währungsbereinigt allerdings nur noch bei 1,5 Prozent. Trotzdem: In Sachen Margen liegen die Niedersachsen mit zurzeit 20,1 Prozent voll im Plan. Bis Ende 2020 will Symrise kontinuierlich 19 bis 22 Prozent erreichen. Lediglich die gestiegenen Ausgaben für Rohstoffe trüben das Gesamtbild etwas – wie beim größeren Konkurrenten Givaudan. Der Blick auf die wesentlichen Kennzahlen macht zudem deutlich, dass die Aktien mittlerweile relativ teuer sind.

Spannende Verhältnisse

Nicht ganz einig sind sich die Börsianer mit Blick auf International Flavors & Fragrances (IFF), den Dritten der Branche. Die Margen fallen im Vergleich zu Givaudan und Symrise ab. Dafür aber ist IFF in der Forschung und Entwicklung besonders aktiv – das könnte sich mittelfristig als wichtige Stütze des Unternehmens beweisen. Vorsichtige Anleger sollten auf jeden Fall beobachten, wie sich die Situation in der Aktionärsstruktur entwickelt. Die in Singapur beheimatete Holding Winder Investment hat nämlich kürzlich ihren Anteil auf rund 18 Prozent der Firmenanteile ausgedehnt. Eine Übernahme scheint aufgrund der Verteilung der übrigen Anteilsscheine jedoch weitgehend ausgeschlossen, so dass Risikofreudige die Aktie auch aufgrund der Kursrücksetzer in diesem Jahr ins Visier nehmen können. Allerdings gilt es bei Aktien, die an Börsen jenseits der Eurozone notieren, neben dem allgemeinen Kursrisiko auch das Wechselkursrisiko zu beachten. Aroma-Aktien sind meist solide Performer, die womöglich hinter Hightech und anderen Branchen etwas zurückbleiben. Da sie aber aufgrund der engen Verzahnung mit vielen anderen Branchen von zahlreichen Trends profitieren, können sie Anlegern eine attraktive Erweiterung ihres Portfolios bieten.

Investment-Beispiele Aktien:

Givaudan

ISIN

CH0010645932

Aktueller Kurs

1994,00 €

KGV* (2018)

27,5

Gewinn/Aktie (2018**)

72,18 €

Dividende (2018**)

52,02 €

Dividendenrendite (2018**)

2,6 %

International Flavors & Fragrances

ISIN

US4595061015

Aktueller Kurs

112,75 €

KGV* (2018)

20,4

Gewinn/Aktie (2018**)

5,38 €

Dividende (2018**)

2,40 €

Dividendenrendite (2018**)

2,2 %

Symrise

ISIN

DE000SYM9999

Aktueller Kurs

77,90 €

KGV* (2018)

35,3

Gewinn/Aktie (2018**)

2,17 €

Dividende (2018**)

0,94 €

Dividendenrendite (2018**)

1,2 %

*KGV: Kurs-Gewinn-Verhältnis; ** Prognose; Währungen umgerechnet in Euro; Stand: 27.7.2018


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